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An Brauneck und Blomberg: Retter am Wochenende im Dauereinsatz

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Von: Melina Staar

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Mit Skidoo und Rettungswagen wurde die Verletzte abtransportiert
Mit Skidoo und Rettungswagen wurde die Verletzte abtransportiert © Bergwacht

Viel zu tun gab es am vergangenen Wochenende für die Bergwachten in der Region. Zahlreiche Skifahrer zogen sich am Brauneck Schulter- und Knieverletzungen zu. Und auch am Blomberg kam es zu Rodelunfällen.

Lenggries/Wackersberg - Zu zahlreichen Einsätzen musste die Lenggrieser Bergwacht am Wochenende ausrücken. Der Grund waren die Wetterbedingungen: „Schlechte Sicht und große Mengen an Neuschnee“, bilanziert Einsatzleiter Christoph Brenninger. 21 Skifahrer verletzten sich am Samstag und Sonntag.

Am Sonntag gegen 11 Uhr setzte eine 42-jährige Skifahrerin einen Notruf ab. Sie war gestürzt und befand sich zwischen dem Ahornsesselausstieg und der Bergstation der Brauneck-Bahn. Es rückten zwei Einsatzkräfte der Bergwacht Lenggries, die in der Nähe des Einsatzortes stationiert sind, sowie ein Retter der Bergwacht Bad Tölz aus. Die Verletzte war nur schwer ansprechbar und klagte über starke Schmerzen in der Schulter. Der Einsatzleiter forderte einen Notarzt an, wegen der schlechten Sichtverhältnisse konnte kein Hubschrauber fliegen. „Unter besseren Umständen wären einige der Patienten über den Luftweg transportiert worden“, so Brenninger.

So machte sich der Tölzer Bergwachtnotarzt mit der Gondel auf den Weg zur Verletzten, die Retter transportierten die Frau derweil mit dem Skidoo zum Gondelausstieg. Der Notarzt stellte fest, dass sich die Frau den Oberarm gebrochen und wohl die Schulter ausgekugelt hatte. Die Patientin verlor immer wieder das Bewusstsein und wurde mit dem Akja unter Begleitung des Notarztes ins Tal gebracht. Per Rettungswagen kam sie in die Klinik.

Ungewöhnlich: Hohe Zahl an fast identischen Schulterverletzungen

Wie Brenninger weiter berichtet, ereigneten sich allein am Sonntag 14 ähnliche Stürze. Ungewöhnlich sei die hohe Zahl an nahezu identischen Schulterverletzungen gewesen – fünf an der Zahl. Am Samstag gab es einige Knieverletzungen zu verzeichnen.

Die Bergwacht-Dienstgemeinschaft, die aus Lenggries, Bad Tölz, Wolfratshausen und München besteht, war mit 18 Helfern am Wochenende vor Ort. Unterstützung bei den Einsätzen gab es durch die Ausbilder der Bergwacht-Region Hochland, die zufällig am Brauneck waren.

Nicht nur verletzte Skifahrer forderten die Helfer. Auch am Blomberg war die Tölzer Bergwacht dreimal im Einsatz, wie Bereitschaftsleiter Horst Stahl berichtet. Am Samstag verletzte sich zunächst ein Rodler leicht am Fuß. „Beim Nachtrodeln erlitt ein Rodler gegen 22 Uhr eine Unterschenkelfraktur“, so Stahl. Ein weiterer Rodelunfall ereignete sich am Sonntag gegen 14 Uhr im unteren Bereich. „Hier bestand der Verdacht auf eine Armfraktur“, so Stahl. Es sei am Blomberg jede Menge los gewesen, die Bedingungen zum Rodeln aber eigentlich optimal. „Es war nicht eisig.“ Die Unfälle seien eher darauf zurückzuführen, dass die Rodler nicht geübt gewesen seien. Sehr gut angenommen werde der Rodellift nahe dem Blomberghaus. Zum Glück allerdings, sagt Stahl, gebe es dort bislang keine Einsätze für die Bergwacht.

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