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Feuerwehr Kochel feiert Geburtstag: Seit 125 Jahren im Dienst der Nächstenliebe

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Michael Sziedat, Vorsitzender des Feuerwehr-Vereins, bei seiner Begrüßung vor der Festmesse am See. © fn

Mit einem morgendlichen Kirchenzug, einem feierlichen See-Gottesdienst sowie einem großen Festzug durch den Ort feierte die Freiwillige Feuerwehr Kochel am Sonntag ihr 125-jähriges Bestehen. Der Tag war der Höhepunkt einer mehrtägigen Geburtstagsfeier, an der hunderte Menschen teilnahmen.

Kochel am See „Retten, löschen, bergen, schützen“: Seit 125 Jahren sind das die Leitworte, nach denen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kochel handeln – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr und mitunter unter Gefährdung des eigenen Lebens. Für diese Arbeit zollten am gestrigen Sonntag zahlreiche Festredner aus Politik und Gesellschaft der Feuerwehr Kochel ihren Respekt und drückten ihre Dankbarkeit aus für deren hohes ehrenamtliches Engagement.

So würdigte etwa Kreisbrandrat Alfred Schmeide die Feuerwehr als „Motor der Gesellschaft und der Gemeinde“. Die Wehr sei eine „unverzichtbare Hilfsorganisation“, die aber von den Menschen lebe, die bereit seien, sich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen.

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Auf dem Festplatz gab es auch historische Geräte zu besichtigen. Das ist die erste Kochler Feuerwehrleiter, gebaut zwischen 1912 und 1914. © P. Staar

Das betonte auch Kommandant Hubert Resenberger: In der 125-jährigen Geschichte der Feuerwehr Kochel habe es schon immer Gaffer an Unfallorten und Naturkatastrophen gegeben, sagte Resenberger angesichts der aktuellen Debatte um aggressive Schaulustige. Aber es habe auch schon immer hilfsbereite Menschen gegeben. Und diese Menschen, die helfen wollen, „sind die Wichtigsten“.

Kochels Bürgermeister Thomas Holz lobte als Schirmherr der Jubiläumsfeierlichkeiten die immense Einsatzbereitschaft der Freiwilligen. Landrat Josef Niedermeier würdigte den „bemerkenswerten Zusammenhalt“ der Truppe. Wie wichtig ihre Feuerwehr ihnen ist, das zeigten viele Kochler durch ihre Teilnahme am Festgottesdienst an der Seepromenade. Dass so viele Bürger gekommen waren, das sei „ein Zeichen für den Zusammenhalt in unserer Gemeinde und für die Wertschätzung gegenüber der Feuerwehr“, freute sich Holz.

Rund 550 Mitglieder von umliegenden Feuerwehren sowie zahlreiche Ortsvereine hatten sich laut Michael Sziedat, dem Vorsitzenden des Kochler Feuerwehrvereins, am Kirchenzug und dem anschließenden Festzug beteiligt. Darunter waren zum Beispiel die Wehren aus Bichl, Bad Tölz, Jachenau und Walchensee sowie Mitglieder des Kochler Trachtenvereins oder der Gebirgsschützen.

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Pater Heiner Heim, der zusammen mit dem evangelischen Geistlichen Matthias Binder und Diakon Georg Meigel den Gottesdienst zelebrierte, würdigte die Floriansjünger für ihre aufopferungsvolle Arbeit und die Bereitschaft, Menschenleben zu retten. „Wenn die Sirene ertönt, dann handelt Ihr. Dann geht es nicht um eigene Interessen, sondern um den Nächsten.“

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Michael Sziedat zog schon einmal eine rundum positive Bilanz der dreitägigen Feierlichkeiten. „Wir sind sehr zufrieden. Es war ein würdiges Fest.“ (Franziska Seliger)

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