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Die Bayernhütte am Brauneck steht seit vier Jahren leer.

Bayernhütte am Brauneck: Neuer Sanierungsversuch

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Lenggries - Die einst so beliebte Bayernhütte am Brauneck ist seit vier Jahren geschlossen. Sanierungspläne gibt es seit Längerem. Nach dem Tod von Jannik Inselkammer, Mitinhaber der Augustiner-Brauerei, gab es nun erneut einen Besitzerwechsel – und neue Pläne.

Es war im August 2012, als Wanderer bei der Bayernhütte am Brauneckplötzlich vor verschlossener Tür standen. Der langjährige Pächter hatte seinen Vertrag nach Jahrzehnten nicht verlängert, die Hütte war sanierungsbedürftig, aus Brandschutzgründen durften schon seit Monaten keine Übernachtungsgäste mehr aufgenommen werden. Der Bayerische Verkehrsbeamtenverein, dem die Hütte seit den 1920er-Jahren gehörte, suchte einen Käufer.

Der wurde Anfang 2013 auch gefunden: Die Firma IVN Immobilien Nürnberg GmbH & Co. KG kaufte das Anwesen. Dahinter steckte ein prominenter Name: Jannik Inselkammer, Chef der Münchner Augustiner-Brauerei. Die Hütte war für Inselkammer eine Herzensangelegenheit. Die Sanierung und Erweiterung wurde geplant und vom Lenggrieser Bauausschuss im März 2014 genehmigt. Möglichst schnell sollten die Pläne umgesetzt werden.

Doch nur wenige Tage nach der Sitzung wurde Inselkammer (45) beim Heli-Skiing in den kanadischen Rocky Mountains von einer Lawine erfasst und getötet.

Das Projekt ruhte. Nun ist die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung Eigentümer der Hütte. „Wir haben sie von Familie Inselkammer erworben“, sagt ein Vertreter der Stiftung, die knapp über 50 Prozent der Augustiner Bräu Wagner KG hält undkulturelles und soziales Engagement fördert. An den Plänen hat sich nicht viel geändert. Die Hütte soll in Richtung Norden um einen erdgeschossigen Anbau erweitert werden. Dort soll die Betriebsleiterwohnung Platz finden. Dazu ist eine umfangreiche Sanierung notwendig, damit die Hütte wieder den Brandschutzbestimmungen entspricht. „Im Zuge der Feinuntersuchung hat sich zudem heraugestellt, dass einiges anders als erwartet ist“, sagte Bauamtsleiter Anton Bammer am Montag im Gemeinderat. Daher soll die Hütte nun auch teilerneuert werden. Von Außen wird sich das Erscheinungsbild aber nicht ändern. „Sie soll so aussehen, wie man sie kennt“, so Bammer.

Nachdem der Gemeinderat am Montagabend den leicht geänderten Plänen zustimmte, muss nun das Landratsamt als Genehmigungsbehörde noch Ja sagen. „Sobald wir von dort grünes Licht haben, würden wir gerne loselegen“, erklärt der Stiftungs-Vertreter. Er hoffe, dass das Genehmigungsverfahren rasch über die Bühne gebracht werden kann.

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