Tausendsassa: Wolfgang Ramadan ist Musiker, Regisseur, Dichter und Veranstalter.

Künstlerpreis für Wolfgang Ramadan

„Einfach so...“ ein großes Talent

Bad Tölz - Der Münchner Künstlerkreis Kaleidoskop verleiht jedes Jahr seine Auszeichnung, den „Kaleidoskop- Teller“, an zwei Kunstschaffende für herausragende Leistungen. Einer der beiden Preisträger ist heuer der Musiker, Theaterregisseur und „Abo Tölz“-Veranstalter Wolfgang Ramadan.

Der Münchner Autor und Turmschreiber Werner Schlierf entdeckte schon früh Wolfgang Ramadans Talent und war sein erster Förderer. „Er verhalf mir zu Auftritten, empfahl mich bei Verlagen und wollte mich als jüngsten Poeten der Münchner Turmschreiber etablieren – was ich in meinem jugendlichen Leichtsinn aber ausschlug“, erzählt Ramadan und lacht. Jetzt, über 25 Jahre später, sorgten seine Aphorismen „Real Bairisch“ für Aufsehen und wurden zum Bestseller. Seine Lesereisen führten ihn an seine Wurzeln – zum Künstlerkreis Kaleidoskop. Anlässlich der Verleihung des Kaleidoskop-Tellers erscheinen Ramadans „Jugendsünden“ in einer Neuauflage.

 Ramadan stammt aus Icking und prägt auch das Kulturleben in Bad Tölz in vielfältiger Weise – sowohl vor als auch hinter der Bühne. Der 55-Jährige ist Veranstalter der erfolgreichen Reihe „Abo Tölz“. In Theaterkreisen erregte er zuletzt mit den (Freiluft-)Inszenierungen „Bussi Kathi“ und „Pension Nirvana“ überregional Aufsehen. Musikalisch steht der Ickinger unter anderem mit dem aus der Karibik stammenden Musiker Wally Warning auf der Bühne. Außerdem war er am erfolgreichen bayerischen Filmprojekt „Bavaria Vista Club“ beteiligt und half mit, die Dokumentation „München in Indien“ zu realisieren. Darin geht es um den Porträtmaler Hannes Fritz-München, der in den 1920er-Jahren der erste deutsche Hofmaler eines Maharadschas in Indien war. 

Die Laudatio hält kein Geringerer als der Ickinger Musiker und Kabarettist Josef Brustmann, der soeben mit dem Deutschen Kabarett-Preis ausgezeichnet worden ist. Dazu spielt Ramadan selbst in Auszügen „Einfach so...“ Und anlässlich der Preisverleihung erscheint die Neuauflage des Gedichtbandes und gleichnamigen Theaterstückes „Einfach so...“ mit dem Vorwort des Kaleidoskop-Gründers Werner Schlierf: „Wolfgang Ramadan ist ein großes Talent, ein echter bayerischer Dichter, und in seinen Gedichten spürt man den Musiker. Er ist urwüchsig, elementar und ohne Umschweife. Liebeslieder werden bei ihm nicht zum Pathos, sondern man nimmt sie ihm ab.“ 

Wolfgang Ramadan teilt sich den Preis heuer mit dem Kulturverein „Arche Noe“ aus Kufstein. Zu den bisherigen Kaleidoskop-Preisträgern gehören unter anderem Konstantin Wecker, Bruno Jonas und Gisela Schneeberger.

Infos zur Preisverleihung:

Der Festakt findet am 7. Dezember im Theater-Platz Wirtshaus am Hart (Sudetendeutsche Straße 40) in München statt. Der Eintritt ist frei. Es gibt nur noch wenige Restkarten. Reservierungen sind über Telefon 0 89/31 86 80 15 möglich. (müh/rd)

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