In Tiernahrung versteckt

Köder sollten Hunde und Katzen vergiften

Bad Tölz – Immer wieder legen gewissenlose Tierhasser vergiftete Köder in Form von Tiernahrung aus, um Hunde oder Katzen zu vergiften. In diesen Tagen wurden in Bad Tölz in der Gegend um den Kalvarienberg und in der Marktstraße wieder derlei Köder gefunden.

Elfi Littich rief verärgert in der Redaktion an, um von ihren Funden zu berichten. Gleichzeitig möchte sie Tierhalter, aber auch Eltern zu besonderer Vorsicht auffordern. „Von drei Bekannten habe ich gehört, dass bei ihnen vergiftete Würstel in Vorgärten geworfen wurden“, berichtet die Leserin aus Bad Tölz. Auch von zwei vergifteten Knödeln habe sie erfahren. Diese seien vor etwa zwei bis drei Wochen gefunden worden. „Das ist wahnsinnig gefährlich. Nicht nur für Hunde. Man weiß ja, dass kleine Kinder schnell mal was anfassen und dann die Finger in den Mund stecken“, warnt Littich.

Es gehe ihr gehörig gegen den Strich, dass Menschen so etwas machen, fügt sie hinzu. Für den Hund einer Freundin hatte dieses rücksichtslose Verhalten tödliche Folgen: Der 45 Kilo schwere „Richback“ fraß vor etwa acht Wochen am Isarweg Richtung Stausee wohl einen der ausgelegten Köder. „Dass er vergiftet wurde, hat ein Tierarzt bestätigt.“ Littich selbst sei mittlerweile soweit, „dass ich nicht mehr am Isarweg mit meinen Hunden spazieren gehe“. Sie fahre jetzt meistens nach Wackersberg, „da weiß ich, dass nichts passiert“.

Ihr Appell an Hundehalter und Eltern: „Bitte aufpassen.“ Darum bittet auch Stadträtin Camilla Plöckl. Auch sie hat von den vergifteten Ködern gehört und warnt davor.

Bei der Polizeiinspektion Bad Tölz indes sind noch keine Meldungen über vergiftete Köder für Kleintiere eingegangen. „Das gab es vor einigen Monaten ja schon mal, aber von aktuellen Vorfällen wissen wir nichts“, sagte der stellvertretende Leiter der Inspektion, Josef Mayr, auf Nachfrage unserer Zeitung.

ah

Rubriklistenbild: © dpa

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