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Zu Fuß machten sich die Bergretter auf die Suche nach dem verunglückten Bergsteiger.
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Zu Fuß machten sich die Bergretter auf die Suche nach dem verunglückten Bergsteiger.
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Mit dem Skidoo wurde der Münchner ins Tal gebracht.

Einsatz der Lenggrieser Bergwacht

Bäumchen rettet Wanderer vor 30-Meter-Sturz

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Ein kleiner Baum hat einem Bergsteiger am Donnerstag womöglich das Leben gerettet. Die Lenggrieser Bergwacht befreite den Mann aus der misslichen Lage.

Lenggries - Der Student aus München war am Donnerstag zu einer Wanderung zum Grasleitenstein aufgebrochen. Auf einem Steig rutschte der Mann aus und ein Stück im Gelände ab. Glücklicherweise konnte sich der Münchner aber noch einem kleinen Bäumchen festkrallen und so einen 20 bis 30 Meter tiefen Sturz verhindern. „Dann tat er das einzig Richtige in dieser ausweglosen Situation und wählte den Notruf“, so die Lenggrieser Bergwacht. Die Alarmierung der Retter erfolgte gegen 13.30 Uhr. Mit vier Mann, unter anderem einem Bergwacht-Notarzt und zwei Notfall-Sanitätern, rückte die Bergwacht aus. Die Lokalisierung des Verunglückten sei etwas schwierig gewesen, „weil er kaum Handyempfang hatte“, schildert Einsatzleiter Karl Strehler.

Die Leitstelle schaffte es schließlich, länger mit dem Verunglückten zu telefonieren und teilte den Bergrettern genauere Daten mit. Die fuhren darauf hin mit dem Skidoo zur Lenggrieser Hütte und machten sich zu Fuß auf die Suche nach dem Münchner. Der Wanderer habe vermutlich nicht damit gerechnet, dass auf dem Steig auf der Südseite des Bergs noch etwa ein halber Meter Schnee liegt, mutmaßt Strehler. Der Wanderer habe leichte Bergschuhe und Wärmebekleidung getragen. Auch Getränke hatte er ausreichend dabei. „Aber er war auf einem Sommersteig unterwegs“, sagt der Einsatzleiter. Der Weg sei schon in den warmen Monaten oft rutschig. Und er führe durch bis zu 50 Grad steile Grashänge. „Es ist ein Glück, dass der Mann beim Abrutschen den Baum erwischt hat“, so Strehler.

In dieser misslichen Lage entdeckte die Bergwacht schließlich den Münchner. Um ihn zu retten, spannten die Helfer ein sogenanntes Seilgeländer zwischen starken Bäumen und sicherten den Verunglückten, der mit einem Klettergurt ausgerüstet wurde, so ab. Dann wurde der unterkühlte, erschöpfte, aber sonst unverletzte Wanderer zur Tölzer Hütte gebracht und mit warmen Getränken versorgt. Danach brachte ihn die Bergwacht mit dem Skidoo ins Tal. „Er war dann in der Lage, selbst nach Hause zu fahren“, sagt Strehler. Gegen 16 Uhr war der Einsatz für die Bergwacht beendet.

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