+
Das Bild vor der Brauneck-Bergstation ist das letzte Lebenszeichen des Kanadiers.

Wo ist Jeff David Freiheit?

Vermisster Wanderer: Suche der Freiwilligen konzentriert sich auf Benediktenwand

  • schließen

Die Suche nach dem erfahrenen Wanderer aus Kanada geht weiter. Neue Hinweise grenzen den Bereich weiter ein. Seit 2. August gilt er als vermisst. Alle aktuellen Infos im Newsblog mit interaktiver Karte:

  • Der Kanadier Jeff David Freiheit gilt seit 2. August als vermisst. Er war alleine über die Alpen mit dem Ziel Venedig unterwegs.
  • Am 31. Juli brach er in München auf.
  • In der Nacht zum 2. August übernachtete der in Bad Tölz und stieg am Donnerstag zum Brauneck auf - dann verliert sich seine Spur.
  • Eine großangelegte Suchaktion von Polizei und Bergwacht lief über Tage.
  • Die offizielle Suche ist vorläufig eingestellt, aber freiwillige Helfer suchen weiter. 

+++ AKTUALISIEREN +++

Suche nach Kanadier Jeff Freiheit - Update Dienstag, 21. August, 10 Uhr:

Auch am Dienstag setzen Freiwillige die Suche nach dem vermissten Wanderer Jeff Freiheit fort. Nach gemeinsamen Besprechungen mit der Bergwacht konzentrieren sich die Anstrengungen nun wieder mehr auf den Bereich rund um die Benediktenwand und weniger auf den Abschnitt Jachenau-Vorderriß. Koordiniert wird die Suche über die Facebookgruppe „Volunteers searching for Jeff Freiheit“. Dort gibt es auch explizite Sicherheitshinweise für die Freiwilligen. Das folgende Video fasst den Stand der Dinge zudem auf Englisch zusammen. Aber Vorsicht: Das gezeigte Foto der Tölzer Hütte im Video ist nicht korrekt. Es zeigt die gleichnamige Hütte am Schafreiter, nicht am Brauneck. 

Suche nach Kanadier Jeff Freiheit - Update Montag, 20. August, 14.30 Uhr:

Übers Wochenende, sagt der Tölzer Polizeichef Bernhard Gigl, seien keine relevanten neuen Hinweise auf den Verbleib des vermissten Wanderers Jeff Freiheit eingegangen. Die Suche sei offiziell eingestellt. Weiteren Hinweisen gehe man aber natürlich nach. So war am vergangenen Freitag unter anderem auch ein Spürhund im Einsatz, nachdem Wanderer an einer Stelle auf dem möglichen Weg des Vermissten nach Vorderriß einen stechenden Geruch wahrgenommen hatten. Die Suche blieb aber ergebnislos. Wie schlimm die Ungewissheit für die Familie des Vermissten ist, weiß Gigl. „Auch bei uns bleibt immer im Hinterkopf, dass hier jemand vermisst wird.“ 

Suche nach Kanadier Jeff Freiheit - Update Sonntag, 19. August, 10 Uhr:

Auch wenn die offizielle Suche nach Jeff Freiheit am Freitagabend vorläufig eingestellt wurde, sind immer noch Freiwillige unterwegs, die nach dem seit 2. August vermissten Kanadier Ausschau halten. Über die Facebookgruppe „Volunteers searching for Jeff Freiheit“ haben sich Suchteams gebildet. 

Birkkarspitze, Fuchs-  und Klausgraben wurden unter anderem unter die Lupe genommen. Andere waren auf der Nordseite des Schrödlstein unterwegs. Hilfe gab es am Samstag von der Wolfratshauser Firma Air Bavarian GbR, die einen privaten Helikopter-Suchflug organisierte. Zum Einsatz kam dabei auch eine Kameradrohne.  

Im Moment ist ein sechsköpfiges Team  von Benediktbeuern aus in Richtung Tutzinger Hütte unterwegs.

