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Scheunen in Ort abgebrannt: Feuerwehr bis in den Morgen im Einsatz

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Von: Andreas Steppan

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Ein Bild der Verwüstung: Die Gebäude-Ruinen und Überreste landwirtschaftlicher Maschinen am Abend nach dem Scheunenbrand in Ort beziehungsweise am folgenden Morgen.
Ein Bild der Verwüstung: Die Gebäude-Ruinen und Überreste landwirtschaftlicher Maschinen am Abend nach dem Scheunenbrand in Ort beziehungsweise am folgenden Morgen. © kn

Millionenschaden entstand beim Brand zweier Scheunen in Ort (Gemeinde Kochel am See). Auch die benachbarte Wohnbebauung war in Gefahr. Die Feuerwehr war die ganze Nacht im Einsatz.

Update vom 18. Juni, 12.10 Uhr:

Kochel am See – Ein Trümmerfeld zeugte am Freitagmorgen in Ort (Gemeinde Kochel am See) vom Großbrand, der am Donnerstagnachmittag zwei Scheunen eines landwirtschaftlichen Anwesens zerstört hatte. Von den Gebäuden und den darin untergestellten Maschinen und Fahrzeugen ist nichts übrig geblieben. Für die Feuerwehr dauerte der Einsatz noch die ganze Nacht hindurch bis am Freitag gegen 8.30 Uhr.

Nach Angaben des Kochler Feuerwehrkommandanten Hubert Resenberger waren anfangs rund 100 Einsatzkräfte der umliegenden Wehren vor Ort. Bei den beiden in Flammen stehenden Remisen konnten war letztlich nichts zu retten, die Feuerwehr konnte sie nur kontrolliert niederbrennen lassen.

Wohnbebauung im Ortsteil Ort weniger als 100 Meter entfernt

Hauptaufgabe sei es gewesen, ein Übergreifen des Feuers auf eine dritte Scheune in etwa 100 Meter Entfernung sowie auf die Wohnbebauung in Ort auf der anderen Seite des Bahngleises zu verhindern. „Die nächsten Häuser stehen weniger als 100 Meter weit weg“, sagt Resenberger. „Wenn der Wind aus der falschen Richtung geweht hätte, wäre auch eine massive Ausbreitung des Feuers möglich gewesen.“ Ein Team aus etwa zehn Feuerwehrleuten sei dann noch – mit kurzen Pausen am Feuerwehrhaus – die ganz Nacht an der Brandstelle geblieben, um Glutnester zu löschen.

Nach Brand in Gemeinde Kochel: Polizei bittet um Hinweise zur Brandursache

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bestätigte am Freitag in einer Pressemitteilung die ersten Angaben, die der Tölzer Kurier am Abend des Brandes eingeholt hatte. Der Sachschaden dürfte demzufolge „mehrere 100 000 Euro betragen, vermutlich sogar in den siebenstelligen Bereich gehen.“

Ein Raub der Flammen wurden am Donnerstagnachmittag zwei landwirtschaftliche Remisen neben der Bahnlinie nach Kochel.
Ein Raub der Flammen wurden am Donnerstagnachmittag zwei landwirtschaftliche Remisen neben der Bahnlinie nach Kochel. © kn

Aussagen zur Brandursache können laut Polizei derzeit keine getroffen werden. Der Kriminaldauerdienst habe die Ermittlungen für die Kripo Weilheim aufgenommen. Sachdienliche Hinweise dazu nimmt die Polizei unter Telefon 0881/6400 entgegen.

Ursprüngliche Meldung vom 17. Juni, 19 Uhr:

Kochel am See – Die hohe, schwarze Rauchsäule war weithin übers Loisachtal zu sehen: Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte am Donnerstag in den Kochler Ortsteil Ort aus. Dort war gegen 16.30 Uhr eine landwirtschaftliche Remise in Brand geraten.

Feuerwehr rückt mit Großaufgebot nach Ort (Gemeinde Kochel am See) aus

Der Wind ließ die Flammen auch auf ein daneben stehendes Wirtschaftsgebäude übergreifen. Beide brannten lichterloh – und es bleibt davon nur Schutt und Asche übrig. Der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen in den siebenstelligen Euro-Bereich gehen. Denn auch sämtliche Maschinen und Fahrzeuge, die in den Remisen untergestellt waren, fielen den Flammen zum Opfer.

Vor Ort im Einsatz waren nach ersten Informationen die Feuerwehren Kochel, Ried, Benediktbeuern, Bichl, Penzberg und Bad Tölz. Auch der Rettungsdienst des BRK und die Polizei waren ausgerückt. Brandermittler der Kriminalpolizei nahmen noch am Abend die Ermittlungen nach Hinweisen auf die Ursache des Feuers auf. Die Löscharbeiten dauerten bis Redaktionsschluss an.

Bahnlinie nach Kochel wegen Brand gesperrt

Menschen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Die Gebäude standen relativ weit abgesetzt von der nächsten Wohnbebauung. Umgehend gesperrt wurde die Bahnlinie nach Kochel, die unmittelbar an der Brandstelle vorbeiführt. Sie war in dichten Rauch eingehüllt. Zudem legte die Feuerwehr Schläuche zur Wasserversorgung über die Gleise.

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