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Für ihr langjährigen Dienste bei der Lenggrieser Wehr würdigte Kommandant Hans Willibald (li.)  folgende Mitglieder (v. li.): Georg Mesmer, Josef Demmel und Franz Baumgärtel (alle 40 Jahre aktiv) sowie Hans Schwarzenberger (passiv) für seine nunmehr 60-jährige Treue.

Hauptversammlung der Lenggrieser Feuerwehr 

Mädchen für alles, außer Schneeschaufeln

Bei der 149. Hauptversammlung der Lenggrieser Feuerwehr wurde das Jahr 2019 ausführlich bilanziert. Einsatzzahlen erreichten Höchststand. 

Lenggries - Das oftmals überzogene Anspruchsdenken mancher Bürger klang bei vielen Reden in der 149. Hauptversammlung der Lenggrieser Feuerwehr am Dreikönigstag mehrfach durch. Nicht zuletzt, weil dadurch die Einsatzzahlen unnötigerweise immer weiter steigen. „Mit 2645 Einsätzen landkreisweit haben wir 2019 einen neuen Höchststand erreicht, rund 400 mehr als noch im Vorjahr“, beklagte auch Kreisbrandrat Alfred Schmeide.

2019 gab es 400 Einsätze mehr als in den Vorjahren 

„Der typische Fall ist: Baum auf Straße“, führte Bürgermeister Werner Weindl exemplarisch an. Dafür sei aber nicht die Feuerwehr zuständig. „Bei Kreis-, Staats- und Bundesstraßen ist so ein Fall Sache der jeweiligen Straßenmeistereien.“ Auch habe er bei den heftigen Schneefällen zu Beginn des vergangenen Jahres interessante Erfahrungen mit diversen Hauseigentümern gemacht. „Immer wieder mussten wir Personen erklären, dass für das Abschaufeln privater Dächer die Feuerwehr nicht zuständig ist und auch nicht kommen wird.“ Als denen dann erklärt wurde, dass sie für diese Aufgabe eine Firma beauftragen müssten, habe er oftmals als Antwort erhalten: „Wenn dös was kostet, dann braucht’s es net.“ Der Rathauschef appellierte an die Bürger, „dass man die Feuerwehr nicht wegen jedem Schoaß alarmieren müsse.“ Weindl stellte in seiner Rückschau fest, dass 2019 bei den damaligen heftigen Schneefällen zwar der Katastrophenfall für den Landkreis ausgelöst worden war, „wir sind dabei im Gemeindebereich aber relativ glimpflich davongekommen.“

2019 wurde Katastrophenfall ausgelöst 

Im zurückliegenden Jahr musste die Lenggrieser Wehr neben zahlreichen Übungen zu insgesamt 55 Einsätzen ausrücken, wie Kommandant Hans Willibald in seinem Rechenschaftsbericht mitteilte. Davon entfielen 29 auf technische Hilfeleistungen und 21 auf Brände, meistens Waldbrände. Überaus zufrieden erklärte er, dass die Beteiligung der insgesamt 111 aktiven Mitglieder, darunter drei weibliche, beim Ausrücken, „auch bei den Übungen sehr gut“ gewesen sei. Problematisch sei lediglich die Alarmierung via Handy. „Das funktioniert nicht so zuverlässig.“ So riet er seinen Aktiven: „Wenn ihr die Sirene hört, dann schaut doch beim Feuerwehrhaus vorbei, ob ihr eventuell benötigt werdet.“ Noch in diesem Jahr soll die digitale Alarmierung eingeführt werden, wobei bis 2024 digital und analog noch parallel laufen werden.

Neue Schutzhelme für alle sieben Wehren 

Alle sieben Wehren der Brauneckgemeinde sollen neue zeitgemäße Schutzhelme bekommen. Der Gemeinderat hatte in einem Grundsatzbeschluss dem Austausch von etwa 450 Helmen zugestimmt (wir haben berichtet). Dabei wurden zwei unterschiedliche Modelle für Atemschutzträger und für „normale“ Feuerwehrleute ins Auge gefasst. Der Austausch werde die Gemeinde rund 160 000 Euro kosten, sagte Weindl . Deshalb soll er verteilt auf die kommenden drei Jahre durchgeführt werden. Letztlich dankte auch Weindl der Feuerwehr für ihre Einsatzbereitschaft und wünschte ihr für das neue Jahr „wenig Einsätze und gute Übungen.“ (E. Scheitterer) 

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