Unfallflucht? Leblose Person auf A9 gefunden: Ermittlungen sorgen für Mega-Stau im Berufsverkehr

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Zahlreiche Helfer der Wasserwachten aus der Region beteiligten sich am Wochenende an der Suche nach dem vermissten Taucher.

Suche lief seit dem 27. Juli 

Vermisster Taucher im Walchensee: Leichnam geborgen

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    Christiane Mühlbauer
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Im Walchensee wurde seit dem 27. Juli ein Taucher (52) aus dem Landkreis Erding vermisst. Am Sonntag wurde sein Leichnam geborgen.

Update vom 11. August: Der Leichnam des 52-Jährigen aus dem Landkreis Erding wurde an diesem Sonntag aus dem Walchensee geborgen. Der Mann wurde seit einem Tauchgang mit zwei Freunden am 27. Juli vermisst. Beim Auftauchen hatten sich die Männer in einer Tiefe von 90 Metern aus den Augen verloren. Unverzüglich wurden danach Suchmaßnahmen mit Booten und Tauchern der Wasserwachten sowie mit Hilfe eines Polizeihubschraubers eingeleitet, blieben aber zunächst erfolglos. 

Bei etlichen Tauchgängen der Tauchergruppe der Bayerischen Bereitschaftspolizei, auch mit Hilfe von entsprechenden Gerätschaften, konnte der Vermisste bis zum 10. August nicht im See gefunden werden. 

Richard Große startete beim Allgäu-Panorama-Marathon als Läufer. Der 30-Jährige kam jedoch nie ins Ziel, nun gilt er als vermisst. Auch die Polizei sucht nach ihm.

Vermisster im Walchensee: Taucher entdeckt den Toten

Dann wurde der Körper des Tauchers von einem anderen Taucher in einer Tiefe von etwa 70 Metern im nördlichen Teil des Walchensees gesehen.

Die Spezialisten der Tauchergruppe organisierten für den heutigen Sonntagmorgen die Bergungsaktion und gegen 12.45 Uhr konnte der Leichnam aus dem See an Land gebracht werden. Angehörige identifizierten den Toten zweifelsfrei als den vermissten 52-Jährigen und hatten die Möglichkeit Abschied zu nehmen.

Update vom 6. August, 9.45 Uhr: Wegen des schlechten Wetters und des anhaltenden Regens kann der Tauchroboter der Polizei am Dienstag nicht zur Suche nach dem Vermissten im Walchensee eingesetzt werden. Die Aktion wurde abgebrochen. Ein neuer Anlauf soll nun am kommenden Montag, 12. August, unternommen werden.

Update, 5. August, 12.08 Uhr:  Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei München haben am Sonntag die Suche nach dem Vermissten mithilfe eines Roboters wieder aufgenommen. Man geht mittlerweile davon aus, dass der Mann tot ist. Der Roboter taucht bis in eine Tiefe von 140 Metern, berichtet Steffen Wiedemann, Leiter der Kochler Polizei. Gesucht werde auch heute und am morgigen Dienstag. Die Beamten haben das Gelände an der sogenannten Galerie in Sektoren unterteilt und suchen hier gezielt, so Wiedemann. Bleibe die Suche erfolglos, wolle man in der zweiten Wochenhälfte noch mit Polizeitauchern an einigen bestimmten Stellen bis zu 30 Meter tief suchen, so Wiedemann: „Die Kollegen legen großes Engagement an den Tag, um den Vermissten zu finden“, lobt der Dienststellenleiter. Im Bereich der Galerie ist es felsig und steil. 

Update, 31. Juli, 16.15 Uhr: Die Suche nach dem vermissten Taucher ging auch am Mittwoch ohne Ergebnis zu Ende. Das berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern. Man suchte das Gelände an der sogenannten „Galerie“ rasterartig ab. Dort verloren sich die Männer unter Wasser am Samstag aus den Augen. Die Polizei geht von einem tragischen Unglück aus. Wegen eines anderen Einsatzes wird der Tauchroboter erst wieder am Samstag an den Walchensee kommen, so die Polizei. 
Update, 31. Juli, 11.30 Uhr:  Polizisten der Bereitschaftspolizei München suchen am heutigen Mittwoch per Roboter im Walchensee weiter nach dem vermissten Taucher. Nach Auskunft des Polizeipräsidiums Rosenheim kann der Tauchroboter auf bis zu 120 Meter und tiefer gehen. Die drei Männer, von denen wie berichtet einer nicht wieder an die Oberfläche kam, wollten am Samstag bis in diese Tiefe gehen und verloren sich bei etwa 90 Metern aus den Augen. Gesucht wird im Bereich der „Galerie“, wo sich die Taucher aufhielten. Die Suche werde dann auf den Umkreis ausgedehnt, berichtet Polizei-Pressesprecherin Carolin Hohensinn. Der Walchensee ist rund 190 Meter tief. Der Roboter wird von einem Boot aus von den Beamten gesteuert. 

