Auto im Graben auf Feldweg am Murbach/Brauneck
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Nichts geht mehr: Als der SUV vom Weg abgekommen war, konnten nur noch Traktor und Abschleppdienst helfen.

Dreistündige Bergung

Auf Navi vertraut: Tagesausflügler fährt sich auf dem Weg zum Brauneckgipfel fest

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Es passiert immer wieder, dass Navis Autofahrer in die Irre führen. Ein 43-Jähriger und seine Familie waren deshalb am Montag mit dem Auto plötzlich Richtung Brauneckgipfel unterwegs. Als der SUV vom Weg abkam, folgte eine dreistündige Bergungsaktion.

  • Das Navi leitete einen 43-jährigen Autofahrer am Brauneck in die Irre.
  • Nach einigen Kilometern auf einem verschneiten Waldweg bergauf blieb der SUV stecken.
  • Die Bergung des Wagens war schwierig - und dauerte rund drei Stunden.

Lenggries - Ursprünglich waren die Eltern mit zwei Kleinkindern und ihrem SUV auf dem Weg zum Brauneckgebiet, um die Natur zu genießen. „Wie der 43-jährige Fahrzeuglenker später schilderte, hatte ihn sein Navigationsgerät jedoch fehlgeleitet“, berichtet der Tölzer Polizeichef Johannes Kufner. Der verschneite Waldweg entlang des Murbachs schlängelte sich immer weiter bergauf.

Auf dem Weg zum Brauneck: 43-Jähriger findet sich in auswegloser Situation wieder

Warum der Mann weiterfuhr, ist nicht ganz klar. Möglicherweise befürchtete er, auf dem steilen und rutschigen Weg nach dem Anhalten nicht mehr anfahren zu können. Vielleicht sah er aber auch keine Möglichkeit zum Wenden. Nach einigen Kilometern ging dann aber gar nichts mehr: Etwa auf Höhe des Filzgrabens fand sich der 43-Jährige in einer ausweglosen Situation wieder. 

Der Wagen kam schließlich von der Fahrbahn ab und fuhr sich im Schnee fest. Dabei hatte die Familie noch Glück im Unglück, dass der Wagen bergseitig vom Weg gerutscht war und nicht auf der Talseite. Selbst konnte der Mann den Wagen jedenfalls nicht mehr befreien. Über Notruf teilte er seine missliche Lage.

Brauneck: Vom Navi in die Irre geführt - Dreistündige Bergung des Wagens mit Abschleppdienst und Traktoren

Eine aufwendige Bergung des Wagens lief an. „Mit Abschleppdienst und schweren Traktoren mit Seilwinden gelang es, den SUV zu befreien und unbeschadet ins Tal zu geleiten“, berichtet Kufner. Tatsächlich dauerte die Aktion rund drei Stunden. Auch die Bergwacht war zwischenzeitlich mit Einsatzkräften vor Ort. „Letztendlich konnte die Familie ihren Tagesausflug unbeschadet zu Ende bringen“, so der Tölzer Inspektionsleiter.  „Erleichtert vom glücklichen Ausgang war der Fahrzeuglenker voll des Lobes für die hilfsbereiten und zuvorkommenden Lenggrieser Landwirte und sonstigen Helfern.“

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