Suche nach Kanadier Jeff Freiheit - Update Freitag, 20 Uhr:

Zu einer weiteren großen Suchaktion trafen sich 20 Retter der Bergwachten Lenggries, Bad Tölz und Penzberg sowie fünf Polizisten am Freitagmorgen. Auch Drohne und Suchhund kamen erneut zum Einsatz. Da das letzte 100-prozentig sichere Lebenszeichen von Jeff Freiheit ein kurzes Video ist, das nahe der Brauneck-Bergstation entstand, wollten die Helfer noch einmal den Wegabschnitt mit dem größten Risikopotenzial zwischen Brauneck und Tutzinger Hütte unter die Lupe nehmen. Die Suchaktion konzentrierte sich auf die Nordseite der Achselköpfe. „80 Prozent des Geländes sind aus der Luft einsehbar“, sagte der Lenggrieser Bergwachteinsatzleiter Sepp Bergmayr. Aber an den Stellen mit dichtem Latschenbewuchs komme man weder mit Wärmebildkamera noch mit anderen optischen Hilfsmitteln weiter. Also seilten sich die Bergretter im steilen, zerklüfteten Gebiet ab, um wirklich in jeder Spalte und auch unter den Latschen suchen zu können. „Das Ergebnis war leider nicht so wie von uns gewünscht“, sagte Bergmayr am Abend. Gegen 16 Uhr wurde die Suche ergebnislos abgebrochen. „Wir haben wirklich sehr, sehr intensiv gesucht, aber nichts gefunden.“ Lediglich einen Badeschlappen brachten die Helfer aus dem Gelände mit. „Wir glauben nicht, dass er dem Vermissten gehört, aber es wird überprüft.“ An insgesamt drei Tagen war intensiv nach dem 32-Jährigen gesucht worden. Da es momentan keinerlei konkrete Anhaltspunkte gebe, wo ein weiterer Einsatz Sinn haben könnte, so Bergmayr, wird die Suche vorerst eingestellt. Das entschieden Bergwacht und Polizei nach intensiven Gesprächen am Freitagabend, heißt es in einer Pressemitteilung der Bergwacht. Dabei seien in den vergangenen Tagen durchaus viele Hinweise eingegangen, aber es gebe eben nichts Konkretes, so Bergmayr. Für die freiwilligen Helfer sei das auch frustrierend. „Wir wollen ihn finden. Man denkt dabei ja auch immer an dessen Familie.“

Suche nach Kanadier Jeff Freiheit - Update Freitag, 10 Uhr:

Zur Stunde läuft die erneute Suche nach Jeff Freiheit. Noch einmal ist die Bergwacht zusammen mit Alpinbeamten der Polizei zwischen Brauneck und Benediktenwand unterwegs.  Nach den Ermittlungen der Polizei und weiteren Zeugenhinweisen wird am Freitag ganz gezielt die Nordseite der Achselköpfe abgesucht.  „Es fehlt zwar weiterhin der entscheidende Hinweis, jedoch birgt dieses Gebiet das größte Risikopotenzial der Tagesetappe des Vermissten und kann aus der Geländebeschaffenheit am ehesten in Betracht gezogen werden“, so die Lenggrieser Bergwachtsprecherin Sylvia Frei. 

Lesen Sie auch: „Ich möchte Jeff einfach zurückhaben“: So geht es den Angehörigen des vermissten Wanderers

Die GPS-Auswertung habe gezeigt, dass die Südseite der Achselköpfe gut abgesucht wurde. „Auf der Nordseite der Achselköpfe hilft die GPS-Auswertung leider nicht wirklich weiter.“ Dieser Teil sei stark zerklüftet, mit Gräben durchzogen und teilweise stark mit dichten Latschen bewachsen. „Eine Person oder Hinweise zu finden, ist in diesem Gebiet äußerst schwierig, denn durch die Latschen hindurch kann man mit optischen Suchmitteln den Boden nicht einsehen“, so Frei. Zudem sei das Gelände für die Suchkräfte schwer zugänglich und gefährlich. Da nicht auszuschließen ist, dass in diesem unübersichtlichen Gelände etwas übersehen wurde, soll es nochmal ganz gezielt abgesucht werden. „Die Einsatzkräfte müssen unter den Latschen an den möglichen Sturzbahnen nachschauen, hinter jedem Stein und unter jedem Busch nachsehen, um wirklich sicher gehen zu können.“

