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Vereinsspitze: Bei den Neuwahlen wurde nahezu der gesamte Vorstand wiedergewählt (v. li.): Matthias Lautenbacher (Beisitzer), Marianne Wörle (Kassierin), Thomas Holz (Beisitzer), Max Leutenbauer (Vorsitzender), Jost Knauss (Zweiter Vorsitzender), Fridolin Söhl (Schriftführer). Abwesend war Erich Wolf; er wurde zum Beisitzer gewählt. 

Verein für Heimatgeschichte

„Schusterhaus“ auf bestem Weg zum Heimatmuseum

Dass aus dem „Schusterhaus“ in Kochel ein kleines Museum wird – daran haben viele Mitglieder des „Vereins für Heimatgeschichte im Zweiseenland“ in den vergangenen Monaten unermüdlich und hartnäckig gearbeitet. Und so konnten Vereinsvorsitzender Max Leutenbauer und sein Stellvertreter Prof. Jost Knauss in der Hauptversammlung am Dienstagabend einige Erfolge präsentieren.

Kochel am See – Unter anderem habe man nach ausführlichen Untersuchungen und Recherchen mittlerweile das Alter des gemeindeeigenen Gebäudes recht genau ermitteln können, hieß es in der Versammlung. Der untere Teil des Hauses stamme demnach aus dem späten 16. Jahrhundert. „Der obere Teil von 1782“, so Knauss und bilanzierte: „Insgesamt ist das Gebäude in einem bemerkenswerten alten Zustand.“ Deshalb sei sein Erhalt aus Sicht des Denkmalschutzes auch „besonders förderwürdig“.

Anträge auf Förderung zur Sanierung des Hauses hat der Verein bereits gestellt, weitere sollen folgen; unter anderem beim Bezirk Oberbayern oder dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Bei den Fachstellen sei die Begeisterung für das Projekt groß. „Es wurde uns größtmögliche Unterstützung zugesagt“, so Knauss. Konkrete Fördersummen könne er aber noch nicht bekannt geben, da dazu noch nichts Schriftliches vorliege. Derzeit gilt es laut Max Leutenbauer, auf die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu warten. Dann könne man mit ersten Arbeiten an Haus und Stall starten. Die Bewilligung der Fördergelder werde erst Anfang 2018 vorliegen.

Neben diesem großen Projekt hat der Verein viel getan, um bei den Menschen des Zweiseenlandes „Heimatgeschichte erlebbar zu machen“, wie Bürgermeister Thomas Holz lobte. Unter anderem wurden historische Wanderungen angeboten sowie diverse Mitteilungshefte und Artikel zu ortshistorischen Themen veröffentlicht. Weitere Hefte und Artikel sind bereits in Planung, wie Leutenbauer mitteilte. Außerdem möchte der Verein mit der Inventarisierung der vielen historischen Dokumente beginnen, die in seinen Räumen im Dachgeschoss des Rathauses lagern.

Geplant ist außerdem ein Tag der offenen Tür, um den Bürgern das Schusterhaus zu zeigen. Vielleicht wird er mit einer Feier zum zehnjährigen Bestehen des Vereins verbunden, das im Sommer 2018 ansteht.

Franziska Seliger

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