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So könnte sie aussehen, die neue Turnhalle des SV Wackersberg-Arzbach. Der Baubeginn soll in absehbarer Zeit erfolgen.

Ausblick auf 2018 

Isarwinkler Gemeinden im Baufieber

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Gaißach will einen Handwerkerhof, Lenggries investiert in den Hochwasserschutz und die Jachenau in den Umbau des Gasthofs Post: Die Isarwinkler Gemeinden erwartet im neuen Jahr jede Menge Arbeit. Die wichtigsten Projekte im Überblick.

Greiling

Anton Margreiter wartet sehnsüchtig auf die Genehmigung für den Neubau des Feuerwehrhauses. „Wenn wir sie haben, wird das umgehend angepackt“, sagt der Bürgermeister. Ebenfalls schnell in Angriff genommen werden soll das Thema Tempo 30 in Wohngebieten. „Wir müssen schauen, dass wir da die verkehrsrechtlichen Anordnungen durchbringen“, sagt Margreiter. Das Landratsamt habe vorab schon mal seine Zustimmung signalisiert. Jetzt gehe es darum, die Bürger dafür zu sensibilisieren, dass es keine Vorfahrtsschilder mehr geben wird, sondern rechts vor links gilt.

Dauerbrenner sind die Tölzer Nordumfahrung und der Erwerb von Teilflächen am Flugplatz. Bei der Straße gehe es laut Margreiter darum, dass die Gemeinde „einigermaßen ungeschoren“ davonkommt. Die Lärmsituation werde deshalb von einem neutralen Büro geprüft. Der Erwerb der Grundstücksflächen am Flugplatz gestalte sich „sehr kompliziert“: „Das geht nicht hoppla hopp“. Wenn dieses Thema vom Tisch ist, soll die Entwicklung von Flächen für Einheimische angegangen werden. Nicht zuletzt müssen die Greilinger die Infrastruktur-Maßnahmen anpacken, die für die Sanierung der Kreisstraße 12 notwendig sind.

Gaißach

Das Großprojekt der Gemeinde Gaißach ist der Handwerkerhof, der in Untergries an der Einfahrt zur B 13 nahe des Hirschkuss-Gebäudes entstehen soll. Handwerker und Gewerbetreibende bekommen dort die Möglichkeit, Räume anzumieten. „Mitte des Jahres ist der Handwerkerhof bezugsfertig“, sagt Bürgermeister Stefan Fadinger. Ebenso will die Gemeinde die Planung der Zweifach-Turnhalle vorantreiben, was schon aus bürokratischen Gründen nicht einfach ist. Eine Hälfte der Halle benötigt die Schule. Ansprechpartner dafür ist die Regierung von Oberbayern. Für die andere Hälfte erhofft sich die Gemeinde einen Zuschuss vom Bayerischen Landessportverband. „Für die beiden Hallenhälften gelten unterschiedliche Förderrichtlinien“, erläutert Fadinger. „Wir müssen uns mit beiden Stellen absprechen. Nicht zuletzt wird es in Gaißach um den Breitband-Ausbau gehen, vor allem in Moosen, Unterreut und Untermberg. „Die Ortsteile sind schlecht versorgt“, sagt Fadinger. Die Maßnahmen kosten 350 000 Euro. Dafür gibt’s 280 000 Euro Zuschuss aus Förderprogrammen. 70 000 Euro muss die Gemeinde selbst aufbringen.

Sachsenkam

In Sachsenkam dreht sich 2018 viel um die neue Kindertagesstätte mit drei Gruppenräumen für je 25 Kinder. Der bisherige Kindergarten wird in eine Krippe mit zwei Räumen umgewandelt, in denen jeweils zwölf Zwergerl Platz finden. Der alte Kindergarten im Rathaus wird aufgelöst. „Ein riesen Projekt“, sagt Bürgermeister Johann Schneil. Abgesehen davon steht Reutberg im Blickpunkt. Zwischen dem Standort des Festzelts und Stubenbach wird eine 1,1 Kilometer lange Wasserleitung gebaut. Und im März stehen das Josefifest sowie am 30. September die 400-Jahr-Feier des Klosters Reutberg auf dem Terminplan. Einer der Redner ist der designierte neue Ministerpräsident Markus Söder. Schließlich soll laut Schneil auch noch der Hochbehälter auf dem Schindlberg saniert werden – er erhält eine neue Beschichtung.