Die Familie des Vermissten möchte derweil einem anderen Hinweis nachgehen, um nichts unversucht zu lassen. So soll Freiheit am 2. oder 3. August im Jachenauer Dorfladen gesehen worden sein. Er soll sich dort mit zwei Frauen/Mädchen unterhalten haben. „Wir suchen nach den zwei jungen Wanderinnen, die am 3. August gegen ca. 11 Uhr im Dorfladen in der Jachenau kurz mit einem jungen Wanderer aus dem Ausland gesprochen haben. Bitte meldet euch, falls ihr euch erinnern könnt, da wir gerne wissen würden, ob es vielleicht Jeffrey Freiheit war. Vielen Dank für Eure Hilfe!“, heißt es auf der Facebookseite „Volunteers searching for Jeff Freiheit.“

Suche nach Kanadier Jeff Freiheit - Update Donnerstag, 13.15 Uhr:

Noch einmal werden Bergwacht und Polizei auf die Suche nach dem vermissten Wanderer Jeff Freiheit gehen. Die Tölzer Beamten organisieren im Moment gerade den Einsatz für Freitag, 17. August. „Abgesucht wird das Gebiet zwischen Brauneck und Benediktenwand“, sagt Andreas Rohrhofer, stellvertretender Tölzer Inspektionsleiter.  Dort habe man zwar bereits gesucht, aber man wolle auf Nummer sicher gehen. Warum aber fiel die Wahl auf dieses Gebiet? „Das einzige, was im Moment 100-prozentig gesichert ist, ist, dass Jeff Freiheit am 2. August in Lenggries Geld abgehoben hat und an der Brauneck-Bergstation war“, sagt Rohrhofer. Letzteres beweist ein Video, das der Kanadier auf Instagram hochgeladen hat. Alle Hinweise auf spätere Aufenthaltsorte seien nicht absolut gesichert. 

Allerdings seien auch noch weitere Hinweise eingegangen, die noch abgearbeitet werden. Am Freitag werden voraussichtlich 20 Mann von der Bergwacht, 7 Einsatzkräfte der Polizei samt Hund und Hubschrauber vor Ort sein. 

Geklärt hat sich übrigens ein Missverständnis zwischen der Tiroler und der Tölzer Polizei. Die österreichischen Kollegen - dort hatte Freiheits Ehefrau Selena ihren Mann als vermisst gemeldet - hatten den Tölzer Fotos geschickt, die die Tutzinger Hütte und die dortige Materialseilbahn zeigen. Aufgrund eines Missverständnisses seien die Kollegen davon ausgegangen, dass die Aufnahmen von Freiheit stammen, sagt Rohrhofer. Auch deshalb sei man davon ausgegangen, dass es der 32-Jährige bis zur Tutzinger Hütte schaffte. Erst später stellte sich heraus, dass es sich um allgemeine Bilder aus einer nicht näher benannten Quelle handelte.     

Suche nach Kanadier Jeff Freiheit - Update Mittwoch, 12.20 Uhr:

Die Familie des vermissten Kanadiers Jeff Freiheit hat eine Facebookgruppe ins Leben gerufen. Unter dem Namen „Volunteers searching for JEFF FREIHEIT“ sollen sich Freiwillige austauschen, die bei der Suche nach dem 32-Jährigen helfen wollen. Außerdem hegt Freiheits Ehefrau Selena Zweifel an dem Hinweis, ihr Mann sei am Vormittag des 3. August in der Jachenau gesehen worden. Die Zeugin habe ihres Wissens nach lediglich angegeben, jemanden mit der Mütze des 32-Jährigen gesehen zu haben. Es gebe aber keine Personenbeschreibung. Die Kappe des Kanadiers ist durchaus einprägsam: Sie trägt die große Aufschrift: „Ernie Freiheit“.

Laut Freiheits Ehefrau trug der 32-Jährige die weiße Variante der Kappe, als er am 2. August von Bad Tölz  Richtung Brauneck aufgebrochen ist. Und genau die will die Zeugin am nächsten Tag in der Jachenau gesehen haben. Es wäre aber durchaus auch möglich, dass Freiheit die Kappe irgendwo auf dem Weg verloren und ein anderer Wanderer sie aufgelesen hat, das vermutet zumindest Freiheits Schwager Nick. Die Familie ist überzeugt, dass der 32-Jährige nie an der Tutzinger Hütte am Fuß der Benediktenwand ankam. Bestätigungen gebe es lediglich für das Erreichen der Brauneck-Bergstation (Foto auf Instagram) und eine Einkehr in die Tölzer Hütte. Ein Paar will Freiheit dann noch zwischen 11 und 11.30 Uhr am 2. August am Latschenkopf gesehen haben.  

