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Am beliebten Walchensee gibt es 117 Nebenwohnsitze, das entspricht rund einem Viertel der Einwohner.

Zweitwohnungs-Verbot: Kochel bleibt am Ball

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Über Zweitwohnungen wird viel diskutiert - auch in Kochel. Dort will man sich Erfahrungen anderer Kommunen einholen.

Kochel am See/Walchensee – Die viel diskutierte Genehmigung von Zweitwohnungen in beliebten Urlaubsorten in Zeiten des Wohnraummangels (wir berichteten) bleibt für Kochel ein Thema. Wie Bürgermeister Thomas Holz mitteilt, will die Kochler Verwaltung Erfahrungen in anderen Gemeinden abfragen. Das wurde bei einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses beschlossen.

Berchtesgaden, Ruhpolding und Schönau haben bereits eine solche Satzung „zur Sicherung der Zweckbestimmung von Gebieten mit Fremdenverkehrsfunktion“ erlassen. Das heißt: Will jemand Wohnraum für eine Nebenwohnung zur Verfügung stellen, ist eine Genehmigung der Gemeinde notwendig. Grundlage hierfür sei eine Regelung im Bauge-setzbuch, so Holz. „Wir haben uns mit dieser Thematik intensiv beschäftigt“, sagt der Bürgermeister. Im gesamten Gemeindegebiet seien aktuell 279 Nebenwohnsitze gemeldet. Diese Anzahl stelle zwar im Verhältnis zu den Hauptwohnsitzen (4178) rund sieben Prozent dar und falle somit nicht signifikant hoch aus. „Allerdings ist zu berücksichtigen, dass hiervon allein 117 Nebenwohnsitze auf Walchensee entfallen“, sagt Holz. Demnach seien allein in Walchensee rund 42 Prozent der gesamten Nebenwohnsitze gemeldet und liegen im Verhältnis zu den Hauptwohnsitzen bei einem relativ hohen Anteil von 23,5 Prozent.

Dass sich die Zahl der Nebenwohnsitze in den vergangenen Jahren auf einem recht konstanten Niveau bewegt und keine nennenswerte Steigerung erfahren habe, war für die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses in der Diskussion ein wichtiger Aspekt. „Wir haben also hier keinen dringenden Handlungsbedarf“, sagt Holz. Deswegen soll jetzt die Zeit genutzt werden, Kontakt mit Kollegen aufzunehmen, in deren Verwaltung die Satzung zum Einsatz kommt. So sollen Erfahrungswerte abgefragt werden.

„Gerade im Bereich des Vollzugs sowie hinsichtlich der Wirkung sind hier einige spannende Fragen zu klären“, sagt Bürgermeister Thomas Holz, ein gelernter Jurist.

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