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Beliebtes Ausflugsziel: Die Lenggrieser Hütte am Seekar.

Alpenverein Lenggries

Viertelmillion Euro für die Hüttensanierung am Seekar

Auf der Lenggrieser Hütte am Seekar sollen heuer Sanitärbereich und Brandschutz saniert werden.

Lenggries – „Der Alpenverein ist unser mit Abstand größter Verein“, hob Bürgermeister Werner Weindl bei der Mitgliederversammlung hervor und lobte die Aktiven für ihr ehrenamtliches Engagement und insbesondere für die gute Jugendarbeit.

In der Tat hat der Verein mit aktuell deutlich über 1800 Mitgliedern viel Zulauf und mit seiner Unterkunftshütte am Seekar (Lenggrieser Hütte) auch eine Verpflichtung, die immer wieder Investitionen erforderlich macht. Heuer sollen mit 250 000 Euro der Sanitärbereich und der Brandschutz modernisiert werden.

Das Geld dafür sei da, machte Kathi Reich in ihrem Finanzbericht deutlich. Der Verein habe Rücklagen, und der Hauptverein gewähre einen Zuschuss. „Die Baugenehmigung dafür steht immer noch aus“, sorgte sich hingegen Vorstand Sabine Rest, und sie hofft auf baldiges Grünes Licht, denn „wir haben ja nur ein kurzes Zeitfenster für die Bauarbeiten droben am Berg“. Weiterhin beteiligt sich die Lenggrieser AV-Sektion mit einem Darlehen von 15 000 Euro am Bau der neuen Boulderhalle neben dem Tölzer Kletterzentrum. Sie ist eines von sieben Mitgliedern im Trägerverein.

Lesen Sie auch: Gleiche Milch, weniger Geld: Wer darf sich noch „Bergbauer“ nennen?

Lang war der Tourenbericht, den Zweiter Vorstand Paul Stock vortrug. Auf die Angebote für Kinder und Jugendliche ging dann Sabine Rest näher ein: „Wir haben viele Gruppen und auch viele Ehrenamtliche, die sich um unseren Nachwuchs kümmern.“

Glückwunsch: Die Vorsitzende Sabine Rest (re.) ehrte 13 Alpenvereinsmitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft: (v. li.) Kerstin Altmannshofer, Franz Ostler, Bernadette Sappl, Ulla Kirchgatterer, Andrea Scholz, Siegfried Sappl, Bergführerin Gudrun Weikert-Schmidt (alle 40 Jahre), Mieke Schwald (25), Bergführer Helmut Schmidt (50), Benedikt Trischberger und Manfred Oelsner (beide 60), Ulli Schwald (25) und Franz Speer (40). 

Über das Hüttenwesen informierten Michael und Anton Erhard; über die Unterhaltung des weitläufigen Wegenetzes im Arbeitsgebiet der Sektion berichtete Thomas Berger und äußerte viel Lob für eine große Zahl von freiwilligen Helfern, die ihn bei Ausbesserungen und beim Freischneiden des weitläufigen Wanderwegenetzes unterstützen: „Danke dafür, der Alpenverein hat viele gute Leute.“

Das war auch ein Stichwort für Werner Weindl, der über die geplante Vereinheitlichung der Beschilderung des 1500 Kilometer langen Wegenetzes in unserer Region berichtete. Weiterhin, so der Bürgermeister, arbeite man mit dem Deutschen Alpenverein an einem Modellprojekt zur Regulierung des Mountainbikens – mit dem Ziel, dafür festgelegte Routen auszuweisen im Sinne eines rücksichtsvolleren Nebeneinanders aller Naturnutzer. Dabei gehe es natürlich auch um einen Haftungsschutz für die Grundeigentümer.

Fritz Erhard machte deutlich, wie er in Sachen Naturschutz mit seinen Stellungnahmen die Belange des Alpenvereins vertritt. So habe er sich beispielsweise am Lenggrieser Hausberg „für die künstliche Beschneiung und für den neuen Lift“ ausgesprochen.

Vordringlich sei es für ihn, besonders wertvolle naturbelassene Bereiche der Natur wirksam zu schützen, zum Beispiel die Isar zwischen Wallgau und Vorderriß. Was den Bootsbetrieb am Unterlauf betreffe, sehe er eine Zuständigkeit des Alpenvereins hingegen eher nicht. (rbe)

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