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Klasse 9a (in alphabetischer Reihenfolge): Christina Bartl (1,5), Lena Eck, Magdalena Feichtinger, Rosa-Maria Maier, Barbara Riesch, Emil Baur, Maximilian Danner, Benedikt Grätz, Johann Heufelder, Maximilian Jöchler, Thomas Kaltenhauser, Luca Kronwitter, Elias Kubiczek, Maximilian Müller, Johannes Niggl, Hubert Oswald, Thomas Oswald, Florian Schwaiger, Szeverin Stemler und Josef Waldherr mit Klassleiter Stephan Lutter.

Qualifizierter Hauptschulabschluss 

Im Corona-Jahr schaffen 93 Prozent den Quali an der Lenggrieser Mittelschule 

  • vonEwald Scheitterer
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Die Mittelschule Lenggries entlässt in zwei Abschlussfeiern 42 Mädchen und 42 Buben. Viele der Absolventen haben bereits einen Ausbildungsplatz im Isarwinkel gefunden. 

Lenggries – „Die Kinder ganz ohne Feier einfach entlassen, das geht doch nicht“, sagte Bernd Kraft, der Rektor der Mittelschule Lenggries. Dabei erinnerte er an seine eigene Schulzeit: „Was mir davon im Gedächtnis hängen geblieben ist, ist die Entlassfeier und die Abschlussfahrt – und Letztere musste wegen Corona ja sowie so schon ausfallen.“ So kam es in Lenggries heuer zu den „etwas anderen Abschlussfeiern“: Mit jeweils großem Abstand in der Mehrzweckhalle und nach Klassen getrennt. Am Mittwoch die 9a und am Donnerstag die 9b.

Ungewissheit als ständiger Begleiter 

In seinen „letzten Worten“ ließ der Schulleiter die Ereignisse der vergangenen Monate noch einmal aufleben: „Die meisten sind hier fünf Jahre lang zur Schule gegangen, davon waren die ersten vier Jahre relativ unspektakulär.“ Umso turbulenter seien die jüngsten fünf Monate gewesen, nachdem im März die Schule komplett geschlossen werden musste: „Keiner wusste, ob und wie es weitergeht. Die Ungewissheit war unser ständiger Begleiter.“

Klasse 9b: Johanna Baumgartner, Michelle Ducho, Sophie Dünnebier, Lena Gehrke, Bahar Karipcin, Julia Riesch (1,5), Veronika Ryba, Emma Schreiber, Lea Urban, Antonia Wohlmuth, Maximilian Bauer, Jakob Bichlmair, Marius Dican, Lorenz Dörfler, Jan Dornseifer, Ludwig Ehrtmann, Michael Eibl, Komail Kazem, Paul Müller, Josef Neumüller, Quirin Schwarzenberger und Kaspar Willibald mit Klassleiterin Katja Martina Schmölzer-Sappl.

Auch wenn es keinen Corona-Bonus gegeben hatte, die Ergebnisse sind über alle Erwartungen hinaus hervorragend. Als im Vorjahr 90 Prozent der angetretenen Schüler den Quali bestanden hatten, dachte man besser geht’s nicht. Doch der Corona-Jahrgang belehrte alle eines Besseren. „Heuer haben von den 42 Abschlussschülern 39 den Quali bestanden. So haben fast 93 Prozent den qualifizierenden Mittelschul-Abschluss geschafft. Hut ab!“, freute sich Kraft mit seinen Absolventen. Der Schulleiter betonte, dass bislang das „Mitspracherecht für den Lebensweg etwas eingeschränkt war. Das wird sich jetzt Schritt für Schritt ändern.“ Er dankte auch den Eltern, die sich einige Wochen mit dem Home-Schooling herumschlagen mussten: „Auch dabei gab’s keine Probleme.“

„Hut ab“ 

Die ausgezeichneten Ergebnisse der Quali-Prüfung beeindruckten auch Katja Schmölzer-Sappl, die Klassleiterin der 9b: „Ich bin auf jeden von euch unheimlich stolz. Auch wenn es nicht immer leicht war, das Zeugnis zeigt, dass die Mühen jedes einzelne meiner neuen grauen Haare wert war.“

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Auch Franz Schöttl, der Stellvertretende Lenggrieser Bürgermeister betonte in seinem Grußwort: „Ihr könnt auf das Erreichte stolz sein, ihr habt gute und sehr gute Ergebnisse erzielt.“ Er dankte dabei auch dem Lehrerkollegium, das trotz der besonderen Umstände sein Bestes gegeben hatte: „Höchsten Respekt.“ Der amtierende Rathauschef freute sich besonders, dass viele Absolventen bereits einen Ausbildungsplatz gefunden haben, „die meisten sogar bei Firmen im Isarwinkel.“ Denen, die nun weiterführende Schulen besuchen, wünschte er „viel Spaß auch beim weiteren Lernen.“ Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern mit großer Jugend-Arbeitslosigkeit, „hält bei uns die Bildung für euch alle Möglichkeiten offen. Nutzt diese Chance.“

Viele haben Ausbildungsplatz im Isarwinkel 

Abschließend merkte Kraft noch an, dass es nicht ganz einfach gewesen sei, diese Feiern auf die Beine zu stellen: „Aber für uns war es wichtig die Kinder gebührend zu verabschieden.“ Froh, dass alles so gut geklappt hat, betonte er: „Gegenseitige Rücksichtnahme und Disziplin waren wirklich einmalig.“  

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