Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus
Gleich mehrfach musste der Rettungshubschrauber in den vergangene Tagen den Walchensee anfliegen.
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Gleich mehrfach musste der Rettungshubschrauber in den vergangene Tagen den Walchensee anfliegen.

Wasserwacht, Luftrettung und Co.

Zusammenbrüche, gekentertes Boot und ein Sturz: Viele  Einsätze am Walchensee 

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Einsatzreiche Tage liegen hinter der Wasserwacht Walchensee. Erstaunlich daran: Am vergangenen Wochenende hielt sich der Besucheransturm in Grenzen, die Tage waren ruhig für die ehrenamtlichen Retter. Am Montag und Dienstag sei der Andrang dafür umso größer gewesen.

Walchensee – Der Montag begann für die Wasserwacht bereits um 1.30 Uhr. Als „Helfer vor Ort“ wurden sie zu einem internistischen Notfall gerufen. Bei einem 51-jährigen Urlaubsgast aus den Niederlanden, der erst am Vortag angereist war, bestand der Verdacht auf einen Herzinfarkt. Mit im Einsatz waren der Rettungswagen aus Kochel am See und der Notarzt aus Garmisch-Partenkirchen. Dorthin wurde der Patient dann auch ins Krankenhaus gebracht.

Urlauber aus Holland erlitt Herzinfarkt 

Der zweite Einsatz am Montagmittag führte die Helfer nach Urfeld. Dort war eine 83-jährige Münchnerin bei einem Ausflug mit ihrem Sohn neben der Hauptstraße bewusstlos zusammengebrochen. Mit dem Hubschrauber Christoph Murnau wurde die Seniorin ins Krankenhaus geflogen.

Beim Einsatz am Dienstagmittag am Südufer waren zwei Wasserwachten, der Rettungswagen aus Mittenwald und der Hubschrauber Christoph Murnau vor Ort. 

Noch einmal gefordert war die Wasserwacht am Montagnachmittag: Ein 45-jähriger Urlauber aus Hennef (Nordrhein-Westfalen) rutschte beim Abstieg vom Herzogstand auf den letzten Metern aus und verletzte sich. „Es bestand Verdacht auf Sprunggelenksverletzung. Er hat uns am Dienstag aber noch einmal angerufen und erzählt, dass er einen dreifachen Bruch hat“, berichtet das Wasserwacht-Team. Der Rettungshubschrauber aus Reutte flog den Patienten in die Klinik nach Garmisch-Partenkirchen. Mit vor Ort war – wie bei den folgenden Einsätzen auch – der Rettungswagen aus Mittenwald.

Rettungshubschrauber Christoph aus Murnau oft im Einsatz gewesen 

Ein weiteres Mal steuerte Rettungshubschrauber Christoph Murnau den Walchensee am Dienstagmittag an. Zuvor waren die Wasserwachten Walchensee und Niedernach alarmiert worden, weil ein Mann am Hackl am Südufer bewusstlos zusammengebrochen war. Das Problem: „Zu diesem Zeitpunkt lagen die Leute am Südufer wie die Sardinen. Für den Hubschrauber gab es keine Möglichkeit zu landen“, so die Wasserwacht. Also musst der Notarzt mit der Winde nach unten abgeseilt werden – beobachtet von zahlreichen Badegästen, die erst nach eindringlicher Aufforderung durch die Wasserwacht etwas zurückhaltender zuschauten. „Man muss aber auch sagen, dass einige Leute geholfen haben. Einer hat einen Sonnenschirm geholt, ein andere ein nasses Handtuch, ein dritter hat die Einsatzstelle mit dem Handtuch abgeschirmt“, so die Wasserwacht. Als die Helfer eintrafen, sei der Mann gerade langsam wieder zu sich gekommen. Obwohl auch die Rede davon war, dass die Begleitung des Mannes zuvor Reanimationsmaßnahmen hatte vornehmen müssen, verweigerte der 75-Jährige laut Wasserwacht den Transport in eine Klinik.

Mann verweigert nach Zusammenbruch Transport in Klinik 

Den Nachmittag über gab es dann für die Retter eher kleinere Wehwehchen zu verarzten. „Wir haben heuer extrem viele Zecken. Auch damit kommen die Badegäste zu uns, weil sie sie nicht selber entfernen wollen“, schildert die Wasserwacht.

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Als die Gewitterfront am Dienstag näher rückte, verließen die meisten Badenden und Wassersportler den See. Auch die Retter waren gerade im Abrücken, als ein weiterer Notruf einging. Im Bereich von Urfeld wurde ein gekentertes Segelboot gemeldet. Die Wasserwachten Walchensee und Niedernach rückten erneut aus und entdeckten schnell das Boot, auf das sich der Segler bereits gerettet hatte. Mit vereinten Kräften wurde das Boot möglichst schnell ans Ufer geschleppt. Es war von Vorteil, dass hier kein weiterer Rettungseinsatz nötig war. Denn zu diesem Zeitpunkt, so die Wasserwacht,stand der Verkehr auf der B 11 in beide Richtungen.  

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