Update, 30. Juli, 17.38 Uhr: Die Suche nach dem vermissten Taucher im Walchensee ist auch am Dienstag weitergegangen. Mit einem speziellen Roboter suchten Beamte der Bereitschaftspolizei München mehrere Stunden lang im Bereich der „Galerie“. Bei Redaktionsschluss dauerte diese Suche noch an. „Wenn es erforderlich ist, geht die Suche auch am Mittwoch weiter“, berichtet Florian Bürding, Kreisvorsitzender der Wasserwacht im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Wie berichtet wird seit Samstag ein 52 Jahre alter Tieftaucher aus dem Kreis Erding vermisst. Er war mit zwei Kameraden unterwegs. In einer Tiefe von 90 Metern verloren sie sich aus den Augen. Die Polizei geht von einem Unglück aus. Deshalb versuchten drei speziell geschulte Leichensuchhunde am Montag, auf dem See eine Witterung aufzunehmen. „Im Bereich der Galerie wird jetzt rastermäßig alles abgesucht“, berichtet Bürding. 

Update, 29. Juli, 17.35 Uhr: Für den geplanten Einsatz des Tauchroboters war das Wetter am Montag einfach zu schlecht. Allerdings war die Walchenseer Wasserwacht mit dem Boot und Leichenspürhunden der Polizei auf dem See unterwegs. Letztlich habe sich am bereits am Sonntag abgesteckten Suchgebiet aber nichts geändert, sagt Florian Bürding, Einsatzleiter der Wasserwacht und deren Kreisvorsitzender. Die durch den Hundeeinsatz gewonnenen Erkenntnisse haben nun zur Folge, dass am Dienstag der Tauchroboter der Polizei an der Galerie zum Einsatz kommt. In den Vormittagsstunden soll mit der Suche dort begonnen werden. 

Auch Leichenspürhunde kamen bei der Suche auf dem See schon zum Einsatz.

 

Update, 29. Juli, 10.30 Uhr: Eigentlich sollte die Suche nach dem vermissten Taucher am Montag fortgesetzt werden. Allerdings macht das Wetter den Rettern einen Strich durch durch die Rechnung. „Das Wetter lässt einen weiteren Einsatz derzeit nicht zu“, sagt Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, auf Anfrage. Eine Suche in 120 Metern Tiefe sei im Moment einfach nicht möglich. „Wir müssen hier auch immer das Risiko für die Suchkräfte abwägen“, sagt Thalmeier. Am vergangenen Wochenende seien im Prinzip alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden, um den Mann zu finden. „Wie im hochalpinen Bereich sind uns auch hier irgendwann Grenzen gesetzt.“ Jetzt warte man auf eine Wetterbesserung, dann entscheide man über das weitere Vorgehen.

Update, 28. Juli, 16.37 Uhr: Wie die Polizei berichtet, war der Mann am Samstagmittag mit zwei Kameraden zu einem Tauchgang in den See gestiegen. Die drei Männer – die beiden anderen stammen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck sowie aus Baden-Württemberg – waren nicht zum ersten Mal am Walchensee und gelten als erfahrene Tieftaucher. Entsprechend gut war auch ihre Ausrüstung. Laut Polizei wollten sie im Bereich der „Galerie“ für zwei Stunden auf maximal 120 Meter abtauchen. Beim Auftauchen verloren sich die Männer in einer Tiefe von 90 Metern aus den Augen. Warum, ist unklar. Als der 52-Jährige nicht an die Oberfläche zurückkehrte, verständigten seine Kameraden gegen 15.20 Uhr die Rettungskräfte. 

Wasserwachten aus der ganzen Region im Einsatz

Diese leiteten unverzüglich eine Suche mit Booten und Tauchern ein. Beteiligt waren am Wochenende die Wasserwachten aus Walchensee, Niedernach, Garmisch-Partenkirchen, Uffing und Krün. Auch die Tauchergruppe der Feuerwehr Wolfratshausen eilte an den See, zudem waren Polizei, BRK und Notarzt präsent. Am Sonntagvormittag half noch ein Hubschrauber-Team bei der Suche, berichtet der Walchenseer Wasserwacht-Chef Alois Grünwald. Außerdem kamen Tauch-Kameraden der drei Männer, um die Rettungskräfte zu unterstützen. 

