Aus unwegsamem Gelände führte die Bergwacht eine 55-jährige Wanderin.
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Aus unwegsamem Gelände führte die Bergwacht eine 55-jährige Wanderin.

Aus dem Bericht der Bergwacht

Bergwacht rückt aus: Frau rutscht bei Schnee aus und stürzt 80 Meter ab - dabei hatte sie noch Glück

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Mehrere Einsätze hatte die Lenggrieser Bergwacht in den vergangenen Tagen wieder zu bewältigen. Am Brauneck mussten sich die Retter um zwei abgestürzte Wanderer kümmern, in der Jachenau saßen zwei Personen und ein Hund nach einem Wetterumschwung am Berg fest.

  • Die Bergwacht Lenggries mussten zu mehreren Einsätzen ausrücken.
  • Ein Mann ist am Brauneck 40 Meter in die Tiefe gestürzt.
  • Auch eine erschöpfte 55-Jährige benötigte Hilfe.

Lenggries – Vor wenigen Tagen rückten die Bergretter zusammen mit dem Bergwacht-Notarzt Richtung Stie-Alm ans Brauneck aus. Dort war ein 65-Jähriger im felsigen Gelände zirka 40 Meter in die Tiefe gestürzt. Der Mann klagte über starke Schmerzen. Das medizinische Team der Bergwacht versorgte den Mann mit Schmerzmittel und übernahm die Erstversorgung. Die anderen Helfer planten derweil den weiteren Ablauf des Einsatzes.

Brauneck: Mann stürzt 40 Meter in die Tiefe - Rettungshubschrauber Christoph Murnau musste ausrücken

Den Patienten direkt an der Absturzstelle aufzunehmen, war für den Rettungshubschrauber Christoph Murnau nicht möglich. Daher mussten die Bergretter den Mann ein Stück durch unwegsames Gelände transportieren, „was sich durch das hohe Gewicht des Verletzten als sehr schwierig herausstellte“, so die Bergwacht. Schließlich aber wurde der 65-Jährige in den Helikopter gezogen und in die Murnauer Unfallklinik geflogen.

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Lenggries: Frau 80 Meter über steiles Gradgelände abgestürzt - Bergwacht rückt aus

Gleich zwei Einsätze hintereinander hatte die Lenggrieser Bergwacht dann Anfang der Woche zu bewältigen. Am frühen Nachmittag wurde eine erschöpfte Person oberhalb der Stie-Alm gemeldet, die im felsigen Gelände festsaß. Der Einsatzleiter aus der Bereitschaft Bad Tölz koordinierte den Einsatz, bei dem vier Lenggrieser Bergretter ausrückten. Eine 55-Jährige war in Begleitung von drei weiteren Frauen auf dem schneebedeckten Steig vom Latschenkopf zur Stie-Alm ausgerutscht und rund 80 Meter über steiles Grasgelände abgestürzt. Dabei hatte sie noch Glück im Unglück: Eine Felsspalte verhinderte laut Bergwacht, dass die Frau noch weitere 30 Meter über felsiges Gelände abstürzte.

So blieb die 55-Jährige glücklicherweise unverletzt. Mit einem speziellen Bergrettungsgurt wurde die Wanderin in flacheres Gelände abgeseilt und zurück zur Hütte geführt. Später begleitete sie ein Bergretter zur Seilbahn und brachte sie mit der Gondel ins Tal.

Jachenau: Zwei Personen mit Hund sahen nach Wetterumschwung auf dem Berg fest

Direkt im Anschluss ereignete sich ein weiterer Einsatz in der Jachenau. Zwei Personen (40 und 48 Jahre) waren mit ihrem Hund vom Schützenhaus Richtung Hirschhörndl aufgestiegen. Auf der Höhe der Pfundalm wurde das Wetter schlechter, und die beiden trauten sich den alleinigen Abstieg nicht mehr zu. Drei Mitglieder der Bergwacht stiegen zu den Wanderern auf und halfen ihnen beim Abstieg. Den schwer unterkühlten Hund trug ein Bergretter im Rucksack ins Tal.

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