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Ein eigener Sanitätsraum sowie Lagerplatz fürs Material inklusive Umkleide werden in dem Anbau untergebracht. 

„Willy Mayer Rettungsstation“ wird vergrößert

Mehr Platz für die Walchenseer Retter

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Freude in Walchensee: Jetzt liegt die Genehmigung vor, die Wasserwacht-Hütte erweitern zu können. Die Ehrenamtlichen brauchen für die Fertigstellung allerdings noch Spenden.

Walchensee– 37 Jahre ist sie alt, die „Willy Mayer Rettungsstation“ am Seeufer. 1981 wurde sie eingeweiht, seither hat sich baulich nichts verändert. „Sie erfüllt leider schon lange nicht mehr die heutigen Vorschriften und Ansprüche an eine moderne Wasserrettungsstation“, sagt Lisa Grünwald von der Wasserwacht.

Seit vielen Jahren bemühen sich die Ehrenamtlichen um einen dringend notwendigen Erweiterungsbau. Derzeit steht die Sanitätsliege neben der Brotzeitecke, und Neoprenanzüge, Rettungswesten, Tauchausrüstungen und Schuhe stapeln sich in einer Mini-Küche. Deshalb war die Freude groß, als im Spätwinter das Tölzer Landratsamt grünes Licht für den Erweiterungsbau gab. Die Pläne sind schon lange vorbereitet.

Ende April wurde mit dem Bau begonnen. Der Anbau ist 40 Quadratmeter groß. Das eine Zimmer wird ein Sanitätsraum, das andere ein Material- und Umkleideraum. „Dann können wir unsere Ausrüstung endlich sachgemäß lagern und trocknen, ähnlich wie das Feuerwehrleute benötigen“, freut sich Grünwald.

Die rund 20 Aktiven engagieren sich nicht nur bei der Wasserwacht, sondern zehn von ihnen sind auch die sogenannten „Helfer vor Ort“ – beides ehrenamtlich. Die Männer und Frauen sind an allen Tagen rund um die Uhr einsatzbereit, wenn etwas passiert ist, egal, ob zu Wasser oder auf dem Land. Ohne die „Helfer vor Ort“ (HvO) müssten erkrankte oder verunglückte Personen im entlegenen Walchenseegebiet, auch im häuslichen Bereich, auf das Eintreffen des regulären Rettungsdienstes zirka 15 Minuten warten. Das HvO-Team besteht unter anderem aus ausgebildeten Notfallsanitätern und einem Notarzt. Sie alle engagieren sich noch zusätzlich in ihrer Freizeit am Walchensee, ihrer Heimatgemeinde. Eine Aufwandsentschädigung oder gar ein Gehalt erhalten sie dafür nicht.

Durch den steigenden Tourismus am See steigt auch die Zahl der Rettungseinsätze. Die Wasserwacht hat pro Jahr durchschnittlich 130 Einsätze. Dazu zählen natürlich auch Menschen, die am Ufer Hilfe brauchen, etwa nach Stürzen. „Einen eigenen Sanitätsraum zu haben, wo man mal die Tür zumachen kann, ist sehr wichtig für uns“, sagt Lisa Grünwald.

Der Anbau soll „so schnell wie möglich fertig sein“, sagt sie. „Einiges können wir selbst machen, für manches brauchen wir aber Handwerker.“ Die Bauarbeiten geschehen während des laufenden Betriebs. Die Gesamtkosten belaufen sich auf schätzungsweise 60 000 Euro. Weil die Ehrenamtlichen keine staatlichen Zuschüsse bekommen, sind sie auf Spenden angewiesen. „Wir müssen uns zu 100 Prozent selbst finanzieren, inklusive Benzin fürs Rettungsboot und Einsatzkleidung“, sagt Grünwald. Deshalb sei man auf die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden dringend angewiesen. „Wir freuen uns, wenn uns möglichst viele Menschen unterstützen.“

Spendenkonto: Kontoverbindung: BRK Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen, IBAN: DE13 7005 4306 0000 0012 22. Ganz wichtig ist die Angabe des Verwendungszwecks – denn nur so kommt das Geld bei der Wasserwacht Walchensee an. Deshalb bitte eintragen: „Spende Anbau Wasserwacht Walchensee“.

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