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Zwei dieser Betonsperren sollen den Arzbach im Zaum halten. Außerdem sind noch Geländeerhebungen geplant.

Hochwasserschutz  im Isarwinkel

Den Arzbach gebändigt

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Es ist eine langjährige Aufgabe, die das Wasserwirtschaftsamt (WWA) zu bewältigen hat: Der Hochwasserschutz am Arzbach. In zwei Bereichen wird jetzt noch nachgebessert.

Arzbach– Die Hochwasser-Ereignisse von 1990 und 1999 haben die Bewohner von Arzbach erschüttert. Seitdem wird für den Schutz der Gemeinde einiges getan. Es sind unter anderem Flutmulden, Wildholzrechen errichtet worden. In diesem Jahr wurde eine Betonsperre errichtet, eine weitere soll 2018 im Frühjahr folgen. Das berichtete nun Bürgermeister Alois Bauer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Am Fischbach wurde ein Wildholzfang gebaut. Nun geht es noch um Geländeerhebungen von den Tennisplätzen bis zur Staatsstraße in Form von Mauern oder Deichen, sagt Peter Gröbl vom Wasserwirtschaftsamt (WWA). „Die Planung steht so“, sagt der Experte. Derzeit laufe das Verfahren, man warte auf den Bescheid.

„Wir freuen uns, dass der Hochwasserschutz gemacht wird“, sagt Brigitte Pirchmoser vom Arzbacher Schwimmbad. Vom Wasserwirtschaftsamt habe sie die Auskunft bekommen, dass man auf sie zukomme, sobald die Detailplanung stehe. Denn die Anwohner sind gebeten, ihren Teil zum Schutz beizutragen und etwa die nötige Freibordhöhe – also den Abstand zwischen Wasseroberfläche und Ufer – herzustellen. „Das werden wir natürlich auch machen“, sagt Pirchmoser.

Ein anderes Hochwasserschutz-Projekt wurde nun zu Ende gebracht: Alois Bauer stellte den Gemeinderäten die Schlussrechnung für die Maßnahme im Bereich Steinsäge vor. „Aufgrund des sehr labilen Bodens konnten wir dort nicht mit Stahlträgern arbeiten.“ Deshalb wurden Wasserbausteine eingesetzt. „Wir haben das alles ohne Schäden an den Gebäuden hinbekommen“, sagte Bauer. Die Gesamtkosten für die Maßnahme liegen laut Bauer bei etwa 355 000 Euro. Diese teilen sich Gemeinde und das WWA auf, etwa 177 000 Euro bleiben davon an Wackersberg hängen. Dafür wird eine Förderung beantragt, die in diesen Tagen verschickt wurde.

Bauer: „Ich denke, es war die richtige Entscheidung mit den Wasserbausteinen.“

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