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Die Wasserwacht Walchensee mit ihrem Boot bei einem Einsatz. 

Walchensee

Sturm bringt zwei Fischer in Not

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Der Wetterumschwung am 1. Mai hat zwei Fischern am Walchensee die Feiertagslaune verdorben. Die Wasserwacht brachte die durchgefrorenen Männer (20 und 26 Jahre alt) in Sicherheit, nachdem ihr Boot bei hohem Wellengang in Richtung Niedernach abgetrieben war.

Walchensee/Urfeld – Es sollte ein unbeschwerter Maifeiertag werden. Ein 20- jähriger Münchner und ein 26-jähriger Mann aus der Nähe von Dachau liehen sich am Montag gegen 8 Uhr in Urfeld ein Ruderboot aus, und fuhren damit zum Fischen auf den Walchensee hinaus. Zwar blieben die Männer ohne Beute, aber sie genossen den Vormittag. Der Wetterumschwung gegen 13 Uhr sorgte jedoch für ein Ende mit Schrecken. Gegen 13.20 Uhr verständigten die beiden per Notruf die Walchenseer Wasserwacht. „Das Boot der beiden war nach Niedernach abgedriftet“, berichtet Bereitschaftsleiter Alois Grünwald. Die hohen Wellen hatten nicht nur ein Zurückrudern nach Niedernach unmöglich gemacht, sondern auch für nasse Füße der Fischer gesorgt. „Das Wasser stand bereits 30 Zentimeter hoch im Boot, und die beiden hatten kein Gefäß zum Ausschöpfen dabei“, so Grünwald. Das zehn Grad kalte Wasser und eine Lufttemperatur von nur noch knapp vier Grad ließ die Männer trotz Anorak frösteln. Die Zwei-Mann-Besatzung des Wasserwachtboots holte die Fischer an Bord und packte sie in Decken. Mit dem Ruderboot im Schlepptau ging es zurück nach Urfeld, wo der Wasserwacht-Einsatz gegen 16 Uhr beendet war.

„Zum Glück ist alles gut ausgegangen“, sagt Grünwald. Der Einsatz habe aber einmal mehr gezeigt, wie gefährlich so ein Wetterumschwung am Walchensee sei. „Das ist halt ein großer Gebirgssee und kein Baggerweiher“, so Grünwald. Bemerkenswert sei auch, dass die Fischer bereits gegen 9.30 Uhr die Blinklicht-Sturmwarnung registriert hatten, aber damit offenbar nichts anzufangen wussten. Und: Die Fischer hatten keine Rettungswesten an Bord. 

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