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Kulissen aus Isarwinkler Hand

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Eine mystische Grotte
           erschuf Toni Gerg für „Die Geschichte vomBrandner-Kaspar“.  
            Foto: me
Eine mystische Grotte erschuf Toni Gerg für „Die Geschichte vomBrandner-Kaspar“. Foto: me

Wenn „Die Geschichte vom Brandner Kaspar“ in den Kinos anläuft, wird sich das Augenmerk der Einheimischen auf die bekannten Drehorte richten.

Doch auch der Kulissenaufbau war in Isarwinkler Hand. Szenenbild: Anton Gerg – das wird im Nachspann des Films zu lesen sein. Der gebürtige Wegscheider Gerg betreibt bei Egling eine Schreinerei. Und „Die Geschichte vom Bradner Kaspar“ ist nicht der erste Ausflug ins Filmgeschaft für den 42-Jährigen.

„Ich habe zum Beispiel Wittenberg für den Luther-Film aufgebaut“, berichtet Gerg, der mit dem Regisseur Joseph Vilsmaier erstmals für dessen „Leo und Claire“ 1999 gearbeitet hat. Für „Die Geschichte vom Brandner Kaspar“ hatte es Gerg im vergangenen Herbst für Wochen auf die Scharnitzalmen verschlagen. Manchmal besuchten ihn Frau und Kind, sonst hätten sie ihren Vater wohl gar nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Mit zehn Zimmerern, vier Schreinern und einigen Bühnenbildnern verwandelte Toni Gerg die drei Almen in ein historisches Bergdorf. Es stellt den Heimatort des Brandner Kaspars dar, der im Film von Franz Xaver Kroetz gespielt wird. „Das Dorf hätte man so stehen lassen sollen“, schwärmen die Jachenauer noch heute.

Den Himmel stellte sich Regisseur Vilsmaier so gigantisch groß vor, dass selbst die größte Halle in den Bavaria-Filmstudios zu klein war. In einer alten Aluminium-Gießerei in Alt-Perlach wurde man dann fündig. „80 auf 40 Meter misst die Halle und ist zehn Meter hoch. So einen Riesenbau gibt es selten“, erklärte der Chef-Ausstatter am Rande einer Pressekonferenz, bei der sich der Boanl-Kramer alias Michael Bully Herbig „wie im Himmel fühlt“.

Kein Wunder, saß er doch direkt vor den vierzehn Stufen, die zum mit Efeu bewachsenen Himmelstor führen. Zehn aus Marmor und vier aus Gold – und letztendlich doch alles nur aus Sperrholz.

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