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Eine ganze Hütte und eine halbe Hütte stehen schon auf dem geplanten Campingplatz am Fuße des Braunecks. Insgesamt sollen dort sieben Almchalets, 24 Stellplätze und acht Ferienzimmer Sporttouristen anlocken.

Familienprojekt

Berg-Campingplatz: Erste Almhütte steht

Das Familienprojekt Lenggrieser Berg-Campingplatz schreitet voran: Der Rohbau des zentralen Haupthauses ist fertig verputzt, die erste der sieben Almhütten steht. Die „Chalets“ sollen genau wie die 24 Caravan-Stellplätze und acht Ferienzimmer zur Anlaufstelle für Sporttouristen werden. „Wir liegen ganz gut im Plan“, sagt Michaela Probst. Sie spricht für drei Geschwister aus dem Isarwinkel, die sich zusammen mit ihren Partnern ein zweites Standbein aufbauen wollen. Dafür haben sie das ehemalige Tennishallen-Grundstück am Fuße des Braunecks gekauft.

Lenggries – Im Februar war von einer Eröffnung im Juli die Rede. Ganz realistisch ist das nun nicht mehr. „Wir wollen nicht in die Bredouille kommen und mit Kinderkrankheiten starten“, sagt Probst. Die Außenanlagen, also Stellplätze und Co., sollen ab Mai Form annehmen. Die Hütten mit je 40 Quadratmetern Wohnfläche und Panoramablick Richtung Brauneck sollen tatsächlich im Juli fertig und eventuell auch schon im Sommer buchbar sein. Reservierungen nehmen die Betreiber aber erst ab September entgegen, wenn die sanitären Anlagen fertig gebaut sind.

Ein Thema ist noch nicht geklärt: Ein Pächter für ein gastronomisches Angebot im Haupthaus des Campingplatzes ist noch nicht gefunden. Mittlerweile ist sich die Familie allerdings gar nicht mehr sicher, ob sie die Räumlichkeiten überhaupt in fremde Hände geben will. Denkbar sei auch, lediglich einen Geschäftsführer für die Bewirtung der Gäste einzustellen. Auch das ursprünglich angedachte Restaurant mit 120 Plätzen innen und 60 im Biergarten ist in der Schwebe. „Es gibt viele Wirtschaften rundherum. Wir überlegen deshalb eher, die Gastronomie zu reduzieren“, sagt Michaela Probst.

Eine Art Bistro mit Café, wo man eine Kleinigkeit essen kann, sei nach aktuellem Stand realistischer. Ein Frühstücksservice für die Gäste in Wohnwagen, Ferienzimmern und Hütten würde als Pflichtprogramm dazugehören. „Wir überlegen gerade, was stimmig ist und am besten in das familiäre Gesamtkonzept passt“, sagt Probst. Auch wenn Spaziergänger und Einheimische willkommen sind: „Unsere Gäste sollen im Mittelpunkt stehen.“ Mit einem Interessenten für die Bewirtung verhandle man derzeit. „Wir schauen derzeit, ob wir zusammenkommen.“ In den nächsten 14 Tagen wollen Probst und ihre Mitstreiter das Thema unter Dach und Fach bringen.

Für das Haupthaus, in dem neben der Gastronomie sechs Doppelzimmer, zwei größere Familienzimmer und Sanitäranlagen unterkommen sollen, spielen die Isarwinkler mit einem weiteren Gedanken. „Wir haben noch einen Raum frei. Dort könnten wir uns ein Bettenlager vorstellen.“ Dies könne gerade für Gruppen von Rad- oder Bootstouristen eine sinnvolle Einrichtung sein. Mit solchen Ideen und mit den Ferienzimmern, die auch für eine Nacht buchbar sein werden, soll der Campingplatz eine Lücke im Lenggrieser Tourismusangebot schließen.

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