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Der textilfreie Bereich der neuen Therme wird durch Pflanzen geschützt, aber die Bäumchen müssen freilich noch wachsen. Manche Spaziergänger stören sich am durchsichtigen Plexiglasgeländer.  

Trimini

„Dorado für Spanner“: Ärger um nackte Tatsachen am Kochelsee

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Tiefe Einblicke in den Saunabereich des neuen Trimini empören und amüsieren Spaziergänger. Bäder-Chef Bittermann sagt: „Nackte Haut ist heute nichts Ungewöhnliches mehr.“

Kochel am See – Bei schönem Wetter flanieren viele Ausflügler auf der Seepromenade in Kochel und genießen die schöne Aussicht. Doch was mussten einige Spaziergänger jüngst erblicken, als sie unterhalb des neuen Trimini entlang gingen? „Vor allem männliche Badegäste spazieren schamlos nackert entlang der durchsichtigen Balkone“, empört sich eine Münchnerin gegenüber unserer Zeitung, die mit ihrem Mann abends eigentlich den Blick auf Wasser und Berge genießen wollte. Manche Männer würden in fast „exhibitionistischen Posen“ am Geländer stehen – gut zu sehen vom Spazierweg am Seeufer.

„Auf dem Weg spazieren Familien mit Kindern und sind sprachlos“, so die Münchnerin. „Wurde das so gewollt?“

Ins gleiche Horn stieß der Kochler Rudi Herden, der im Internet von einem „Dorado für Spanner“ schrieb. 

Er möchte seinen Text allerdings humorvoll verstanden wissen, „deshalb habe ich ihn am 1. April veröffentlicht“, verrät er auf Nachfrage. Nach seinen Beobachtungen würden nämlich Schaulustige angelockt, „die von der Seepromenade aus den Bade- und Thermen-Komplex bewundern wollen“. Dass sich hierbei auch ein Blick auf die „Nackerten“ biete, habe sich ebenfalls herumgesprochen. „Im Dorf wird darüber geredet“, sagt Herden lachend. „Aufgeregt hat sich aber noch keiner, eher sagt man zu einander: Hast du das schon gesehen?“ Man könne die sowohl „asketischen oder auch vollleibigen Körper beiderlei Geschlechts betrachten“.

„Nackte Haut ist heute nichts Ungewöhnliches mehr“, sagt Gerd Bittermann. Der Kristallbäder-Chef legt allerdings Wert darauf, dass auch im neuen Trimini „die Intimsphäre geschützt bleibt“. Der textilfreie Bereich der Therme werde durch Pflanzen vom übrigen Teil des Bads abgeschirmt. „Aber die Bäumchen müssen halt noch etwas wachsen.“

Der Außenpool mit Blick zum Kochelsee werde nicht verblendet. „Es wäre schade um die schöne Aussicht.“ Die Spaziergänger könnten ohnehin nicht von unten in das darüberliegende Freibecken sehen.

Das Kristall-Trimini ist laut Bittermann ein Paradies. „Und wir wissen alle, dass auch Adam und Eva nackt waren“, so der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens. Deshalb gelte grundsätzlich in der Saunatherme: textilfrei. Die Besucher können aber jeden Mittwoch und Sonntag wahlweise mit oder ohne Bekleidung baden gehen.

So schaut‘s im neuen Kochler Trimini aus

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