Vermutlich im März wird der Abriss des Gebäudes beendet sein. In der Kochler Verwaltung bereitet man derzeit die Ausschreibung für die Fachplaner vor.
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Vermutlich im März wird der Abriss des Gebäudes beendet sein. In der Kochler Verwaltung bereitet man derzeit die Ausschreibung für die Fachplaner vor.

Abrissarbeiten

Verstärkeramt Kochel: Stein um Stein fällt

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Auch wenn es in den vergangenen Tagen viel geschneit hat, die Abrissarbeiten am ehemaligen Verstärkeramt in Kochel gehen weiter. Klappt alles nach Plan, möchte die Gemeinde noch in diesem Jahr die ersten Schritte ihres Neubauvorhabens verwirklichen.

Kochel am See – Im November hatte der Abriss des ehemaligen Verstärkeramts begonnen.In den vergangenen Wochen wurden die Einbauten sowie die Schadstoffe, unter anderem geringe Mengen asbesthaltiger Dämmmaterialien, aus dem Gebäude entfernt“, berichtet Bürgermeister Thomas Holz auf Anfrage des Tölzer Kurier. Die beauftragte Abrissfirma arbeitete hierfür mit einem Spezialunternehmen zusammen, das diese Materialien schon fachgerecht entsorgt habe. Beispielsweise habe man in der Dämmung von Rohrleitungen Spuren von Asbest gefunden, nennt Holz ein Beispiel.

Spuren von Asbest gefunden

Danach wurde mit dem eigentlichen Abbruch des Dachstuhls und des Mauerwerks begonnen. „Der südliche Teil des Gebäudes ist bereits weitestgehend abgebrochen“, sagt Holz. Wann die Firma endgültig fertig sein werde, sei aber schwer zu sagen, vermutlich im März. In der Kochler Verwaltung bereite man derzeit die Ausschreibung für die Fachplaner der einzelnen Gewerke vor. Wie berichtet, plant die Gemeinde die Errichtung von 21 Wohnungen im kommunalen Wohnungsbau, einen neuen gemeindlichen Bauhof, Obdachlosenunterkünfte und Räume für die Kochler Vereine. Man hinke im Zeitplan etwas hinterher, weil man erst noch den Ausgang der Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof abgewartet hatte, so Holz. Wie berichtet, hatten die Richter Ende November die Klage des Weilheimer Architekten Heiko Folkerts abgewiesen und für den Bebauungsplan der Gemeinde grünes Licht gegeben. Mittlerweile hätten sich die Diskussionen beruhigt, sagt Holz. Vor Ort erfahre er sehr großen Zuspruch für den Abriss des Gebäudes, dessen Denkmalschutz-Würdigkeit in den vergangenen Monaten heftig diskutiert worden war. „Die Abrissarbeiter berichten, dass immer wieder Bürger am Zaun stehen und sagen, dass sie gut finden, was jetzt gemacht wird.“

Weitere Entwicklung auch von Corona-Entwicklungen abhängig

Die Gemeinde will die Aufträge an die Fachplaner noch in der ersten Jahreshälfte 2021 vergeben. „Es wäre wünschenswert, wenn die Gemeinde dann im weiteren Verlauf des Jahres noch mit einigen Baumaßnahmen beginnen könnte“, sagt der Bürgermeister. Allerdings hänge das auch von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab.

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