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Stefan Klaffenbacher (re.) stellte sich den Zuhörern im Corona-konform bestuhlten Alpenfestsaal vor. 

Wahl am 13. September

Bürgermeisterwahl in Lenggries: Klaffenbacher (FWG) nominiert

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
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Jetzt ist es offiziell: Die Freie Wählergemeinschaft Lenggries hat Stefan Klaffenbacher als Bürgermeisterkandidaten nominiert. 56 der 62 abgegebenen Stimmen entfielen auf den 33-Jährigen.

Lenggries – Die Nominierungsversammlung im Alpenfestsaal zu organisieren, war für die Freie Wählergemeinschaft (FWG) eine Herausforderung. Anders als bei Grünen oder SPD dürfen nicht nur Mitglieder abstimmen, sondern alle wahlberechtigten Lenggrieser, die keiner Partei angehören. So steht es in der Satzung, „und die muss eingehalten werden. Das heißt: Man darf keinen ausschließen“, sagte Landrat Josef Niedermaier, der die Wahl leitete. Das alles mit den Corona-Auflagen und -Abstandsregeln unter einen Hut zu bringen, erforderte einiges an Vorarbeit und Organisation. Letztlich fanden aber die rund 70 Zuhörer am Dienstagabend alle einen regelkonformen Platz im Alpenfestsaal.

Gedenkminute für den verstorbenen Bügermeister

Die Versammlung begann mit einer Gedenkminute für den am Fronleichnamstag verstorbenen Bürgermeister Markus Landthaler. „Landthä, viel zu früh bist du gegangen“, sagte die Zweite FWG-Vorsitzende Anja Baumgartner. Sie hatte ein großes Porträtfoto des Bürgermeisters auf der Bühne aufgestellt und begrüßte besonders herzlich Landthalers Familie, die zur Nominierung gekommen war. Der 50-Jährige sei zwar nur 40 Tage im Amt gewesen. In dieser Zeit habe er aber gezeigt, „wie er sich Zusammenarbeit in Lenggries vorstellt“, sagte Baumgartner. Nun brauche es jemander, der das fortführe. „Wunschkandidat“ des Vorstands ist Stefan Klaffenbacher.

Einsatz für regionale Arbeitsplätze und bezahlbaren Wohnraum

„Lenggries ist meine lebens- und liebenswerte Heimat“, sagte der 33-jährige Maschinenbau-Meister, Bürokaufmann und Nebenerwerbslandwirt. Er wolle sich dafür einsetzen, dass das Dorf auch so bleibe. Dazu gehört für ihn ebenfalls der Erhalt des „einzigartigen Vereinslebens gerade auch in den Viertelsgemeinden“. Wirtschaftlich habe Lenggries einige Standbeine. Ihm gehe es darum, regionale Arbeitsplätze zu erhalten und die Landwirtschaft zu unterstützen. 

Viele in Lenggries leben aber auch vom Tourismus. Hier gelte es, Konzepte für einen „sanften Tourismus“ zu entwickeln. Besonders am Herzen liegt Klaffenbacher, der seit fünf Jahren im Vorstand der FWG ist, eine „überlegte und für ganz Lenggries vertretbare Entwicklung der Kaserne“. Einsetzen will er sich für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für einheimische Familien, die gute Weiterentwicklung des Pflegeheims nach dessen Neubau und für eine Attraktivitätssteigerung der Isarwelle. Dabei müsse man natürlich immer die Finanzierbarkeit im Auge behalten.

Transparenz bei Entscheidungen ist Klaffenbacher wichtig

 Wichtig ist ihm zudem Transparenz bei Entscheidungen und „ein offener und ehrlicher Umgang mit den Menschen“. Für all das habe Markus Landthaler den Grundstein gelegt. „Darauf möchte ich aufbauen“, sagte der Vater von zwei Kindern, der besonders seiner Frau Nathalie dankte, dass sie seine Entscheidung zu kandidieren, mitträgt.

Die Abstimmung war eine klare Sache: Von den 62 abgegebenen Stimmen entfielen 56 auf Klaffenbacher. Der versprach: „Ich werde mein Bestes geben.“ Und Anja Baumgartner sicherte ihm zu: „Wir unterstützen dich alle.“

Drei Kandidaten stehen am 13. September zur Wahl

Klaffenbacher ist nach Tobias Raphelt (SPD) und Klaus Hanus (Grüne) der dritte Kandidat, der am 13. September ins Rennen gehen wird. Dabei dürfte es wohl auch bleiben. Die Wahlvorschläge müssen spätestens an diesem Donnerstag im Rathaus eingereicht werden. Die CSU hatte auf einen eigenen Bewerber verzichtet

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