Neuer Lufthansa-Streik ab Juli: Es drohen Flugausfälle im Sommer

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Sie werben am Lenggrieser Schilderbaum für den Bergsteigerbus: (v. li.) Andreas Päschel (RVO), Franz Straubinger (Naturpark Karwendel), Ralf Kreutzer (RVO), Werner Weindl (Bürgermeister Lenggries), Thomas Holz (Landrat-Stellvertreter), Tanja Heidtmann (DAV München/Oberland) und Tobias Hipp (DAV). 

Nachhaltiger Tourismus

Bergsteigerbus startet in die Wandersaison

Auch wenn auf den Bergen im Karwendel stellenweise noch viel Schnee liegt: Jetzt beginnt die Wandersaison. In Lenggries wurde schon mal die Werbetrommel für den Bergsteigerbus zum Ahornboden gerührt.

Lenggries Unübersehbar ist der neue Schilderbaum aus altem Lärchenholz am Lenggrieser Bahnhof platziert. Auf seinen stilisierten Blättern findet man eine Rißbachtalkarte, Wanderwegsinformationen, Piktogramme zum naturgerechten Verhalten und natürlich den Fahrplan des Bergsteigerbusses.

Dieses sogenannte Interreg-Projekt „Öffentlich zum Ahornboden“ war schon seit einigen Jahren geplant, so Franz Straubinger vom Naturpark Karwendel. „Wir streben zusammen mit unseren Partnern einen nachhaltigen Tourismus an.“ In diesem Fall eine öffentliche Nahverkehrsverbindung durch das Rißtal bis zum bekannten Ahornboden. Dieser ist nur durch die Mautstraße Hinterriß-Eng erreichbar, die mit über 120 000 Autos und Motorradfahrern jeden Sommer stark überlastet ist.

Seit 2014 gibt es eine Wanderbroschüre, die über die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den beliebten Bergtourzielen im Karwendel informiert. Nun kommt der „Falti“ dazu, ein kompakter Zettel, der alle Fahrpläne und Ticketpreise enthält. Auch 16 kostenlose Rückfahrten sind enthalten.

Neuer Bergsteigerbus: Verkehr soll eingedämmt werden

Wegen seiner einzigartigen Landschaft ist das Rißbachtal ein beliebtes Ziel vieler Wochenendausflügler aus München und Umgebung. „Der Autoverkehr belastet die empfindliche Flora und Fauna, die wir schützen wollen“, sagte Straubinger am Donnerstag in Lenggries. Eine Fahrt mit Nahverkehrsmitteln statt mit dem Auto von Bad Tölz in die Eng spart laut Alpenverein immerhin 5,3 Kilogramm CO2.

Auch der stellvertretende Landrat Thomas Holz will den zunehmenden Verkehr in der Alpenregion eindämmen. „Ein Stau ist ja keine Erholung.“ Deshalb will er die Leute „von den Straßen auf die Schienen und in den Bus bekommen“. Vom Münchner Hauptbahnhof, mit sechs Minuten Umsteigezeit in den Bus kann man in zwei Stunden die Eng erreichen. Am Wochenende werden drei, werktags zwei Hin- und Rückfahrten angeboten.

Der Lenggrieser Bürgermeister Werner Weindl freut sich über die positive Entwicklung der „zart begonnenen Idee von einem Bus in die Eng“. Er bedankte sich beim Pressetermin vor dem Lenggrieser Bahnhof bei den Projektteilnehmern, nämlich dem Deutschen Alpenverein mit seinen Sektionen Bad Tölz, München und Oberland, dem Naturpark Karwendel und der DB Regio, die laut Weindl geholfen haben, die Idee zu verwirklichen. Laut Franz Straubinger hat die Verwirklichung 25 000 Euro gekostet, der Fördersatz betrug 75 Prozent.

Ob sich diese Investition gelohnt hat, hängt nun von den Wanderlustigen ab, die in großen Scharen das Rißbachtal besuchen. Deshalb wird versucht, das Angebot möglichst attraktiv zu gestalten, bezogen auf Zuverlässigkeit der Verkehrsmittel und deren Preise, betonte Vizelandrat Holz.

Die Schilderbäume, die es an allen Haltestellen gibt, sollen bei der Orientierung helfen. Die Fahrten unter der Woche beginnen in der Pfingstferienwoche am Dienstag, 11. Juni.

Alle Fahrpläne sind auf der Homepage des Alpenvereins, an den Schilderbäumen und auf dem „Falti“ zu finden. (Theresa Pfund)

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