Auf der Autobahn wurde heute Morgen ein Hirsch erlegt. Foto: dpa

Tier ließ sich nicht einfangen

Hirsch auf der Autobahn erschossen

Kochel am See - Einen gehörigen Schrecken haben am Donnerstagmorgen einige Autofahrer auf der A95 bekommen.

Das Tier lief neben der Fahrbahn auf und ab und wollte zurück in den schützenden Wald, berichtet die Verkehrspolizei Weilheim auf Nachfrage. Das Tier war nicht willig, durch die geöffneten Gatter die Straße zu verlassen.

 Um Unfälle zu vermeiden, sperrte die Polizei gegen 8 Uhr schließlich die Fahrbahn in Richtung München komplett. „Bestimmt eine halbe Stunde lang“ versuchten Helfer nach Angaben von Karl Wiedemann von der Verkehrspolizei, den Hirsch durch Tore im Schutzzaun zurückzutreiben, um ihn zu retten. Doch vergeblich. 

Am Ende blieb laut Wiedemann nur ein Ausweg: „Man musste die konkrete Gefahr bannen“ – und den Hirschen töten. Dies gelang schnell, weil in dem Stau, der sich gebildet hatte, auch ein Jäger stand, der ein Gewehr dabei hatte. Die Verkehrspolizei hatte   am Donnerstagmorgen auf dem Autobahn-Abschnitt im Landkreis auch ohne Hirsch gut zu tun. Bei heftigem Regen kam es zu fünf Unfällen durch Aquaplaning. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt, und es entstand Gesamtschaden in Höhe von rund 33 000 Euro. (kat/müh)

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