Lenggries

Das teuerste Projekt der Gemeinde Lenggries ist der Hochwasserschutz am Lahnerbach, der 2018 fertig werden soll. Die Rohrleitungen sind verlegt. Heuer geht es bei dem Fünf-Millionen-Euro-Projekt noch um Straßenbau-Maßnahmen. Weitere drei Millionen kostet der Umbau der Kläranlage, der 2018 weiter geht. Danach soll in der Anlage Strom und Wärme aus Faulgas erzeugt werden. Nicht zuletzt will die Gemeinde die Grund- und Mittelschule in den Ferien mit einer LED-Beleuchtung ausstatten, was laut Bürgermeister Werner Weindl rund 100 000 Euro kosten wird. Die gleiche Maßnahme sei auch in der Mittelschule vorgesehen. Die Planung soll 2018 abgeschlossen werden.

Jachenau

In der Jachenau geht der Umbau des Gasthofs Post in die entscheidende Phase. Heuer soll das Rathaus in den neu geschaffenen Teil umziehen. Auch die Bauarbeiten im Gastronomie- und Beherberungsbetrieb sind dann abgeschlossen. Vorwärts gehen soll es auch mit dem Geh- und Radweg von Jachenau in Richtung Lenggries. Ziel ist, 2018 die Planung des ersten Bauabschnitts abzuschließen. Anschließend könnte der Bau starten. „Vielleicht ist das ein Wunschgedanke, aber eigentlich müsste es klappen“, sagt Bürgermeister Georg Riesch. Für Projekt Nummer drei ist der Trachtenverein verantwortlich: Er will am Staffel ein neues Gipfelkreuz errichten.

Wackersberg

Ungeheuer viel gebaut wird in Wackersberg, etliche Projekte stehen vor dem Abschluss. Etwa die Planung des Gehwegs von Wackersberg in Richtung Schachen. Angedachter Baubeginn ist laut Bürgermeister Alois Bauer im Frühjahr. Kurz vor der Genehmigung stehen auch die Pläne zum Mehrgenerationenhaus. Heuer soll der Rohbau stehen, geplanter Einzugstermin ist 2019. Ebenso plant die Gemeinde, die Kinderkrippe in Arzbach zu vergrößern. Die Ausschreibung ist abgeschlossen, Ergebnisse erwartet Bauer im Januar oder Februar.

Starten soll in absehbarer Zeit auch der Bau der Turnhalle. Bauherr ist der Sportverein, die Gemeinde unterstützt das Projekt und finanziert es vor.

Ebenso hofft Bauer, dass an der südlichen Längentalstraße ein Baugebiet für Einheimische verwirklicht wird. Die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange läuft, die Erschließung ist gestartet. Weitere wichtige Projekte: Die Fertigstellung des Hochtanner-Forstwegs, der Breitband-Ausbau im nördlichen und südlichen Gemeindegebiet und der Hochwasserschutz an der Steinsäge.

Reichersbeuern

In Reichersbeuern sind zwei Projekte vordringlich: Zum einen die Suche nach einem Pächter für den „Altwirt“, zum anderen die Dorfentlastungsstraße vom Bahnhof in Richtung Sachsenkamer Straße. Durch die neue Straße soll der Verkehr im Bereich um den Bahnhof besser verteilt werden.

Im „Altwirt“ wird es aller Voraussicht nach Mitte des Jahres rund gehen. Dann läuft nämlich der Vertrag mit dem bisherigen Pächter aus, und der Umbau soll beginnen. „Wir haben die Absicht, das Gebäude mit der Brauerei Reutberg weiterzuentwickeln“, sagt Bürgermeister Ernst Dieckmann.

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