Routine sticht! Sechzig siegt dank Oldie-Toren bei Grünwalder-Rückkehr

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Sie laden ein zum Besuch der Jubiläumsausstellung (v. li.): Dirigent Alois Leichmann, Archivarin Manuela Strunz sowie Peter Gerg und Josef Kirchmayr neben der Vitrine mit historischen Instrumenten. 

175 Jahre Blaskapelle Lenggries

Mit Pauken und Trompeten ins Festjahr

Lenggries – Auf ein klingendes Jahr dürfen sich die Musikfreunde im Isarwinkel freuen: Die Lenggrieser Blaskapelle feiert heuer ihr 175-jähriges Bestehen. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres gibt es eine Geburtstags-Ausstellung in der Gäste-Info.

Die Vorbereitungen auf das Festjahr sind längst angelaufen. Bereits vor den Feiertagen haben die Musikanten mit der Lenggrieser Archivarin Manuela Strunz eine kleine, aber feine Ausstellung im Museum aufgebaut. Strunz hat dafür in der noch laufenden Ausstellung des Holzhacker- und Flößervereins Platz geschaffen. „Wir sind froh, dass wir uns hier ein wenig ausbreiten können“, sagt Alois Leichmann.

Der Dirigent und Vorstand der Kapelle hat zusammen mit Peter Gerg und Josef Kirchmayr sowie weiteren Musikanten und Helfern eine bunte Schau zusammengetragen. Als erstes fallen dem Besucher einige historische Instrumente ins Auge, die in einer Vitrine zu sehen sind: Eine alte Trommel aus dem Jahr 1824, eine in der Tonart B gestimmte Tuba aus der Zeit um 1875, zwei Hörner und vier Klarinetten. Alle sind Leihgaben, die unter anderem Anton Gerg („Riesch“) und Georg Meßmer zur Verfügung gestellt haben. Klarinettist Peter Gerg hat sich die alten Instrumente genau angeschaut und natürlich auch ausprobiert. „Es ist schon erstaunlich, wie im Laufe der Zeit die Klarinetten immer mehr Klappen bekommen haben.“

Die Musikanten haben zudem aus dem Archiv der Kapelle und von Privatleuten Bilder und historische Unterlagen ausgegraben. Darunter ist der älteste Nachweis über das Bestehen der Blaskapelle. So ist in den Aufzeichnungen des Krieger- und Veteranenvereins Lenggries aus dem Jahr 1841 nachzulesen: „Musik Feldmeß – 26 Gulden, 24 Kreuzer“. Neben Fotos aus der Zeit um 1900 sind auch Bilder aus jüngeren Jahren aufgehängt, die an bemerkenswerte Auftritte erinnern. Zum Beispiel an den Rom-Besuch mit einer Audienz beim damaligen Papst Benedikt XVI. „Unterwegs in aller Welt“ ist diese Bilderecke überschrieben, die unter anderem auch an Auftritte in Texas erinnert.

Neben der Darstellung der eigenen Geschichte hat die Blaskapelle zum Jubiläumsjahr einiges mehr auf die Beine gestellt. Dazu zählt ein Jahreskalender mit den wichtigsten Terminen wie dem Frühjahrskonzert am Palmsonntag, 20. März, und dem Festprogramm vom 4. bis 7. August. Des Weiteren wartet die Kapelle demnächst mit einer neuen CD auf, die im Musikheim Gaißach und im Allgäuer Studio von Franz Brutscher eingespielt wurde. Zum Festjahr leistet sich die Kapelle neue Pultbehänge. Ein Muster dieses Samttuchs für die Notenständer hängt ebenfalls in der Ausstellung. Mit Beginn des neuen Jahres ist zudem die Homepage samt Facebook-Auftritt der Kapelle im weltweiten Datennetz.

Ausstellung

Die Ausstellung zum 175-jährigen Bestehen der Blaskapelle wird am heutigen Montag um 19 Uhr im Kreis geladener Gäste eröffnet. Sie ist von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr zu besuchen.

Alois Ostler

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