Die weiße Kappe hatte Jeff Freiheit auf, als er sich von Bad Tölz auf den Weg zum Brauneck machte.

Die Familie ist daher der Auffassung, dass der Kanadier irgendwo zwischen Latschenkopf und Tutzinger Hütte verschwunden ist. Diesen Bereich hatten rund 60 Freiwillige der Bergwacht und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei allerdings bereits am Wochenende abgesucht. 

Suche nach Kanadier Jeff Freiheit - Update Dienstag, 12.35  Uhr:

Es gibt keine neuen Erkenntnisse zum Verbleib des kanadischen Wanderers Jeff Freiheit, der seit Tagen im Isarwinkel vermisst wird. Die am Montag zwischen Jachenau und Vorderriß gefundenen Kleidungsstücke gehören mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dem 32-Jährigen, bestätigt Andreas Rohrhofer, stellvertretender Inspektionsleiter der Tölzer Polizei auf Anfrage. Am Donnerstag werden sich Alpine Einsatzgruppe, der Sachbearbeiter der Polizei und die Bergwacht noch einmal zusammensetzen, um zu beraten, was noch unternommen werden kann. Bis dahin sind auch die GPS-Tracker ausgewertet, die die Bergretter bei den Suchaktionen zwischen Samstag und Montag dabei hatten. Mit ihnen kann ganz genau geprüft werden, ob es Lücken gibt, die noch abgesucht werden müssen. Es erscheint aber unwahrscheinlich, dass es große blinde Flecken gibt. „Eigentlich ist alles abgesucht“, sagt Rohrhofer. 

Die Suche nach dem Kanadier hat viel öffentliches Interesse geweckt. Dementsprechend viele Hinweise gingen bei der Polizei ein. „Wir haben noch einige, die wir abarbeiten müssen“, sagt Rohrhofer. Ein Hinweisgeber will Freiheit am Freitag im Lenggrieser Bierzelt gesehen haben, ein anderer meldete eine Sichtung im italienischen Bozen. Man werde alles überprüfen, so Rohrhofer.

Suche nach Kanadier Jeff Freiheit - Update Montag, 18 Uhr:

Auch die Suche am Montag brachte nicht den erhofften Erfolg. Gegen 16 Uhr wurde die Aktion abgebrochen. Im Einsatz waren 40 Bergwacht-Kräfte von Lenggries, Benediktbeuern, Bad Tölz, Wolfratshausen und Penzberg sowie 4 Suchhunde der Hundestaffel Hochland und ein Polizeihund.  

„Die Einsatzkräfte konnten auch am zweiten Tag ein extrem großes Gebiet absuchen. Leider nicht mit dem erhofften Erfolg“, so Sylvia Frei, Sprecherin der Lenggrieser Bergwacht. 

Ganz ohne Fund blieb die Aktion allerdings nicht: Die Helfer entdeckten zwei Kleidungsstücke. Diese werden nun von der Polizei untersucht, um zu klären, ob es sich dabei um T-Shirt und Jacke des Vermissten handelt. 

„Wir bleiben währenddessen nicht untätig. Dank der Penzberger Spezialeinsatzgruppe Technik haben wir nun die Möglichkeit die GPS-Tracker auszuwerten, die jeder Suchtrupp mit sich führte. Wir bringen die Aufzeichnungen auf eine Karte und können so eventuelle Lücken finden.“ 

Dort soll dann noch einmal gesucht werden, um alle Lücken abzudecken. Wann das sein wird, steht im Moment allerdings noch nicht fest. In Abstimmung mit der Polizei wird die Suche nach dem Vermissten weitergehen.

Suche nach Kanadier Jeff Freiheit - Update Montag, 10.53 Uhr:

Die Polizei gibt den aktuellen Ermittlungsstand bekannt:Ein Zeugenhinweis von Sonntagabend legt den Schluss nahe, dass sich Jeff Freiheit nach Übernachtung auf der Tutzinger Hütte am Fuß der Benediktenwand tatsächlich wie geplant am 3. August auf den Weg nach Vorderriß gemacht hat. So soll er am 3. August gegen 11 Uhr im Jachenauer Dorfladen gesehen worden sein.

