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Verschmitzter Sänger : Alfons Hasenknopf spielte mit seiner Band Lieder wie „Zeit ham“, „Mensch drin“ und „Hoamkemma“.

Alfons Hasenknopf stellt im KKK seine neue CD vor

Mitten aus dem Leben

Lenggries – „Zeit ham“, „Hoamkemma“, „Mensch drin“ – diese Musiktitel verraten schon vieles über Alfons Hasenknopf und Band. Das neue Werk „Hand in Hand“ stellten die drei Musiker noch vor der offiziellen Veröffentlichung im Lenggrieser KKK vor.

Mit seinem sympathisch verschmitzten Lächeln und seiner kraftvollen Stimme gewann Alfons Hasenknopf das Publikum gleich von Beginn an für sich. Er drückt mit „huidejohee“ das aus, was er an anderer Stelle mit Worten singt. So besang er etwa das Glück, Vater zu sein: „I derf des Wunders‘ Papa sei“.

Hasenknopf trat schon als Siebenjähriger jodelnd auf. Seit 1998 geht der gelernte Heizungsbauer nur noch musikalische Wege. Mit seinem Bandkollegen Michael Leitinger (Schlagzeug, Gesang) macht er schon seit 20 Jahren Musik, Steffi Rösch aus Passau (Klavier, Gesang) kam vor vier Jahren dazu. Die drei brachten viel Gefühl auf die Bühne, manchmal auch zu viel, aber die Musik stimmte immer, ob Jazz, Reggae oder Walzertakt.

Das neue, fünfte Album von Alfons Hasenknopf und Band heißt „Hand in Hand“ und wird am 24. März veröffentlicht. Am 30. April stellen sie es einem großen Publikum im Circus Krone mitsamt Orchester vor. „Damit haben wir uns einen Traum erfüllt“, verriet er. Ob der spontan entstandene running gag „Der Marder war’s!“ dort ebenso funktioniert wie in der „Kaminstub‘n“, ist ungewiss. Die wirklich haarsträubende Geschichte über die Begegnung mit dem Tier nahm einige Zeit in Anspruch, war aber hoch amüsant. „Die Tür war offen, der Marder rennt mir in die Stub’n, scheißt auf’n Teppich und saust wieder naus!“, erzählte der Sänger empört. „‘s Leb‘n is‘ a Matz“ hat er auf dem neuen Album daraus gemacht. Dagegen kann sein ebenfalls neuer Kuhglocken-Jodler in der Manege richtig gut werden, wenn er mehr als sieben Schellen im Publikum verteilt. Die über 40 Gäste des KKK bimmelten so leidenschaftlich mit, dass eher der Almabtrieb als die Bergidylle getroffen wurde. Aber der Applaus war enthusiastisch. Den Leuten gefiel sehr, dass sie dank Liedzetteln mitjodeln konnten bei „Wann da Berg ruaft“.

Wenn der Oberbayer aus Marktl am Inn von seinen Überzeugungen erzählt, bleibt er authentisch. Tierschützern, die Kuhglocken ablehnen, entgegnete er: „Wenn ein Kalb und seine Kuh verenden müssen, weil der Bauer seine Tiere nicht mehr findet, dann nenn’ ich das Tierquälerei.“

Zum Schluss verzauberte Hasenknopf mit der Mundharmonika die Zuhörer regelrecht. Wer den Musiker näher kennenlernen möchte, kann ihn auf der Stie-Alm treffen, wo er seit drei Jahren Jodel-Workshops gibt. (Birgit Botzenhart)

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