5 Euro Parkgebühr werden pro Tag am Blomberg fällig. Die Gebühr wurde heuer erhöht.
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5 Euro Parkgebühr werden pro Tag am Blomberg fällig. Die Gebühr wurde heuer erhöht.

Mehrere Gemeinden haben Gebührenerhöhungen beschlossen

Ausflug in den Isarwinkel geplant? Das kostet das Parken

  • Andreas Steppan
    vonAndreas Steppan
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Die Aussichten fürs Wochenende: Mit den Temperaturen dürfte auch das Verkehrsaufkommen steigen. Die Bürgermeister im Isarwinkel appellieren unisono an die Besucher, die offiziellen Parkplätze zu nutzen. Für die wurden vielerorts zuletzt Gebührenerhöhungen beschlossen. Doch was genau gilt aktuell wo? Ein Überblick:

Lenggries

Die Gemeinde Lenggries hat beschlossen, zwischen Hohenwiesen und der Landesgrenze 14 Wanderparkplätze von den Staatsforsten anzupachten, zu bewirtschaften und dort Parkgebühren zu verlangen. Die entsprechende Parkgebührensatzung ist laut Bürgermeister Stefan Klaffenbacher seit 1. Mai in Kraft – aber die Parkautomaten sind noch nicht aufgestellt, und somit ist die Nutzung fast aller Parkplätze noch kostenfrei. „Ich fürchte, dass die Automaten vor Ende Juni nicht betriebsbereit sind“, so der Rathauschef.

Fällig werden die neuen Gebühren – 3 Euro bis 6 Stunden (bisher: 2), 5 Euro für den ganzen Tag (bisher: 3) – also aktuell nur dort, wo auch bisher schon Parkautomaten standen: auf dem Wanderparkplatz Hohenburg und auf dem Parkplatz in Fall. Dort stehen laut Klaffenbacher jetzt auch Höhenbeschränkungen, sodass nur noch Pkw auf den Parkplatz einfahren können. Auf dem kleinen Teil, der als Nachtparkplatz für Camper ausgewiesen ist, kostet die Nacht 10 Euro.

Jachenau

Nach dem gleichen Prinzip geht die Gemeinde Jachenau am Walchensee-Südufer vor: Sie pachtet Parkplätze von den Staatsforsten und erhebt dann 5 Euro Parkgebühr pro Tag. Auch hier stehen die Parkautomaten noch nicht, es müssen daher aktuell nur die 5 Euro Maut entrichtet werden. An den anderen Wanderparkplätzen – Schützenhaus, Laich, Niggeln, Schule, Petern – gilt laut Rosmarie Fischer von der Tourist-Info im Moment noch die alte Gebühr von 4 Euro pro Tag, bis die Automaten auf die beschlossene Erhöhung auf 5 Euro umprogrammiert sind. Zusätzlich kann man zum selben Preis aktuell vor dem Rathaus – solange das Hotel im Sonnental geschlossen ist – und auf dem Ausweichparkplatz in Laich sein Fahrzeug abstellen. Fischer geht davon aus, dass letztere Wiese trotz des Regens am Freitag spätestens am Sonntag wieder trocken genug ist, um genutzt zu werden.

Wackersberg

Parkgebühren werden in der Gemeinde Wackersberg aktuell nur am Blomberg fällig. Der private Betreiber, die Blombergbahn, hat den Tarif wie berichtet im Frühjahr von 2 auf 5 Euro pro Tag erhöht. Am Blomberg sind aktuell mit Ausnahme der Doppelsesselbahn fast alle Anlagen geöffnet, darunter die Sommerrodelbahn und der Blombergblitz.

Auf dem gemeindlichen Wanderparkplätzen am Lehrbienenstand und an den ehemaligen „Hochtannerstuben“ am Eingang ins Längental zahlt man aktuell nichts. Sie sollen demnächst vergrößert werden. „Allerdings brauchen wir dafür umfangreiche Ausgleichsflächen, das geht ganz schön ins Geld“, erklärt Bürgermeister Jan Göhzold. „Dazu soll der Gemeinderat erst noch sein Okay geben.“ Wenn die Erweiterung der Parkplätze umgesetzt ist, dann will die Gemeinde auch Parkgebühren erheben. „Bei der Höhe werden wir uns an den umliegenden Gemeinden orientieren“, sagt der Rathauschef. Die Gemeinde lässt jetzt auf den beiden Parkplätzen auch Toiletten aufstellen. Die werden laut Göhzold am Montag geliefert.

Gaißach

Moderate Gebühren verlangt die Gemeinde Gaißach auf ihren beiden Wanderparkplätzen Gerstlandhang/Lehen und Sunntraten: Für drei Stunden bezahlt man 1 Euro, für sechs Stunden 2 Euro und für einen ganzen Tag 4 Euro.

Bürgermeister Stefan Fadinger ruft noch einmal eindringlich dazu auf, nicht wild auf Wiesen und Feldern zu parken, wenn die offiziellen Stellflächen voll sind. Mit einem Schild in Lehen weist die Gemeinde auf eine legale und kostenlose Alternative hin: die Parkfläche südlich vom Bahnhof. „Von dort geht man eine Viertelstunde länger, das kann man auch als schönen Teil der Wanderung sehen“, so Fadinger. Leider werde diese Anregung bisher nicht so üppig angenommen. Über die gesamte Parksituation in Gaißach werde der Gemeinderat voraussichtlich im Sommer oder Herbst umfassender diskutieren.

Sachsenkam

Wer angesichts von Temperaturen über 20 Grad gerne im Kirchsee die Badesaison eröffnen will, kann sein Ausflugsziel allenfalls mit dem Radl ansteuern, denn die Hauptzufahrt, die Sachsenkamer Kirchseestraße, ist nach wie vor wegen Bauarbeiten gesperrt. Wie berichtet wird dort eine neue Stromleitung verlegt. „Die Straße ist voraussichtlich erst Anfang oder Mitte nächster Woche wieder benutzbar“, erklärt Bürgermeister Andreas Rammler.

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