Gemeinsam unter der Reichstagskuppel: Verena Frech besuchte den CSU-Abgeordneten Alexander Radwan. Foto: Radwan

5 Fragen an Verena Frech

Bundestagsabgeordnete für vier Tage

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Verena Frech ist erst 17, war aber vier Tage lang Bundestagsabgeordnete. Die Lenggrieserin diskutierte in Fraktionssitzungen und stimmte im Plenum unter der Reichstagskuppel über Gesetze ab. Im Rahmen des Planspiels „Jugend und Parlament“ besuchte die Elftklässlerin der Tölzer Fachoberschule auch den CSU-Wahlkreisabgeordneten Alexander Radwan in seinem Berliner Büro.

Lenggries/Berlin – Vier Tage lang war die Lenggrieserin Verena Frech (17) Bundestagsabgeordnete. Im Interview spricht sie über das Planspiel „Jugend und Parlament“.

-Frau Frech, beim Planspiel „Jugend und Parlament“ bekommt man am Anfang eine Rolle zugewiesen. Welche hatten Sie?

Genau, man spielt eine fiktive Person und kriegt einen Zettel mit ihrer kompletten Biografie. Ich war eine 60-jährige Politikerin aus Niedersachsen und gehörte der „Partei für Gerechtigkeit und Solidarität“ an – im Spiel ist die PGS quasi die SPD.

-Und welche Themen haben Sie in den vier Tagen beschäftigt?

Es ging um Tierschutzfragen, aber auch darum, Soldaten ins Ausland zu schicken. Ich saß im Rechtsausschuss. Dort haben wir an einem Gesetzesentwurf zum Thema Direkte Demokratie gearbeitet. Also die Frage, ob es mehr Volksabstimmungen geben soll. Wir haben das Gesetz aber nicht durchgebracht, weil dafür eine Zweidrittel-Mehrheit nötig ist.

-Merkt man da nicht, wie mühsam der Politiker-Beruf und die Sitzungen sind?

Dachte ich erst auch, die Plenarsitzung hat zum Beispiel vier Stunden gedauert. Aber mir ist es gar nicht so lange vorgekommen. Im Ausschuss gab es sehr lebendige und auch hitzige Diskussionen. Es ist interessant zu sehen, wie lange es dauert, bis ein Gesetz eine Form bekommt – und dass es auch scheitern kann. Die Opposition war ja sehr strikt gegen die Volksabstimmungen.

-Herr Radwan hat Sie in sein Büro eingeladen. Wie fanden Sie den CSU-Abgeordneten?

Sehr sympathisch. Er hat aus seinem Leben erzählt, und wir haben uns länger über die Flüchtlingspolitik unterhalten. Und er hat gesagt, dass die Politik junge Leute braucht.

-Haben Sie schon einen festen Berufswunsch? Wäre Politikerin denn was für Sie?

Ich könnte mir vorstellen, zur Polizei zu gehen. Politiker ist sicher ein sehr abwechslungsreicher Beruf, weil man sich mit so vielen verschiedenen Fragen beschäftigen muss.

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