Die Kochler Feuerwehr zog das Auto auf Höhe des „Großen Weihers“ aus dem Gelände.
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Die Kochler Feuerwehr zog das Auto auf Höhe des „Großen Weihers“ aus dem Gelände.

Großeinsatz Bergwacht und Feuerwehr in Kochel

Urlauber will im Dunkeln zum Wasserschloss hochfahren und verirrt sich im Wald

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Ein Urlauber (74) aus Bad Hersfeld hat am Montagabend versucht, mit seinem Auto im Wald zum Wasserschloss in Kochel hochzufahren. Dabei verirrte er sich im bergigen Wald und löste prompt einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus.

  • Ein Autofahrer (74) wollte am Montagabend im Dunkeln spontan zum Wasserschloss hochfahren
  • Im Wald verlor er die Orientierung
  • Bergwacht und Feuerwehr rückten aus

Kochel am See – Es war eine ungewöhnliche Alarmierung, die die Kochler Bergwacht gegen 19 Uhr erreichte: „Erschöpfte Person im eigenen Pkw im Bereich des Walchenseekraftwerks in unwegsamem Gelände abseits öffentlicher Straßen stecken geblieben.“ Die Kochler Bergretter bildeten vier Teams mit einem Fahrzeug, um die Region abzusuchen. Zwischenzeitlich konnte man auch telefonisch Kontakt mit dem 74-Jährigen aufnehmen. „Wir haben ihn gebeten, bei seinem Auto zu bleiben und nicht in den Wald zu laufen“, berichtet Ritchi Huber, der stellvertretende Bereitschaftsleiter der Kochler Bergwacht.

Wie sich herausstellte, war der Mann im Kochler Ortsteil Altjoch kurz vor dem Kraftwerk nach links in eine Forststraße eingebogen, den Berg hochgefahren und hatte sich anschließend in den Wege-Verzweigungen verirrt. „Wir haben systematisch alle in Frage kommenden Strecken abgesucht“, sagt Huber. Nach 45 Minuten entdeckten die Ehrenamtlichen das Fahrzeug und den Fahrer auf Höhe des sogenannten Großen Weihers, etwa drei Kilometer vom Kraftwerk entfernt und in 750 Metern Bergeshöhe. „Der Mann war erschöpft und am Ende seiner Kräfte“, sagt Huber. Verletzt war er jedoch nicht. Nach einem medizinischen Check brachten ihn die Ehrenamtlichen zurück ins Tal.

Das Fahrzeug konnte sie jedoch nicht bergen. Es steckte fest. Deshalb wurde die Kochler Feuerwehr alarmiert, die mit zwei Fahrzeugen und fünf Einsatzkräften anrückte. Mit der entsprechenden Ausrüstung konnten die Mitglieder das Auto aus der Waldwiese ziehen und ins Tal bringen. Der Pkw war noch fahrtüchtig.

Der 74-Jährige nahm sein Auto dankbar entgegen. Ins Krankenhaus musste der Mann nicht, er übernachtete dann jedoch in Kochel. Gefragt, warum er denn unbedingt zum Wasserschloss fahren wollte, gab er zu Protokoll: „Weil das so schön beleuchtet ist.“  

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