Straßburg: Schüsse in der Innenstadt- Behörden sprechen von einem Toten

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Spaß am Biken – und an bunten Klamotten: Bei der „Flow Gaudi“ konnten die Gäste aus 15 geführten Touren und vielen Workshops wählen. Am Abend servierten geladene Bands den Tanzwütigen Ska-Rhythmen und Brass-Beats. 

Mountainbike-Großveranstaltung in der Lenggrieser Kaserne

Alles im Flow

Lenggries - 1100 Besucher kamen zum Bike-Szenetreffen „Flow Gaudi“, für das die Lenggrieser Kaserne ihre Pforten öffnete. Darunter waren allerdings nur wenige Einheimische.

Auf der Hegeschau im Lenggrieser Alpenfestsaal waren die Mountainbiker Thema, vorrangig als unbeliebte Nutzer steiler Waldwege. Ein paar hundert Meter Luftlinie entfernt, oben in der Kaserne, waren sie leibhaftig. Rund 1100 Besucher machten sich an drei Tagen auf zur „Flow Gaudi“, einem Szenetreffen für Bergradler und Trailexperten. Zum zweiten Mal hatten „Altwirt“-Betreiber Robert Werner, Tobias Krause und Matthias Marschner vom Biketouren-Anbieter „TrailXperience“ und die Münchner Outdoor-Agentin Andrea Kohlndorfer die Großveranstaltung zusammen organisiert.

Werner beschäftigt die andauernde Diskussion um die Trail-Biker – siehe Hegeschau – nur am Rande. „Manchmal hat man den Eindruck, es seien nur noch Radler in den Bergen unterwegs“, lässt er wissen. Viel wichtiger war ihm sein Wochenend-Fazit: „Es war eine dermaßen gechillte Atmosphäre, eine einzigartige Stimmung, überall Dankbarkeit und Freundlichkeit. Das fühlt sich an wie eine große Familie.“

500 Aktive hatten sich für 15 verschiedene geführte Touren und jede Menge Workshops angemeldet. „Und keiner hat wegen der schlechten Wettervorhersage storniert“, freut sich Werner. An den 40 Ständen hatten die Radler die Qual der Wahl: Sie konnten aus über 200 Einzelevents wählen, dabei den Isarwinkel und das „Flow Valley“ kennenlernen oder sich über Pannenhilfe, technische Einstellungen oder die quietschbunten neuen Sportklamotten informieren.

Die Prinz-Heinrich-Laserne öffnete „zum ersten Mal seit über 10 Jahren“ ihre Pforten für die Öffentlichkeit – das war den Veranstaltern wichtig zu betonen. Denn im Gegensatz zur ersten Auflage 2015 stieg die „Flow Gaudi“ nicht nahe des ehemaligen Offizierheims, sondern im großen Innenhof. „Diesmal sind noch mehr Leute aus ganz Deutschland und der Schweiz angereist“, schwärmt Werner. Weniger gefiel ihm, dass sich nur „wenige Einheimische“ auf dem Gelände oder im großen Bierzelt tummelten. Und das, obwohl eigens für Kinder Mitmachangebote aufgebaut waren. „Wir wollten das als großes Frühlingsfest für ein breites Publikum aufziehen. Da war aber vor allem die Szene.“

Doch auch unter den Fahrradverrückten fanden sich jede Menge Tanzwütige: „Rapid“ feuerten die Menge mit treibenden Ska-Rhythmen an, „Serious Six“ servierten Brass-Beats. Auch die junge Lenggrieser Nachwuchsband durfte ACDC-Klassiker raushauen, die Lokalmatadoren der „Soundonauten“, die im Kasernenareal proben, rockten am Samstagabend die Bühne.

„Live-Musik, mobile Toiletten, viele Meter Strom- und Wasserleitungen: Das sind enorme Kosten“, bemerkt Organisator Werner, der dennoch auf einen annähernd positiven Kassenbericht hofft.

Tobias Gmach

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