+
Für die Ohren und die Lachmuskeln (v. li.) : Christian Wolf (Bass), Birgit Pfirstinger (Sopran), Alexander Seitz (Tenor), Susanne Mörtl (Alt) und Jens Ickert (Bariton) bilden das Ensemble „Mundwerk“.

Auftritt im „Kramerwirt“

Sänger mit frechem Mundwerk

Arzbach - Das Ensemble „Mundwerk“ steht für klaren Gesang und humorvolle Texte. Sein Repertoire besteht zu zwei Dritteln aus Spaß, dazwischen darf es auch mal ernster zugehen auf der Bühne. Am Samstag, 21. Januar, kommen die Sänger aus München in den „Kramerwirt“.

 „Im nächsten Lied geht es um eine Frau, die ihr übernatürliches Bedürfnis nach Literatur über das natürliche Schlafbedürfnis ihres Mannes stellt“, kündigt das Ensemble „Mundwerk“ an. Welches Lied wohl gemeint ist? Die fünf Musiker stimmen „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ an, ohne Instrumente, nur ihre Stimmen im A-cappella-Chorgesang. Am Samstag, 21. Januar, tritt das Münchner Ensemble beim KKK im Kramerwirt auf. Den Süden von München kennen die Musiker bereits gut: In Wolfratshausen, Miesbach und Bad Tölz waren sie schon mal.

„Uns zeichnet unsere lockere Darbietung und unsere unverkrampften Moderationen aus“, sagt Jens Ickert, der das Ensemble 2002 mit drei weiteren Männern gegründet hat. Damals hatten sie eine A-cappella-Begleit-CD für ein Kinderbuch aufgenommen und Freude an der Gesangsart gefunden. 14 Jahre später steht Bariton Ickert, das einzig verbliebene Gründungsmitglied, mit Sopran Birgit Pfirstinger, Alt Susanne Mörtl, Tenor Alexander Seitz und Bass Christian Wolf noch immer erfolgreich auf den Bühnen rund um München, aber auch in Österreich oder Belgien. Aus dem Männer-Quartett ist ein gemischtes Quintett geworden, das harmonisch und stilistisch eine größere Bandbreite abdeckt.

Zu ihrem Programm gehören Lieder mit überwiegend deutschen Texten, wie zum Beispiel „Engel“ von Rammstein. „Mundwerk“ hat aber auch viele Eigenkompositionen und singt etwa in „Konjunktiv“ über noch gültige, aber wenig benutzte Verbformen, oder „Die Gedanken sind frei“ in einer zeitgenössischen Version. „Zwei Drittel unserer Stücke sind Spaß, der Rest ernst“, sagt Ickert. Echter Herzschmerz stecke beispielsweise in „I g’hör da hie“, eine Ode an Bayern. „Es ist eine gute Mischung.“

Das Ensemble hat schon viele Preise und Auszeichnungen bekommen, darunter der erste Platz beim Bayerischen Chorwettbewerb im Jahr 2013. „Das ist eine aufregende Sache“, sagt Ickert. Auf so einen namhaften Wettbewerb probe man Wochen und Monate hin. Im Publikum säßen dann lauter andere Chöre.

Die Stimmen der Sänger zwischen 30 und 55 Jahren müssen für sich stehen. Das ist anders als in einem großen Chor, in dem sich auch mal jemanden unter den vielen anderen Stimmen verstecken kann. „Das ist natürlich schwerer für den Einzelnen, wenn es funktioniert, klingt es aber klarer und eindeutiger“, erklärt Ickert. So wie bei „Mundart“.

Vorverkauf: Karten für den „Mundart“-Auftritt am Samstag, 21. Januar, im Gasthof Kramerwirt in Arzbach gibt es bei Sabine Pfister vom KKK (Telefon 0 80 42/91 24 65; E-Mail sabine@kkk-lenggries.de) und in der Buchhandlung „Lesebar“ in Lenggries.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

700 Gäste bei Geburtstags-Wandertagen
Runde Geburtstage muss man feiern – und zwar so, wie man es am liebsten mag. Für den 40. Geburtstag der Wanderfreunde Bichl hieß das: wandern. Und so fanden am …
700 Gäste bei Geburtstags-Wandertagen
Vermisstensuche: Hubschrauber kreist über Bad Heilbrunn
Vermisstensuche: Hubschrauber kreist über Bad Heilbrunn

Kommentare