Rekordbesuch im Gedenkjahr:

Besucher strömen ins Franz-Marc-Museum

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Kochel am See – Die internationale Aufmerksamkeit zum 100. Todestag von Franz Marc beschert Kochel und dem Franz-Marc-Museum einen großen Besucherandrang.

Die erste Ausstellung, in der das Bild „Das arme Land Tirol“ aus dem Guggenheim-Museum aus New York im Mittelpunkt steht, lockte im März 5700 Besucher ins Museum, berichtet Pressesprecherin Bettina Pauly auf Nachfrage unserer Zeitung. „Das ist ein Rekord für uns. Es sind fast doppelt so viele wie im März 2015 und auch wesentlich mehr als im Februar 2016.“ Auch im April wurden über 4000 Besucher gezählt. Vor allem in den Ferienzeiten boome das Museum, so Pauly. Auch der Katalog verkaufe sich sehr gut. „Wir sind sehr glücklich.“ Das Museum hatte schon im Herbst vergangenen Jahres die Werbetrommel gerührt, Medien angeschrieben (auch im benachbarten Ausland) und zu Pressereisen eingeladen. „Es gab unglaublich viele Anfragen“, freut sich Pauly über die Resonanz. 

Vor allem, dass die Nachrichtenagentur dpa einen Bericht über Franz Marc und das Blaue Land Zeitungen in ganz Deutschland anbot, ließ die Popularitätskurve steigen. Der Artikel lief „zwischen Flensburg und Altötting“, sagt Pauly. „Nach dieser Reportage gab es ganz gezielt Anfragen nach Prospekten“, freut sich auch Katja Konrad, Leiterin der Kochler Tourist-Info. 

Der Maler sowie Sehenswürdigkeiten und Natur rund um Kochel- und Walchensee werden sogar in Sportmagazinen und kirchlichen Sonntagsblättern thematisiert. Rundfunk- und Fernsehbeiträge, etwa auf Arte, tragen ebenfalls zur Popularität bei. Vor Kurzem waren zwei Journalisten aus Großbritannien in Kochel. Und durch die Marc-Veranstaltung in der Bayerischen Vertretung in Berlin, bei der im Februar auch der französische Botschafter zugegen war, kam man in den Presse-Verteiler des Auswärtigen Amts. Pauly weiß, dass dadurch unter anderem „in Tokio aufmerksam gemacht wurde, dass in Kochel ein Bild aus New York hängt“. 

Freilich: In erster Linie sind es Besucher aus der Region beziehungsweise aus Deutschland, die ins Museum kommen. „Besonders erfreulich ist auch, dass viele Lehrer in ihren Klassen das Thema Franz Marc und Erster Weltkrieg aufgreifen.“

Die Tourist-Info Kochel bietet Wanderungen auf die Staffelalm an. Dort hielt sich Marc oft auf und malte. 

 „Die Kunstspaziergänge werden heuer sehr viel mehr angefragt als vorher“, sagt Katja Konrad, Leiterin der Tourist-Info. Waren 2015 durchschnittlich vier, fünf Gäste mit Führerin Silke Lühr unterwegs, sind es heuer schon bis zu 15 Personen. „Viele Leute kommen aus der Umgebung, etwa Geretsried und Penzberg“, sagt Konrad. Die nächsten Termine sind am 1. und 17. Juni sowie am 8. und 22. Juli. Treffpunkt ist immer um 9.30 Uhr die Tourist-Info.

 Am 3. Juni findet erstmals die geführte Wanderung auf die Staffelalm statt. Bekanntlich malte Marc dort einen Wandfries. „Die erste Tour ist schon fast ausgebucht“, sagt Konrad. Weitere Termine sind am 1. Juli, 6. August und 11. September. Treffpunkt ist um 10 Uhr das Museum. (Anmeldung:  Tel. 0 88 51/338)

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