Mit Hubschrauber und Einsatzfahrzeug war die Kochler Bergwacht am Herzogstand vor Ort.
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Mit Hubschrauber und Einsatzfahrzeug war die Kochler Bergwacht am Herzogstand vor Ort.

Ausflügler in der Dämmerung unterwegs

Wanderer halten Bergwacht auf Trab: Drei Einsätze zur selben Zeit am Herzogstand

  • Alois Ostler
    vonAlois Ostler
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Alle Hände voll zu tun hatte die Kochler Bergwacht an den schönen Spätherbsttagen.

  • Das schöne Wetter lockte in den vergangenen Tagen zahlreiche Ausflügler ins Loisachtal
  • Die Bergwacht Kochel hatte teilweise zeitgleich Einsätze zu bewerkstelligen
  • Die Zusammenarbeit mit den Hubschrauberteams funktionierte bestens

Kochel am See/Walchensee – Vor allem am vergangenen Wochenende ging es Schlag auf Schlag, berichtet Bereitschaftsleiter Toni Geiger zusammenfassend. So zog sich ein Wanderer am Sonntag beim Abstieg von der Jocher-Alm eine Knöchelverletzung zu. Die Bergretter rückten in zwei Gruppen aus – zum einen mit dem Einsatzfahrzeug von Sachenbach hinauf zur Unfallstelle und zum anderen als Begleiter im Rettungshubschrauber. Nach der medizinischen Versorgung des Patienten durch die Helikopter-Crew wurde der Verletzte mittels Winde in den Hubschrauber aufgenommen und dann ins Krankenhaus geflogen.

Schon am Samstag sind die Helfer ins Schwitzen gekommen, als drei Rettungseinsätze parallel zu bewältigen waren. Zunächst hatte sich eine Familie aus dem Raum München bei einer Wanderung von Walchensee zur Deiningsbachschlucht verstiegen. Die Eltern und ihre beiden Kinder hatten in einem Absturzgelände neben dem Bach schließlich einen Notruf abgesetzt, berichtet Bereitschaftsleiter Geiger. Auch hier teilten sich die Retter auf und kamen sowohl zu Fuß als auch mit dem Hubschrauber zur Einsatzstelle. Von dort wurde das Quartett dann mit der Winde in den Rettungshubschrauber aufgeseilt und zurück nach Walchensee geflogen.

Zur selben Zeit waren zwei weitere Bergretter mit einem anderen Rettungshubschrauber im Bereich des Herzogstands gelandet. Dort hatte sich eine Frau auf dem Wanderweg H2 zwischen Herzogstandbahn-Talstation und Herzogstandhaus auf Höhe des Wasserfalls eine Knöchelverletzung zugezogen. Die Retter wurden am Einsatzort abgeseilt und versorgten die Verletzte, die dann vom Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurde.

Währenddessen war ein dritter Einsatz zu bewältigen. Auch dabei handelte es sich laut Geiger um eine Knöchelverletzung, die sich eine 36-jährige Frau direkt vor dem Herzogstandhaus zugezogen hatte. Zwei Bergwachtmänner fuhren mit dem Einsatzfahrzeug zum Haus versorgten die Verletzte und brachten sie dann ins Tal.

Für alle Einsätze liegen geübte und standardisierte Abläufe vor, sagt Toni Geiger. „Deshalb bekommen wir alle Einsätze gebacken – selbst wenn es mal mehr sind.“ Auch die Zusammenarbeit mit den Hubschrauberbesatzungen habe reibungslos funktioniert, versichert der Bereitschaftsleiter. Dass bei allen Einsätzen die Corona-Schutzmaßnahmen zu beachten sind, habe man ebenfalls professionell im Griff.

Und auch das hält die Bergwacht laut Geiger in diesen Tagen auf Trab: „Viele Bergwanderer sind schon ganz früh am Morgen unterwegs – und sehr viele auch noch nach Sonnenuntergang.“ Zwei Alarmierungen erfolgten demnach wegen Lichtzeichen am Berg, die Anwohner im Tal bemerkt hatten. „Wir schauen uns das an, und entscheiden, ob wir ausrücken müssen“, sagt Geiger. Ein Abstieg von Wanderern mit Stirnlampen sei eindeutig von Notsignalen zu unterscheiden.

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