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Kein Durchkommen: An schönen Sommertagen stauen sich die Autos auf der Walchensee-Süduferstraße. 

Vorstellung im Gemeinderat Kochel

Walchensee-Konzept nimmt Fahrt auf

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Ein Leitsystem, zusätzliche Parkplätze und ein Radweg von Urfeld nach Walchensee: Das sind einige wichtige Punkte im neuen Walchensee-Konzept

Kochel am See/Walchensee – Die Arbeit am Walchensee-Konzept hat Fahrt aufgenommen. Neben den ersten Zahlen einer Verkehrsanalyse sind bei einem Spitzengespräch mit Innenstaatssekretär Gerhard Eck weitere Schritte erarbeitet worden, die zeitnah umgesetzt werden sollen, berichtete Thomas Holz in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Nach Angaben des Kochler Bürgermeisters ist demnach ein Parkleitsystem in Planung. Das sei möglich, weil die Bayerischen Staatsforsten auf ihre Kosten ein Magnetabnehmersystem an der Mautstraße am Walchensee-Südufer einbauen wollen. „Damit wissen wir dann zu jeder Zeit Bescheid, wie viele Autos an schönen Tagen in dem Gebiet unterwegs sind“, sagte Holz.

Diese elektronische Zählung könne an Spitzentagen die Kontrolle des ruhenden Verkehrs unterstützen. Wenn mehr Autos in dem Gebiet unterwegs seien, als es dafür Parkplätze gebe, müsse man über ein zeitliches Durchfahrtsverbot reden.

Die Pläne der Staatsforsten sehen außerdem vor, dass im Bereich der Mautstellen zusätzliche Parkplätze angelegt werden sollen. Die Kontrollhäuschen, an denen die Mautgebühr einkassiert wird, sollen sowohl in der Jachenau als auch bei Einsiedl weiter in Richtung See verlegt werden. Damit könnten Rückstaus beispielsweise auf die Bundesstraße 11 vermieden werden. Die Mautstellen sollen zudem in die Straßenmitte gesetzt werden, um so die Abwicklung des Bezahlvorgangs zu beschleunigen.

Nachgedacht werde außerdem über beschrankte Ausweichparkplätze, beispielsweise am ehemaligen Nachtparkplatz in Jachenau. Dafür müssten aber erst die detaillierten Bauanträge gestellt werden. Allen sei klar, „dass wir uns hier in einem sehr sensiblen Bereich befinden“. Die in jedem Fall notwendige naturschutzfachliche Prüfung „dürfte vermutlich lange dauern“.

Erste Prüfungen gibt es laut Holz auch für ein weiteres engagiertes Vorhaben: Zwischen Urfeld und Walchensee soll ein kombinierter Fuß- und Radweg gebaut werden. Das würde eine höhere Sicherheit für die vielen Radler am Seeufer gewährleisten und es würde zu einem Lückenschluss für den Radweg am Walchensee führen. „Der Radweg-Bau ist nicht ausgeschlossen“, sagte Holz. Aber die Kosten dürften in einer Dimension liegen, „die die baldige Verwirklichung bremsen“. Die notwendige Verbreiterung der Uferstraße sei nämlich an vielen engen Stellen neben den Felsen nur mit Stützwänden und Pfostenkonstruktionen möglich.

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Kurzfristige Verbesserungen erhofft sich Thomas Holz mit der Einstellung der Walchensee-Ranger. Deren Einsatz ist mit der denkbar knappen Entscheidung für den Landkreis-Haushalt 2020 gesichert. Der Kochler CSU-Bürgermeister hatte in der Kreistagssitzung vergangene Woche nicht mit seiner Fraktion gestimmt, die den Haushalt ablehnen wollte (wir haben berichtet). Für die Walchensee-Ranger gibt es laut Holz bereits die ersten Initiativ-Bewerbungen.  

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