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Tunnel mit Bergsicht: Die neue Unterführung an der Bundesstraße 13 wird von Radfahrern und Fußgängern gut angenommen.

Tunnel ja, Winterdienst nein

An der B13: Lust und Frust für Fußgänger

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Lenggries - Fußgänger-Freud und Spaziergänger-Frust liegen in Lenggries dicht nebeneinander: Da gibt es seit Kurzem die gelungene Unterführung an der Bundesstraße – und zwei neue Brücken ohne Winterdienst.

Gut angenommen wird die neue Unterführung für Radler und Fußgänger unter der B 13. Seit Dezember ist der Wellblechdurchlass fertig, der an dieser Stelle ein gefahrloses Queren der Bundesstraße ermöglicht. Zuvor hatten Fußgänger und Radler immer wieder auf Höhe des nördlichen Baggerweihers die Fahrbahn gekreuzt, um vom Geh- und Radweg auf der östlichen Straßenseite – er endet dort – auf die andere Seite zum Isar-Wanderweg zu kommen.

Sollte es in den kommenden Tagen weiter schneien, könnte es auf diesem Weg entlang der Isar übrigens an einigen Stellen eng werden: Denn der Winterdienst, für den die Gemeinde Lenggries zuständig ist, kann nicht den gesamten Weg räumen. Das liegt nicht am fehlenden Willen, sondern letztlich am Staatlichen Bauamt Weilheim. Die Behörde hat im vergangenen Jahr die Brücken über den Hirsch- und Steinbach saniert. Über diese Brücken führt auch der Radweg. Und um die Radler zu schützen, haben die Brücken (und der Bereich davor und dahinter) gemäß der neuesten Vorschriften zur Fahrbahn hin Schutzplanken bekommen. „Und die sind das Problem“, sagt Bürgermeister Werner Weindl. Denn die machen den Weg an dieser Stelle so eng, dass das Räumgerät der Gemeinde einfach nicht mehr durchkommt. Umfahren kann der Mitarbeiter den Bereich auch nicht. „Da müsste er ja durch die Pampa. Das geht nicht“, sagt Weindl.

Daher weist der Rathauschef darauf hin, dass der Weg lediglich zwischen der Unterführung zur Lärchkogelstraße und dem neuen Fußgängertunnel auf Höhe des nördlichen Baggerweihers geräumt werden kann. „Es tut mir leid. Aber mehr geht einfach nicht“, sagte Weindl. Die Gemeinde wolle sich aber auf jeden Fall mit dem Straßenbauamt zusammensetzen, um für das Problem vielleicht doch noch eine Lösung zu finden.

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