Am Montag  konzentrieren sich die Suchmaßnahmen deshalb nun auf den Bereich Jachenau-Vorderriß. Das Gasthaus Post in Vorderriß war nach dem hier bekannten Routenplan des Kanadiers das nächste Ziel. 

Dort kam er jedoch nach derzeitigen Erkenntnissen nicht an. Neben der Bergwacht sind auch am Montag wieder  Hubschrauber der Polizei (Bayern/Bundespolizei) sowie Beamte der Alpinen Einsatzgruppe an der Suchaktion beteiligt. 

„Ein großes Lob ist hierbei der Bergwacht für ihr engagiertes und professionelles Handeln auszusprechen“, so Andreas Rohrhofer, stellvertretender Inspektionsleiter der Tölzer Polizei. Beteiligt sind  unter anderem die Bergwachten Lenggries, Benediktbeuern, Kochel und Penzberg. Auch Rettungs-, Lawinenhunde der Bergwacht befinden sich im Einsatz.

Bergwachten suchen vermissten Kanadier

Suche nach Kanadier Jeff Freiheit - Update Montag, 9.30 Uhr:

Auch am Montag geht die Suche nach dem vermissten Kanadier Jeff Freiheit weiter. Bereits am Sonntag waren die Bergwachten Lenggries, Bad Tölz, Penzberg, Benediktbeuern und Wolfratshausen mit über 60 Einsatzkräften im  Gebiet zwischen Brauneck-Bergbahn und Benediktenwand unterwegs. Auch 4 Suchhunde der Hundestaffel Hochland sowie zwei Hubschrauber von Polizei und Bundespolizei waren im Einsatz sowie die Drohne der Penzberger Bergwacht. 

„Wir haben es, trotz der Hitze in relativ kurzer Zeit geschafft, ein sehr großes Gebiet abzusuchen. Dank der zahlreichen Einsatzkräfte und einer sinnvollen Zusammenstellung der einzelnen Teams aus ortskundigen Bergwachtlern und Hundeführern“, sagt Till Gudelius von der Lenggrieser Bergwacht. Leider ohne Erfolg. 

Bei Anbruch der Dunkelheit entschied die Einsatzleitung von Polizei und Bergwacht die Suche abzubrechen. Nun werden die GPS-Tracker ausgewertet, welche jeder Suchtrupp mitgeführt hat. „Dank der Penzberger Sondereinsatzgruppe Technik, ist es möglich genau jene Bereiche zu erfassen, in denen wir bereits gesucht haben“, erklärt Sylvia Frei, Sprecherin der Lenggrieser Bergwacht. So wird vermieden, dass Gebiete doppelt, andere gar nicht abgesucht werden.

Das Gelände ist an vielen Stellen stark zerklüftet. Rinnen und Gräben die nur schwer zugänglich sind verlaufen beispielsweise unterhalb der Achselköpfe. „Mit der GPS-Auswertung können wir nochmal gezielt an den Orten suchen, zu denen die Einsatzkräfte noch nicht vorgedrungen sind“ so Frei. 

Wo ist Jeff Freiheit? Seine Spur verliert sich im Tölzer Land - Update Sonntag, 18 Uhr:

Wo ist Jeff David Freiheit? Polizei und Lenggrieser Bergwacht haben am Samstag und Sonntag nach dem vermissten Kanadier gesucht. Bis zum späten Nachmittag des Sonntags ohne Ergebnis, wie die Polizei mitteilt. Der 32-Jährige hatte sich am 31. Juli in München auf den Weg gemacht, um von dort aus nach Venedig zu wandern. Zuletzt wurde er am 2. August am Brauneck gesehen. Seitdem fehlt jede Spur von ihm.

 „Am Samstag ist der Polizeihubschrauber mehrfach in beiden Richtungen und in verschiedenen Höhen den Bergkamm vom Brauneck zur Benediktenwand abgeflogen“, berichtet Polizeihauptkommissar Fritz Schwarm. „Er hat nichts entdeckt“. Auch die Hoffnung, dass sich Freiheit im Gipfelbuch der Benediktenwand eingetragen hat, erfüllte sich laut Schwarm nicht. Pech war, dass das Gipfelbuch erst am 5. August ausgetauscht worden war. So musste der Wirt der Tutzinger Hütte erst das alte heraussuchen. Aber auch da: kein Eintrag. 

