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Ein Zeichen für den Frieden wollten die Asylbewerber und Einheimischen mit ihrer Wanderung am Samstag setzen. Auf dem Steg zwischen Arzbach und Obergries legten die gut 150 Männer, Frauen und Kinder eine Pause ein und hielten die selbst gemachten Transparente in die Kamera.

Wanderung mit Transparenten

Asylbewerber setzen Zeichen für den Frieden

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Lenggries – Es hätte ein unbeschwerter Ausflug sein können, wenn der Anlass nicht ein blutiger Krieg gewesen wäre: Bei schönstem Frühsommerwetter haben sich am Samstag etwa 150 Asylbewerber aus Tölz, Wolfratshausen, Kochel, Sachsenkam und Lenggries zu einer Friedenswanderung aufgemacht.

Mit der Aktion wollten die Männer, Frauen und Kinder auf die unmenschlichen Zustände in ihrer Heimat Syrien aufmerksam machen, erklärt Stefan Pfister vom Helferkreis Lenggries, der zusammen mit seiner Frau Sabine und Christine Schmitt vom Helferkreis Sachsenkam die Wanderung organisiert hat. Acht Kilometer legten die Asylbewerber zusammen mit einigen Einheimischen in rund zweieinhalb Stunden auf dem Isar-Wanderweg zwischen Lenggries und Arzbach zurück.

Im Gepäck hatten sie nicht nur eine kleine Brotzeit, sondern auch selbst gemachte Transparente, die unter anderem die syrische Flagge sowie Bilder aus dem Kriegsgebiet zeigten. „Auf dem größten Transparent stand in arabischen Schriftzeichen, dass Aleppo blutet“, erklärt Pfister. Außerdem hätten die Menschen zum Ausdruck gebracht, wie traurig sie über diese Entwicklung seien und wie hilflos sie sich angesichts ihrer Situation fühlten.

Dennoch war die Stimmung laut Pfister „super positiv“. Viele Asylbewerber hätten in Deutschland eine neue Heimat gefunden, kämpften aber nach wie vor mit vielen Problemen. Diese begännen beim Ausfüllen der überwiegend deutschen Formulare und endeten bei der erfolglosen Suche nach bezahlbaren Wohnungen. Auch der nahende Sommer bereite vielen Asylbewerbern Kopfzerbrechen, weil sie keine Sommerbekleidung besitzen. „Manche der Kinder sind mit ihren gefütterten Winterschuhen mitgewandert.“

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