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Aufnahme vom Drehtag in Kochel: Campingplatz-Betreiber Alois Perkmann (li.) mit seinem Sohn Benedikt (re.) sowie Starkoch Mike Süsser. 

Sendung auf Kabel eins

Wo ist der beste Campingplatz? Kochler  und Lenggrieser bei „Mein Lokal, dein Lokal“ dabei

  • Patrick Staar
    vonPatrick Staar
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Daumen drücken heißt es für Alois Perkmann aus Kochel. Der Inhaber vom Campingplatz am Kesselberg ist auf Kabel eins in der Camping-Woche der Reihe „Mein Lokal, dein Lokal“ am Start. Ebenfalls mit dabei: Hans Probst und sein Lenggrieser Bergcamping.

Kochel am See/Lenggries – Alois Perkmann war völlig von den Socken, als er Anfang Februar einen Anruf des Senders „Kabel eins“ erhielt. Die Fernsehleute wollten ihn für die Camping-Woche in der Reihe „Mein Lokal, dein Lokal“ in der Region Oberbayern und Tirol gewinnen. Perkmann sagte nach Kurzem Überlegen zu, überstand ein Vorauswahlverfahren – und bekam schon eine Woche später die gute Nachricht: Sein „Campingplatz Kesselberg“ hat sich qualifiziert.

Die fünf Folgen, in denen Campingplatz-Betreiber gegeneinander antreten, sind vom heutigen Montag bis kommenden Freitag jeweils ab 17.55 Uhr bei Kabel eins zu sehen.

„Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass das so anstrengend ist“, gibt Perkmann zu. „Trotzdem war es eine ganz tolle Erfahrung mit fairen Kollegen, die ich nicht missen möchte.“

Bewertung für Service, Sauberkeit, Gastronomie, Wohlfühl-Faktor und die Übernachtung

„Mein Lokal, dein Lokal“ ist eine seit 2013 laufende Doku-Soap auf Kabel eins. Bei der nun gedrehten verwandten Challenge „Mein Campingplatz, dein Campingplatz“ treten fünf Betreiber gegeneinander an. Die Teilnehmer prüfen die Campingplätze ihrer Rivalen kritisch. Sie bewerten die Kategorien Service, Sauberkeit, Gastronomie, Wohlfühl-Faktor und die Übernachtung mit jeweils bis zu zehn Punkten. Der am höchsten bewertete Platz gewinnt.

Für Perkmann kam die Nachricht, dass er teilnehmen darf, völlig überraschend. „Ich hab’ nichts gewusst, es war schon eine ziemliche Geheimniskrämerei“, sagt der 61-Jährige. Erst am Tag eins der Woche lernten sich die fünf teilnehmenden Campingplatz-Betreiber gegenseitig kennen und erfuhren die Reihenfolge der Drehtage. Perkmann war überhaupt nicht vorbereitet: „Wir hatten zur anvisierten Zeit noch eine Baustelle. Die gesamte Spülbecken-Anlage wurde gerade für die neue Saison ausgetauscht.“ Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten betreibe er auch kein Wintercamping: „Die anderen Campingplätze sind eine ganz andere Hausnummer, da arbeiten vier bis sieben Köche. Die hatten teilweise Après-Ski, da war die Hölle los.“ Perkmann ist hingegen ein Einzelkämpfer: „Daher war ich ganz schön nervös.“

Bereits am zweiten Tag durfte er für den Kochbuchautor und Fernsehkoch Mike Süsser probekochen, was nicht so ganz einfach war: „An dem Tag hat es geschüttet. Ich habe einen großen Grill, da hat es waagrecht reingeregnet.“

Siebenköpfiges Fernsehteam in der kleinen Küche

Insgesamt sei es ein „Riesen-Aufwand“ gewesen. Er sei jeden Tag 16 bis 20 Stunden auf den Beinen gewesen. In seiner kleinen Küche habe sich ein siebenköpfiges Fernsehteam gedrängelt: „Das war schon eine Herausforderung.“ Zugleich sei aber gerade die Begegnung mit Süsser eine Bereicherung gewesen: „Ich habe viel gelernt und erfahren, was ich besser machen kann, aber auch was ich gut gemacht habe.“ Insgesamt sei der Fernsehkoch recht zufrieden gewesen: „Ich hoffe, das kommt bei der gesendeten Kritik auch so rüber.“ An den folgenden Drehtagen ging es zu weiteren Campingplätzen, die alle mit fünf Sternen ausgezeichnet sind: Nach Kössen und Fieberbrunn in Tirol sowie nach Berchtesgaden.

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Wer gewonnen hat, dürfe er natürlich noch nicht verraten, sagt Perkmann. Er habe nichts zu verlieren: „Die Fernsehzuschauer müssen für sich selbst entscheiden: Brauchen sie einen Fünf-Sterne Campingplatz oder wollen sie einen naturbelassenen Platz am See?“

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Zwei Tage nach dem Dreh wurden wegen der Corona-Pandemie die Grenzen geschlossen, sagt Perkmann, „und es begann die bis jetzt schwerste Zeit für uns Campingplatz-Betreiber“. Perkmann stammt eigentlich aus Südtirol und arbeitete 39 Jahre lang als Bäcker. Den Campingplatz Kesselberg kennt er seit 40 Jahren. Jahrzehntelang kam er immer wieder als Gast, und dann beschloss er, Betreiber zu werden: „Denn dieser Campingplatz ist einfach ein Traum.“

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Auftaktfolge kommt aus Lenggries

Die Auftaktfolge an diesem Montag, 25. Mai, bestreitet allerdings das Lenggrieser Bergcamping.  Gastgeber Hans Probst (44) begrüßt seine Mitstreiter auf dem 5100 Quadratmeter großen Areal. Im Preview-Clip auf Kabel eins wird der Platz etwas verwirrend als „Bergcamping am Tegernsee“ betitelt, tatsächlich liegt er aber  am Fuß des Braunecks. 

Vor etwa eineinhalb Jahren hat die Familie Probst den Platz eröffnet, der Stellplätze für Wohnmobile und Camper bietet, aber auch gemütliche Almhütten, in denen man übernachten kann. „Da alle unsere Gäste wiederkommen, kann es so verkehrt nicht sein“, sagt Probst über das Lenggrieser Angebot. 

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