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Nach der Genehmigung durch das Landratsamt darf das ehemalige Offiziersheim der Lenggrieser Kaserne als Seminarhaus genutzt werden. 

Bauausschuss

Yoga und Tanz im Offiziersheim

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Lenggries – Wenn es um die Nutzung ehemaliger Kasernengebäude geht, ist die Gemeinde Lenggries äußerst zurückhaltend. Allerdings wurde sie nun in Sachen Offiziersheim vom Landratsamt überstimmt.

Das schmucke Offiziersheim gehört seit 2009 der Luitpolderhöfe GmbH und liegt im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, der dort Gewerbe vorsieht. Eigentümer Peter Wasner wagte in den vergangenen Jahren einige Vorstöße in Sachen neuer Nutzung, scheiterte aber stets am Veto der Gemeinde. Gastronomie, Wohnungen, ein Treffpunkt für Künstler: Ideen hatte Wasner viele, nur der Gemeinderat lehnte stets ab.

Das tat er auch im Juli 2015, als die Luitpolderhöfe GmbH die Umwandlung in ein Seminarhaus für Yoga, musikalische Erziehung, Mountainbike-Seminare und Tanzstunden beantragte. Das Nein erfolgte seinerzeit aber in erster Linie mit Verweis auf fehlende Unterlagen und den daraus resultierenden Zweifeln, dass hier tatsächlich eine gewerbliche Nutzung der denkmalgeschützten Immobilie erfolgen soll.

Daran hat das Landratsamt offensichtlich keine Zweifel. Das Kreisbauamt genehmigte daher im Mai die beantragte Nutzung. Offensichtlich wittert die Luitpolderhöfe GmbH dadurch Morgenluft und reichte nun einen weitergehenden Antrag im Bauausschuss ein. Dieser wurde in der Sitzung am Montag behandelt. Aus dem Kreis der Nutzungsinteressenten habe sich Bedarf für weitere Räume ergeben, schreibt Luitpolderhöfe-Geschäftsführer Michael Wondra in einem Brief ans Landratsamt. Im Prinzip soll nun neben dem Erdgeschoss auch der komplette erste Stock mitgenutzt werden. Es geht um die Schaffung von Büro- und Besprechungsräumen, aber auch um Teeküchen und Bäder. „Letztendlich ist dort nun alles überplant“, fasste Bauamtsmitarbeiterin Maria Gaisreiter zusammen.

Und dieses Mal sagte der Ausschuss gegen die Stimme von Hans Proisl (Freie Wähler) sogar Ja. Vorsorglich wurde aber darauf hingewiesen, dass die Genehmigung daran geknüpft ist, dass die Räume tatsächlich wie im Bebauungsplan vorgesehen gewerblich genutzt werden.

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