Am Sonntag rückte die Alpine Einsatzgruppe der Polizei sowie die Bergwacht Lenggries in mehreren Suchmannschaften aus, um am Fuße des Bergkamms in Spalten und unter Vorsprüngen nach dem Vermissten zu suchen. Bei der derzeitigen Witterung mit nicht zu niedrigen Temperaturen hält es Schwarm für durchaus möglich, dass der Mann, wenn er abgestürzt und verletzt ist, bis heute überlebt hat. Am Wochenende trafen auch Frau und Mutter von Jeff David Freiheit in Bad Tölz ein. (chs)

Immer noch kein Lebenszeichen von Jeff Freiheit - Update Samstag, 17 Uhr:

Keine neuen Erkenntnisse gibt es im Fall des vermissten Jeff Freiheit. Die Polizei bestätigt auf Anfrage aber, dass weiterhin nach dem 32-Jährigen gesucht wird. Der erfahrene Wanderer aus Brandon in der kanadischen Provinz Manitoba war auf dem Traumpfad-Fernwanderweg München-Venedig unterwegs. 

Das letzte Lebenszeichen gab es am 2. August. An diesem Tag war Freiheit vom Brauneck Richtung Tutzinger Hütte und Benediktenwand unterwegs. Der weitere Weg sollte ihn nach Vorderriß führen. Dort kam er in der gebuchten Unterkunft aber nicht an.

+++ Suchaktion gestartet: Jeff Freiheit auf Alpenüberquerung im Tölzer Gebirge verschwunden - Update, Freitag, 16.01 Uhr +++

Zur Stunde leitet die Tölzer Polizei die Suchaktion nach Jeff David Freiheit ein. Der Kanadier, der allein auf dem Fernwanderweg München-Venedig unterwegs war, wird seit 2. August vermisst. 

Am 31. Juli war er in München aufgebrochen. Zuletzt gesehen wurde er im Tölzer Land. Die Familie des 32-Jährigen hatte sich bei der Polizei in Tirol gemeldet, nachdem sich die Spur des Mannes verloren hatte. Die österreichischen Beamten leitete den Fall an die Tölzer Kollegen weiter. 

Wird seit 2. August vermisst: Jeff David Freiheit

"Wir wissen noch nicht genau, wo auf dem Weg etwas passiert sein könnte", sagt Andreas Rohrhofer, stellvertretender Inspektionsleiter der Tölzer Polizei, auf Anfrage. Klar ist im Moment, dass Freiheit am 2. August um 6 Uhr morgens von Tölz Richtung Lenggries aufgebrochen ist. "Er hat die Nacht in Tölz verbracht und mich am Morgen noch angerufen", berichtet Freiheits Ehefrau Selena Anne auf Anfrage des Tölzer Kurier. 

"Im Bereich der Tölzer Hütte am Brauneck ist er noch gesehen worden", sagt Rohrhofer. Von dort führte ihn der Weg Richtung Tutzinger Hütte und Benediktenwand. "Ob er auf der Hütte angekommen ist, wissen wir nicht", sagt seine Frau. Die Alpine Einsatzgruppe ist derzeit unterwegs, um das zu klären. 

Auch das Gipfelbuch auf der Benediktenwand soll geprüft werden. Sollte sich Freiheit dort eingetragen haben - "am besten mit Tag und Uhrzeit", so Rohrhofer - könnte man ein weiteres Stück des Wegs nachvollziehen. Die nächste Station auf der Wanderung wäre Voderriß gewesen. 

"Dort hatte er eine Übernachtung gebucht", sagt Rohrhofer. "Dort ist er allerdings nicht angekommen." Die Polizei hat natürlich auch versucht, das Handy des Kanadiers zu orten. Ohne Erfolg. "Nachdem seit dem Verschwinden einige Tage vergangen sind, ist das nicht verwunderlich. 

Der Akku ist vermutlich längst leer", sagt Rohrhofer. Denkbar wäre natürlich auch, dass das Gerät bei einem Sturz beschädigt wurde. Gemeinsam mit der Alpinen Einsatzgruppe wird nun entschieden, wie bei der Suche weiter vorgegangen wird. Angesichts der dichten Wolkendecke erscheine der Einsatz eines Hubschraubers derzeit nicht sinnvoll. 

