+
Demnächst gesperrt: Ein Schild an der Fahrradbrücke über die B 13 kündigt die baldige Sperrung an.

Sperrung beginnt am 8. Juli

Bauarbeiten: Wasserwirtschaftsamt sperrt beliebten Radweg über Monate

  • schließen

Für Radfahrer, die Richtung Sylvenstein-Stausee wollen, wird es ab 8. Juli beschwerlich. Das Waserwirtschaftsamt sperrt den Radweg.

Lenggries – Ja, gibt Tobias Lang vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim zu, die Sperrung eines Teilstücks des Radwegs von Lenggries in Richtung Sylvensteindamm tue weh: „Vor allem natürlich die Phase jetzt bis in die Sommerferien.“ Aber er stellt auch klar, dass es unumgänglich sei, den nächsten Abschnitt der Sanierung des Damms anzupacken. „Der Hochwasserschutz muss betriebsbereit bleiben.“

Es ist das Jahr vier des Stahlwasserbaus. Wie berichtet war bereits in den vergangenen Jahren seit 2015 mit den Revisionsverschlüssen begonnen worden. „Jeden Winter haben wir einen Verschluss erneuert“, so Lang. Demnach ist jetzt der vierte dran – und diesmal ist die Baustelle am Triebwasserstollen nördlich des Fußgänger- und Radfahrer-Tunnels ausschließlich über den Radweg erreichbar. Gesperrt sein wird ab dem Steinbock-Denkmal an der Isar, beziehungsweise kurz vor der Holzbrücke, die die Bundesstraße 13 überquert, bis zum Sylvensteindamm.

Am Wochenende soll der Radweg befahrbar sein

Für die recht langen Vorarbeiten ist der Weg ab 8. Juli dicht. „Wir müssen die alten Antriebe ausbauen und die Teile über den Radweg runterbringen.“ Nur dann sei es möglich, dass im Winter die Arbeiten durchgeführt werden können, die ausschließlich in der hochwasserarmen Zeit erledigt werden können. „Nur im Winter gibt es weniger Niederschlag“, erklärt Lang.

Am Dienstag habe es eine Besprechung mit dem Tölzer Landratsamt gegeben. Dabei sei der Beschluss gefallen, zumindest am Wochenende den Radweg so frei zu geben, dass man ein Fahrrad wenigstens an der Baustelle vorbeischieben kann. Lang hofft auf das Verständnis der Bevölkerung: „Wir nehmen sehr viel Geld in die Hand, um jedes Mal vor den Wochenenden die Baustelle zu räumen und die Beschilderung zu ändern. Aber wir wollen den Radweg dann immer passierbar machen.“ Unter der Woche führe aber kein Weg an der Sperrung vorbei, dann nämlich, wenn die Strecke zur Baustellenzufahrt wird. „Es werden Kräne oder auch mal nur ein VW-Bus unterwegs sein. Es es gibt keinen Platz aneinander vorbeizukommen, weil es viel zu beengt ist“, sagt Lang.

Umleitung an der Baustelle vorbei ist nicht möglich

Wie das Landratsamt mitteilt, ist eine Umleitung unmittelbar an der Baustelle vorbei wegen des steilen und felsigen Geländes nicht möglich. Da damit zu rechnen ist, dass während der Sperrung Radfahrer auf die B 13 ausweichen, bittet Georg Fischhaber, Leiter der Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt, alle Autofahrer um erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme.

Die Sperrung des Radwegs wird voraussichtlich bis zum Frühjahr im kommenden Jahr andauern.

Lesen Sie auch:

Vor 60 Jahren rettet der Sylvensteinsee die Region erstmals vor Hochwasser. Aber nicht nur bei Hochwasser ist der Stausee wichtig, sondern vor allem auch bei anhaltender Trockenheit. Dann liefert er nämlich Wasser für die Isar, Kraftwerke und Elefanten

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kloster-Sanierung in Benediktbeuern: Start wird 2020 sein
Im Kloster Benediktbeuern laufen die Vorbereitungen für die umfangreiche Sanierung des Südarkadentrakts. Damit soll im Frühjahr 2020 begonnen werden.
Kloster-Sanierung in Benediktbeuern: Start wird 2020 sein
Knowhow aus Bichl für Nigeria
Auf Einladung des Bayerischen Bauernverbands (BBV) informierten sich acht Frauen aus Nigeria über Wirtschaftskreisläufe im Oberland.
Knowhow aus Bichl für Nigeria
Winter-Wetter 2019/20: Kult-Orakel wagt mit uralter Methode Schnee-Vorhersage
An Kult-Orakel Sepp Haslinger und seinen Winterprognosen scheiden sich die Geister. Hier lesen sie, was er für das Winter-Wetter 2019/20 voraussagt. 
Winter-Wetter 2019/20: Kult-Orakel wagt mit uralter Methode Schnee-Vorhersage
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau: Gedankenaustausch mit Landräten
Regionale, nicht nur ortsbezogene Konzepte fordert die „Oberland-Initiative für Ökologie & Verkehr“ (OL).
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau: Gedankenaustausch mit Landräten

Kommentare