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„Ciao weiß-blau“ mit Tobias Öller, Wolfgang Hierl und Erich Kogler spielten im ausverkauften KKK.

Auftritt im KKK

Ein Pfefferkuchenhaus und die Bauvorschriften

Lenggries – Jungen Künstlern zum Erfolg zu verhelfen – diese Aufgabe hat sich das KKK Lenggries gestellt – und sie wieder einmal voll erfüllt. „Ciao weiß-blau“ sind Tobias Öller, Wolfgang Hierl und Erich Kogler aus Miesbach. Sie stellten ihr neues Album in der „Kaminstub’n“ des Brauneck-Hotels in Lenggries vor. Das Trio erntete für seine Kabaretttexte und die Musik Johlen und Applaus.

„Beim ersten Auftritt kamen 20 Leute, beim nächsten Mal 30, und dann spielten sie bei unserem zehnjährigen Jubiläum“, berichtete KKK-Chefin Sabine Pfister. Jetzt war die Veranstaltung ausverkauft. Über zwei Stunden lang unterhielt „Ciao weiß-blau“ mühelos die 70 Zuhörer. Der Funke zwischen Publikum und den drei bestens gelaunten Künstlern sprang sofort über.

„Bayernregeln“ heißt ihr neues Bühnenprogramm, „Ballkönigin“ ihr zweites Album. Sie zeigen die unterschiedlichen bayerischen Befindlichkeiten auf. Da geht es nicht nur um Fensterln und Waldfeste „zum Erhalt der bayerischen Kultur“, sondern auch um moderne Zeitgeisterscheinungen wie Ayurveda.

Alles, was dabei ins Extreme ausartet, bietet reichlich Stoff für die köstlichen Texte. Ausgerechnet Hänsel und Gretel nehmen die Bauvorschriften aufs Korn und das Pfefferkuchenhaus in die Mangel. Hierl spielte dazu auf der Blockflöte. Was Kogler zu dem Witz veranlasste: „Wenn man Kinder unterm Christbaum musizieren hört, kann man Tierarten verstehen, die ihre Kinder auffressen.“

Den Sicherheitsstaat nahm das Trio mit dem Song „Unsere Drohne heißt Simone“ aufs Korn. Die Drohne kommt in der Zigarettenpause abhanden, hat aber ein nukleares Waffenarsenal an Bord. Allerdings ist das nichts im Vergleich zu dem Gerichtsverfahren mit drei Polizisten und zwölf weiteren Zeugen sowie zwei Staatsanwälten, von dem Öller berichtete. Das Ergebnis: Auch das Weiterreichen eines Joints ist strafbar. „Leute, ein Staat, der sich zwei Verhandlungstage mit so etwas befassen kann, der hat kein Sicherheitsproblem!“, kommentierte Öller.

„Hilti“ von der neuen CD war ein Höhepunkt des Programms. Es geht um die Geschichte des Beamten, der sich mit Baumarktzubehör verwirklicht. Die Mundpercussion wurde mit der Loopmaschine aufgenommen, und Öller rappte auf den Text „Der Papa bohrt wieder“.

Herrlich schräg ist „Groupie“, der Politikerinnen wie Christina Schröder, Claudia Roth und Ilse Aigner verehrt. „Bestraf mich, Sara Domina, ich bin dein Wagenknecht.“ Die Instrumentals zu Beginn und am Ende des Stücks steigerte Hierl mit seinem Gitarrensolo zur fulminanten Endlosschleife, die an Bands wie „Dire Straits“ erinnerte.

„Blutwurscht- und Rententango“ sowie rockige Countryklänge spielten die Drei mit Kontrabass, Gitarren und Ukulele sowie Harmonika. Der tosende Applaus am Ende verriet, dass der nächste Auftritt im Oktober im KKK wieder ausverkauft sein wird. Birgit Botzenhart

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