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Ist vorerst vom Tisch: Die geplante Sperrung der bei Sportlern beliebten Kirchelwand-Parkplätze

Runder Tisch geplant

Sperrung der Kirchelwand-Parkplätze am Walchensee vorerst vom Tisch

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Ein Runder Tisch, an dem verschiedene Interessenvertreter sitzen, soll helfen, die Probleme am Walchensee zu lösen. Damit ist die geplante Sperrung der Kirchelwand-Parkplätze erstmal vom Tisch.

Walchensee Zahlreiche Wassersportler hatten sich in den vergangenen Tagen nach der Berichterstattung in unserer Zeitung  zum Thema Kirchelwand-Parkplätze zu Wort gemeldet – in Leserbriefen oder im Internet. Es wurde sogar eine Online-Petition ins Leben gerufen, bei der sich innerhalb von fünf Tagen 1052 Unterstützer aus der Windsurfer- und Taucherszene eintrugen. Sie stammen nicht nur aus der hiesigen Region, sondern kommen aus der ganzen Republik, listet Initiator Klaus Reitberger auf.

Dass das Thema derart hohe Wellen schlagen würde, damit hatten weder das Staatliche Bauamt, das Mitte August die geplante Sperrung der Parkplätze gegenüber dem Tölzer Kurier bestätigt hatte, noch das Landratsamt, dessen Abteilungen Naturschutz und Verkehrssicherheit eine Sperrung angeregt hatten, gerechnet.

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Doch jetzt ist das Thema erstmal vom Tisch. Wie Landrat Josef Niedermaier (FW) am Mittwoch auf Nachfrage sagte, wird es demnächst einen Runden Tisch geben. „Es geht um die Gesamtsituation am Walchensee“, sagt Niedermaier. Denn so, wie es derzeit dort laufe, könne es nicht weitergehen. „Es gibt Wochenenden, die im Chaos enden“, sagt er auch mit Blick auf die Verkehrssituation in Kochel und Jachenau.

Ein „Zielbild“ für den Walchensee erarbeiten

Derzeit laufen Gespräche, wann der Termin stattfinden kann. Der Landrat will die Themen Tourismus, Naturschutz und Energie umfassend diskutieren lassen und dabei Interessenvertreter der verschiedenen Bereiche an einen Tisch holen – dazu zählen beispielsweise Umweltschützer, Wassersportler, Rettungskräfte, Verkehrsexperten und Fachleute aus den Bereichen Forstwirtschaft und Wasserkraft. Ein externer Moderator soll das Gespräch managen. „Es soll ein Zielbild für den Walchensee erarbeitet werden, aus dem dann Maßnahmen abgeleitet werden.“ Niedermaier sagt aber auch: „Schnelle Entscheidungen wird es nicht geben.“

Die Situation der Kirchelwand-Parkplätze sei nur „ein Punkt von vielen“, so der Landrat. „Wir wollen erreichen, dass der Walchensee als Naherholungsgebiet auch für die kommenden Generationen erhalten bleibt.“

Von Seiten der Wassersportler wird so ein Gespräch begrüßt. „Das klingt gut und hilft, Druck aus dem Kessel zu nehmen“, sagt Klaus Reitberger. Der Tourismusmarketing-Fachmann aus München ist selbst passionierter Surfer, hat Webcams am Walchen- und am Kochelsee installiert und informiert auf dem Portal www.windinfo.eu die Wassersport-Szene. „Dass es keine schnellen Lösungen geben kann, ist klar“, sagt Reitberger, der in der Szene gut vernetzt ist. Aus diesen Kreisen weiß er, dass „wir bereit sind, uns offen und mit Ideen in die Diskussion einzubringen“.

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Auch andere Sportler äußern sich positiv. „Das ist eine gute Nachricht. Es ist wichtig, dass auch die Wassersportler an den Gesprächen beteiligt werden“, sagt zum Beispiel Karl Heumann aus Penzberg.

An der Kirchelwand auf der Westseite des Sees können bis zu zehn Fahrzeuge parken, berichtet Klaus Reitberger. Das laufe seit Jahren reibungslos, zudem achte man auf Sauberkeit und habe dafür auch schon Lob von mehreren Seiten bekommen. Der Zugang zum See an dieser Stelle sei deshalb so wichtig, „weil man gleich an den guten Wind ran kommt“, erklärt Reitberger.

Auch von Seiten des Staatlichen Bauamts wird ein Gesprächstermin begrüßt. Abteilungsleiter Martin Herda, zuständig für den Landkreis, will zudem vorher nochmal mit Vertretern des Landratsamts, der Polizei und der Gemeinde Kochel über die Kirchelwand-Parkplätze sprechen.

„Diese Lösung finde ich gut“, sagt Kochels Bürgermeister Thomas Holz. Sie entspricht auch seinem Ansinnen: „Nämlich die gerade im Bereich des Westufers sehr spärlich vorhandenen Möglichkeiten, das Fahrzeug abzustellen, möglichst zu erhalten.“ Jeder Parkplatz am See werde gerade an den schönen Sommerwochenenden dringend benötigt.

„Es ist gut, wenn man sich mal zusammensetzt“, kommentiert auch Jachenaus Bürgermeister Georg Riesch die Situation. „Es ist höchste Zeit. Am Walchensee wird’s leider immer schlimmer.“

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