Bewegungsprofil unter Wasser analysiert

Man konnte analysieren, wo sich die drei Sportler unter Wasser aufgehalten hatten. „Diesen Bereich haben wir sukzessive abgesucht“, berichtet Florian Bürding, Einsatzleiter der Wasserwachten und Kreisvorsitzender der Wasserwacht im Landkreis.. Aufgeteilt in mehrere Trupps, wurde bis zu einer Tiefe von 20 Metern alles untersucht. Einsätze solcher Art seien auch für die Rettungstaucher, die jeweils von Sicherheitstauchern begleitet werden, eine Herausforderung. Sie dürften auf maximal 30 Meter Tiefe gehen, aber nur im Rettungsfall, berichtet Bürding. 

Polizei: Rettungsmaßnahmen „äußerst schwierig“

„Die Maßnahmen gestalteten sich aufgrund der Tiefe und der Strömungen im Walchensee äußerst schwierig“, sagte Jürgen Thalmeier, Sprecher des Polizeipräsidiums in Rosenheim, am Sonntag. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag musste der Einsatz nach stundenlanger Suche ergebnislos beendet werden. „Wir haben alles getan, was möglich ist“, sagt Bürding. 

Am Montag kommt ein Roboter - und Hunde

Am Montag wird die Suche mit einem Tauchroboter der Bereitschaftspolizei München fortgesetzt, berichtet der Kochler Polizeichef Steffen Wiedemann. „Wir gehen von einem tragischen Unfall aus und befürchten, dass der Mann gestorben ist“, sagt Wiedemann. Deshalb kommen am Montag auch speziell geschulte Leichensuchhunde aus ganz Bayern an den See. Laut Wiedemann können sie feinste Spuren von Verwesungsgeruch auf dem Wasser aufnehmen. Eine Herausforderung sei freilich die Tiefe des Sees. Der Walchensee ist 190 Meter tief. 

Angehörige und Freunde des Vermissten wurden durch das Kriseninterventionsteam (KIT) vor Ort betreut.

Update, 12.02 Uhr: Laut dem Polizeipräsidium Oberbayern gestaltet sich die Suche mehr als schwierig: „Die Maßnahmen gestalten sich aufgrund der Tiefe und Strömungen im Walchensee äußerst schwierig und werden mit entsprechender technischer und personeller Unterstützung fortgesetzt. Angehörige und Freunde wurden durch das Kriseninterventionsteam (KIT) vor Ort betreut.“

Großeinsatz am Walchensee: Vermisster stammt aus Landkreis Erding

Die Taucher gingen auf eine Tiefe von 120 Metern hinunter. Beim Auftauchen verloren sich die Männer bei etwa 90 Metern Tiefe aus den Augen. Als der 52-Jährige nicht an die Oberfläche zurückkehrte, verständigten seine Begleiter den Notruf und die Rettungskette wurde in Gang gesetzt.

Der Vermisste stammt aus dem Landkreis Erding.

Erstmeldung von 10.33 Uhr

Walchensee - Dutzende Rettungskräfte suchen derzeit im Walchensee nach einem Taucher. Dieser wird seit Samstag vermisst. Wie Alois Grünwald, Leiter der Wasserwacht Walchensee, berichtet, kam der Notruf am Samstagnachmittag. Nach derzeitigem Kenntnisstand waren drei Männer, alles erfahrene Taucher, mit einer Spezialausrüstung im See unterwegs, um tief tauchen zu können. 

Unter Wasser entfernte sich einer der Männer von den anderen beiden. Als dieser später zum vereinbarten Zeitpunkt nicht erschien, schlugen die beiden Kameraden Alarm.

Taucher im Walchensee vermisst - Suche dauert an

Lagebesprechung am See: Der Vermisste wurde im Bereich der Galerie letztmals gesehen. Der Walchensee ist mit 190 Metern Tiefe einer der tiefsten Alpenseen.

Die drei Männer tauchten im Bereich der Galerie. Schon am Samstagnachmittag war die Wasserwacht dort mit ihren Tauchern unterwegs. Der Vermisste wurde jedoch nicht gefunden.

Seit Sonntagvormittag wird die Suche fortgesetzt. Vor Ort sind die Wasserwachten aus Walchensee, Niedernach, Garmisch-Partenkirchen, Uffing und Krün. Auch die Tauchergruppe der Feuerwehr Wolfratshausen hilft mit. Zudem sind weitere Kameraden des Vermissten zum Walchensee gekommen, um ebenfalls zu suchen. 

Heute Vormittag flog ein Polizeihubschrauber über den See, doch auch dessen Besatzung konnte den Vermissten nicht ausfindig machen. Das BRK ist mit zwei Rettungswägen und einem Notarzt derzeit am See.

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Bei einem Badesee im Landkreis Aschaffenburg ist ein 26-Jähriger ertrunken - seine Freunde versuchten noch ihn zu retten.

Die 12-jährige Aaliyah S. aus Ennepetal in Nordrhein-Westfalen wird seit fast zwei Wochen vermisst. Von ihr fehlt jede Spur.

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