Laut seiner Ehefrau ist Freiheit ein erfahrener Wanderer. Er sei sehr sportlich und habe schon zahlreiche Touren unternommen. Er sei aber zum ersten Mal in den Alpen unterwegs. Seine Ankunft in Venedig hatte der 32-Jährige für den 23. August geplant.

Erstmeldung, Freitag, 12.05 Uhr

Lenggries - Er lächelt in die Kamera. Im Hintergrund ist die Bergstation der Brauneck-Bergbahn zu sehen. Gerade hat Jeff David Freiheit den Aufstieg auf den 1555 Meter hohen Berg in nur 70 Minuten absolviert. Das erzählt er stolz in einem kurzen Video auf Instagram. Am 2. August hat der Kanadier das Video hochgeladen.  Es ist das letzte Lebenszeichen, das die Familie von ihm hat. Danach verliert sich die Spur des Mannes, der alleine auf dem „Traumpfad München–Venedig“-Fernwanderweg unterwegs war.

Das Bild vor der Brauneck-Bergstation ist das letzte Lebenszeichen des Kanadiers.

Seine Familie verbreitet derzeit via Facebook den Suchaufruf - auf Englisch und Deutsch. Und bittet auf diesem Weg um Hilfe. Dort haben bereits viele Menschen den Aufruf geteilt. Ein Mann berichtet auch davon, dass er den Kanadier am 2. August in der Nähe von Lenggries gesehen hat. Ein andere empfiehlt, den Wirt der Tutzinger Hütte zu kontaktieren, weil diese die nächste Station auf der Tour gewesen sein könnte. 

Auch bei der Tölzer Polizei ist der Fall bekannt. „Wir wurde von den Österreichern informiert“, sagt der stellvertretende Tölzer Inspektionsleiter Andreas Rohrhofer auf Anfrage. Derzeit laufen die Ermittlungen an. Mehr kann er im Moment noch nicht dazu sagen.

Der Vermisste wird wie folgt beschrieben: Jeff David Freiheit ist etwa 1,85 Meter groß und 80 Kilo schwer. Er hat eine athletische Figur, braunes Haar und braune Augen. Wer Hinweise zu seinem Verbleib hat, kann sich bei der Tölzer Polizei unter der Telefonnummer 08041/761060 melden. 

Alle News und Geschichten aus Lenggries und Umgebung lesen Sie nur bei uns - und immer top aktuell. Sie wollen minütlich am Puls der Region bleiben? Dann folgen Sie der Redaktion doch auf Tölz Live.

Lesen Sie auch: Vermisst: Polizei sucht noch immer nach dieser Tölzerin

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Tölz live: Arbeiten auf der Isarbrücke gehen weiter
Kleiner Blechschaden da, großer Stau dort, eine Gewitterfront zieht an, ein tolles Konzert startet in Kürze. Hier gibt‘s unseren Newsblog direkt aus der Redaktion.
Tölz live: Arbeiten auf der Isarbrücke gehen weiter
„Größte Kulturveranstaltung Deutschlands“: Das bietet der Tag des offenen Denkmals
Die Schatzkammern des Landkreises öffnen sich: Der Tag des offenen Denkmals am 9. September wartet heuer mit einer Reihe neuer Attraktionen auf.
„Größte Kulturveranstaltung Deutschlands“: Das bietet der Tag des offenen Denkmals
Aiwanger: „Ich möchte nicht, dass die AfD so stark wird, dass Bayern schwarz-grün regiert wird“
Die Freie Wähler luden zum politischen Nachmittag ihren Anführer Hubert Aiwanger ins Lenggrieser Bierzelt ein. Der ließ wie gewohnt klare Worte folgen. 
Aiwanger: „Ich möchte nicht, dass die AfD so stark wird, dass Bayern schwarz-grün regiert wird“
Neue Serie: Psychisch kranke Menschen erzählen, was ihnen Sorgen macht
Laut Statistik gerät jeder Dritte mindestens einmal im Leben in eine so schwere psychische Krise, dass er professionelle Hilfe bräuchte. Trotzdem gelten seelische …
Neue Serie: Psychisch kranke Menschen erzählen, was ihnen Sorgen macht

Kommentare