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Traumhafter Panoramablick: Von der Bergstation der Herzogstandbahn reicht der Blick über den ganzen Walchensee und über die umliegenden Berge . Im vergangenen Jahr wurde die elektronische Steuerungstechnik der Bahn komplett erneuert. 

Zahl der Beförderungen steigt auf über 233 000

Rekordjahr für die Herzogstandbahn - Skibetrieb startet am Wochenende

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Die Herzogstandbahn reiht Rekord an Rekord: Obwohl die exakten Zahlen noch nicht feststehen, kann Betriebsleiter Jörg Findeisen schon jetzt sagen, dass die Bestmarke aus dem Vorjahr – knapp 233 000 Fahrgast-Beförderungen – erneut übertroffen wird.

Kochel am See – „Die Sommer- und Herbst-Saison waren sehr gut und das Frühjahr war ebenfalls sehr zufriedenstellend“, bilanziert Jörg Findeisen im Gespräch mit dem Tölzer Kurier

Hinter den Verantwortlichen der Herzogbahn liegt ein turbulentes Jahr. Spannend waren vor allem die ersten Monate, in denen der größte Umbau der Geschichte anstand. Einer der Hauptgründe: Die Herstellerfirma Siemens hatte nach gut 20 Jahren die Produktion von Ersatzteilen eingestellt. Binnen zehn Wochen tauschten Mitarbeiter und Monteure die komplette Elektrotechnik sowie die Steuerung und Signalübertragung aus. Die Geschwindigkeit der Luftseilbahn bleibt unverändert, die beiden Gondeln benötigen weiterhin vier Minuten für die Strecke von der Talstation zum 1600 Meter hohen Fahrenberg. 550 000 Euro kostete der Umbau. „Die Fahrgäste bekommen davon nichts mit“, gibt Findeisen zu. „Der Unterschied ist, dass wir jetzt ruhiger schlafen können. Alles funktioniert top, und die Bedienung und Wartung ist um einiges komfortabler geworden.“

Das einzige, was Findeisen im Magen liegt, ist die angespannte Verkehrssituation am Walchensee. Kein Durchkommen gibt es vor allem dann, wenn sich am Autobahnende bei Garmisch der Verkehr staut und die Autofahrer von ihren Navis über den Kesselberg umgeleitet werden. „In Spitzentagen ist die Situation brutal“, sagt Findeisen. „Vor allem weil die Infrastruktur nicht mit dem Tourismus mitwächst.“ Der Stress auf den Straßen spiegle sich im Umgangston wider: „Er hat sich verändert“, sagt Findeisen. „Die Leute werden immer ungeduldiger, alles geht ihnen zu langsam. Sie haben Freizeit-Stress und sind gereizt.“ Auch der Umgangston unter den Fahrgästen sei häufig sehr aggressiv.

Lesen Sie auch: Schweres Gewitter legt Herzogstandbahn lahm

Trotz aller Schwierigkeiten beurteilt Findeisen die Zukunftsaussichten der Herzogstandbahn äußerst positiv. Abgesehen von Kleinigkeiten sind in den nächsten vier bis sechs Jahren keinerlei Umbauten notwendig. Nach einigen schwachen Jahren gebe es nun wieder einen Boom in der gesamten Seilbahn-Branche. Findeisen geht davon aus, dass sich daran im neuen Jahr nichts ändert.

Ob im Winter Schnee fällt oder nicht, sei in diesem Zusammenhang eher unerheblich: „Skifahrer machen weniger als fünf Prozent unserer Gäste aus“, sagt Findeisen. „Gleichwohl wird der Skibetrieb weitergehen, denn das ist der Wunsch unserer beiden Gesellschafter – die Gemeinde Kochel und die Sparkasse. Und wir selbst hängen auch mit Herzblut dran“, sagt der Betriebsleiter.

Aufgrund der Schneefälle in den vergangenen Tagen startet die Herzogstandbahn am Wochenende in den Skiwinter. Der Fahrenberglift ist am 5. und 6. Januar von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Die Kabinenbahn ist von 9 bis 16.15 Uhr in Betrieb. Die Talabfahrt ist aufgrund der Schneelage aber noch nicht möglich.

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