Unterschriften-Übergabe im Lenggrieser Rathaus: (v. li.) Rita Weinhuber und Heiner Schwab von der Bürgerinitiative mit Bürgermeister Werner Weindl.
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Unterschriften-Übergabe im Lenggrieser Rathaus: (v. li.) Rita Weinhuber und Heiner Schwab von der Bürgerinitiative mit Bürgermeister Werner Weindl.

Bürger werden aktiv

Fast 1000 Unterschriften gegen 5G-Mobilfunk

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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  • Alois Ostler
    Alois Ostler
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Die Bürgerinitiative (BI) „Stoppt 5G in Lenggries“ will den Mobilfunkausbau im Isarwinkel aufhalten. Jetzt haben die BI-Vertreter im Rathaus fast 1000 Unterschriften von Bürgern übergeben, die gegen die neue Mobilfunkgeneration sind.

Lenggries – Mit einer dicken Mappe marschierte der BI-Vorsitzende Heiner Schwab in Begleitung von Rita Weinhuber am Mittwoch ins Lenggrieser Rathaus. Die Übergabe der Unterschriften an Bürgermeister Werner Weindl sollte ursprünglich bei einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative am vergangenen Wochenende erfolgen, was aber wegen Terminüberschneidungen nicht möglich war. Gestern nun übergab Schwab die Unterschriften der Bürger, die vor allem gesundheitliche Bedenken gegen die sogenannte fünfte Generation des Mobilfunks ins Feld führen.

Weindl weiß nicht, was er mit den Unterschriften machen soll

Bürgermeister Weindl ist sich nicht sicher, was er nun mit den rund 1000 Unterschriften machen soll. Denn die Gemeinde sei bei diesem Thema einfach der falsche Ansprechpartner. „Wir haben auch keinerlei rechtliche Möglichkeiten, 5G in Lenggries zu verhindern“, betont der Rathauschef. Das hatte der damalige Bauamtsleiter Anton Bammer auch schon ausführlich in der Oktobersitzung des Gemeinderats erläutert (wir berichteten). 5G-Anträge ablehnen – das fordert die BI – kann die Gemeinde auch nicht, weil sie schlicht und ergreifend nicht bei ihr eingehen. Der 5G-Ausbau sei Angelegenheit der Bundesregierung, hieß es in der Sitzung. Nach wie vor möchte die Gemeinde eine möglichst neutrale Informationsveranstaltung zum Thema organisieren. „Wir sind dran“, sagt Weindl. Über das bayerische Wirtschaftsministerium sei der Gemeinde nun ein Ansprechpartner beim Landesamt für Umweltschutz vermittelt worden. „Wir wollen außerdem einen Mobilfunkanbieter einladen und einen 5G-Kritiker, den uns hoffentlich die Bürgerinitiative vermittelt.“ Ein Termin für die Veranstaltung stehe aber noch nicht fest.

Einige interessierte Jugendliche, mit kritischen Fragen

Bei der Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative sprach der Baubiologe und Messtechniker Markus Neumann zum Thema „Elektrosmog-Belastung senken“. Neumann kennt nach BI-Angaben die Situation vor Ort durch seine vielen Messungen und Beratungen sowie den Erfahrungen bei der Einführung von älteren Mobilfunktechniken. Erfreulich war laut Schwab die Teilnahme einiger interessierter Jugendlicher, die mit kritischen Fragen immer wieder zu Diskussionen beitrugen.

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