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Die Isar bei Lenggries: Immer noch schön, doch selbst hier sind viele Fischarten verschwunden.

Erschreckende Ergebnisse

Alarm-Studie für Isar: Fast Hälfte aller Fischarten schon ausgestorben

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Eine neue Studie zum Fischbestand in der Isar legt ein alarmierendes Ergebnis vor: Fast die Hälfte aller Fischarten ist bereits ausgestorben.

Lenggries - Der Fischbestand zwischen Bad Tölz und Sylvensteinspeicher ist in einem schlechten Zustand: Zu diesem Ergebnis kommt Michael von Siemens in seiner fischökologischen Studie, die er im Rahmen der Jahresversammlung des Vereins „Rettet die Isar jetzt“ vorstellte. So sollte es in dem Bereich südlich von Bad Tölz eigentlich 13 Fischarten geben, tatsächlich leben dort aber nur noch sieben. Vollständig verschwunden sind unter anderem die Barbe, die Nase, der Schneider und der Strömer. 

Ein Grund dafür sei, dass die Isar kaum mehr Nebenarme hat, vor allem im Bereich südlich von Bad Tölz. Waren im Jahr 1825 nur 14 Prozent des Flusslaufs unverzweigt, so sind es jetzt 95 Prozent. Dramatisch sei vor allem der Mangel an Wintereinständen. In einem naturnahen Gebiet wie in der Pupplinger Au bei Ascholding gebe es 18 Wintereinstände pro Flusskilometer, in den 21 Fluss-Kilometern zwischen Sylvenstein und Bad Tölz sind es zusammengerechnet gerade mal neun. „Diese Unterstände existieren auch nur wegen der Unterhaltungsmaßnahmen des Wasserwirtschaftsamts“, erläuterte von Siemens.

Fisch-Arten-Sterben in Isar: Ist der Fluss noch zu retten?

Die Barbe ist mittlerweile aus der Isar zwischen Tölz und dem Sylvenstein verschwunden.

 „Wenn man sich diese Zahlen anschaut, muss man sich nicht wundern, dass der Fischbestand in einem schlechten Zustand ist.“ Von Siemens schlägt in seiner Studie 52 Einzelmaßnahmen vor, die kurz- bis mittelfristig umsetzbar wären. In 24 Fällen geht es um die Umgestaltung ausgetrockneter Nebenarme, in 22 Fällen um das Aufpeppen vorhandener Lebensräume. Ein wirklich guter ökologischer Zustand sei allerdings nur erreichbar, wenn es mehr Verzweigungen gäbe.

Roland Kriegsch, Leiter des Wasserwirtschaftsamts, verwies auf die langwierigen Genehmigungsverfahren, die nötig seien, um das Ufer umzugestalten. Als Beispiel führte er die Bibermühle bei Arzbach an: „Es hat sieben Jahre gebraucht, um dort 800 Meter Böschung freizulegen.“

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