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Andreas Krieg (stehend, rechts) und seine Familie auf dem Salzsee Lac Rose. 

Andreas Krieg aus Lenggries war wieder vor Ort

Auf einem guten Weg: Hilfe im Senegal angekommen

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Mit leeren Taschen, dafür aber mit einem guten Gefühl und vielen Eindrücken im Gepäck ist Andreas Krieg aus dem Senegal zurückgekehrt. Ende des Jahres war der Lenggrieser zusammen mit seiner Familie nach Afrika geflogen, um Hilfsgüter zu verteilen und sich ein Bild von verschiedenen Projekten zu machen.

Lenggries/Mbour– Als Vize-Vorsitzender des Vereins „Hilfe für Straßenkinder in Mbour“ setzt sich Krieg seit vielen Jahren dafür ein, dass vor allem Kinder und Frauen in der 200 000-Einwohner-Stadt Zugang zu Bildung bekommen.

Zu diesem Zweck haben Krieg und seine Mitstreiter unter anderem eine Grundschule gebaut. Die sei in einem sehr guten Zustand. Allerdings mache der herumfliegende Abfall auch vor den Schulmauern nicht halt. „Es ist immer sehr schade zu sehen, wie viel Müll hier einfach so rumliegt“, schildert Krieg. „Sicher, die Menschen haben andere Sorgen und Nöte“, sagt Krieg. „Aber uns als Europäern fällt das eben als Erstes auf.“ Hin und wieder sehe man auch Müllwagen, die die Abfälle zu einer Deponie außerhalb der Orte fahren. Dort würden sie allerdings einfach nur angezündet.

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Neben einem Abstecher zu dem geplanten Ausbildungszentrum des Vereins, wo sich ab Juli Jugendliche zu Schreinern, Elektroinstallateuren und Schneidern ausbilden lassen können, verteilte die Familie Kleidung und sprach mit den Verbindungspersonen vor Ort. „Wir freuen uns immer wieder, hier solch‘ engagierte Leute zu haben, auf die wir uns absolut verlassen können“, sagt Krieg. Sie kümmern sich beispielsweise um das Projekt „Kleinkredite“. Über 80 Frauen haben sich dank der Initiative inzwischen eine eigene Existenz aufgebaut. Bei im Schnitt rund 30 Grad besuchte die Familie Krieg auch einige touristische Attraktionen wie den Salzsee Lac Rose. Bakterien im Wasser lassen ihn bei viel Sonne und Wind rosa schimmern. „Alles in allem ist der Senegal eine Reise wert, um das wirkliche Afrika kennenzulernen“, wirbt Krieg. „Die Menschen sind hier sehr entspannt und lebenslustig.“ Wer kein Französisch spreche, könne sich zur Not auch mit Händen und Füßen verständigen.

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Kriegs Fazit am Ende der Reise: „Wir glauben, dass das Land auf einem guten Weg ist, eines der demokratischsten Länder auf dem schwarzen Kontinent zu werden.“ Deshalb wollen sich er und die anderen Mitglieder des Vereins auch weiterhin für mehr Bildung einsetzen. Aus Kriegs Sicht besser als die Förderung großer Hilfsprojekte. „Hier werden Autobahnen gebaut, von den träumen wir in Deutschland nur“, sagt Krieg. Leider nutzten sie der Bevölkerung nichts: die Maut sei viel zu hoch. Die 40 Kilometer lange Fahrt von Saly nach Dakar etwa kostet Krieg zufolge umgerechnet zehn Euro Maut. „Das kann sich niemand leisten.“

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