Amtsgericht 

Vier Bier zu viel: Autofahrt in Kochel mit ernsten Folgen

Welche ernsten Folgen eine betrunkene Autofahrt haben kann, demonstrierte nun ein junger Mann. Er hatte in Kochel am See einen Unfall verursacht.

Kochel am See – Die Reue klang glaubwürdig: „Das war mir eine Lehre, das wird nie mehr vorkommen“, sagte ein 23-jähriger Handwerker, der jetzt vor dem Wolfratshauser Amtsgericht stand. Er hatte auf der B 11 in Kochel am See betrunken einen folgenschweren Verkehrsunfall verursacht. Richter Helmut Berger verurteilte ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs zu einer Geldstrafe in Höhe von 3600 Euro.

Am 30. Juni war der junge Mann angetrunken am Steuer gesessen. Laut Anklageschrift erkannte der Angeklagte an jenem Freitagabend zu spät, dass ein 65-jähriger Mann aus Kochel in den Ortsteil Pessenbach abbiegen wollte und die Geschwindigkeit stark verringerte. Die Folge: Der Bad Kohlgruber prallte mit hohem Tempo ins Heck des Kochlers. Die Wucht des Aufpralls schleuderte den Wagen des 65-Jährigen rechts von der Straße. Er durchbrach einen Holzzaun und überfuhr einen Stromkasten.

Die Polizei stellte bei dem 23-Jährigen, der den Unfall verursacht hatte, einen Alkoholwert von 1,26 Promille fest. Beide Fahrer erlitten ein „Hochrasanztrauma“ und mussten in die Murnauer Unfallklinik gebracht werden. An den Fahrzeugen und am Stromkasten entstand ein Sachschaden von insgesamt 9500 Euro.

Im nun folgenden Schnellverfahren räumte der Angeklagte seine Schuld ein. „Das stimmt so. Ich bin nach der Arbeit noch mit Kollegen im Brotzeitraum zusammengesessen und habe dabei innerhalb von zweieinhalb Stunden vier Bier getrunken“, gestand der Handwerker. Danach wollte er den 32 Kilometer langen Heimweg mit seinem Auto zurücklegen.

Die Staatsanwältin forderte aufgrund des hohen Schadens und der langen Fahrtstrecke eine Geldstrafe von 4200 Euro und einen elfmonatigen Führerscheinentzug. Richter Helmut Berger reduzierte das Strafmaß geringfügig. Der junge Mann muss neben der Geldstrafe noch neun weitere Monate auf den Führerschein verzichten.

Peter Herrmann  

Rubriklistenbild: © KEYSTONE

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